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Rob Pruitt in Zürich

Die Kunsthalle Zürich widmet ihre neue Ausstellung dem New Yorker Künstler Rob Pruitt. Die Schau zeigt eine Auswahl seiner Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Installationen von 1999 bis 2017. Rob Pruitt, der für seine Pop Art-ähnliche Kunst mit politischer Satire bekannt ist, überträgt in Zusammenarbeit mit Kurator Daniel Baumann anlässlich des 500jährigen Jubiläums der Reformation das Konzept einer Kirche auf die Züricher Kunsthalle. Für „Rob Pruitt. The Chruch“ wurden die Räumlichkeiten umfunktioniert, die Beleuchtung extra für die Schau entworfen und erstmals die eingezogene Decke sowie alle Wände entfernt. Der Besucher betritt die Räumlichkeiten eines Gotteshauses aus unterschiedlichen Gründen, beispielsweise zur Suche nach Ruhe und Einkehr, aus Bewunderung für Kunst und Architektur oder aus Kontakt mit einer religiösen Gemeinschaft. Das Ausstellungskonzept möchte der Kirche als Begegnungsort gleichkommen, indem während der sechsmonatigen Laufzeit Konzerte, Aufführungen, Performances, Diskussionen und Workshops veranstaltet werden. Pruitt will damit die Selbstorganisation einer Gemeinde veranschaulichen.

Der 1964 in Washington geborene Künstler studierte am Corcoran College of Art and Design in seiner Heimatstadt und an der Parsons School of Design in New York. Zuerst arbeitete er mit Jack Early als Duo unter dem Namen „Pruitt & Early“ zusammen. In den späten 1990er Jahren trat er vor allem als Maler und Objektkünstler hervor. Bekannt für provokative Arbeiten, empfangen den Besucher am Eingang der Ausstellung zwei „People Feeders“. Die 2010 entstandenen Skulpturen dienen als Behälter oder Opferstock, die den Besucher zum Spenden animieren sollen. Die Illusion eines Kirchenraums erweckt Rob Pruitt durch die kapellenartige Anordnung der „Suicide Paintings“. Seine Bilder kritisieren das schwierige Verhältnis von Kirche und Gesellschaft zum Thema Selbstmord.

An einem 35 Meter langen Vorhang entlang des Fensters werden religiöse und spirituelle Bilder aus der Massenflut des Internets gezeigt. Mit ihnen hat Pruitt ein Mosaik der Religiosität und ihrer Instrumentalisierung durch Populärkultur, Massenmedien und Politik geschaffen. Die durch den Vorhang vermittelte Anonymität und Beliebigkeit stehen den intimeren Zeichnungen der Serien „Studio Calendar“ und „Lunch Tables“ gegenüber. Sie sind Gemeinschaftsarbeiten von Pruitt und seinem persönlichen Umfeld, die 2016 und 2017 in seinem Atelier entstanden. Mit dem Werk „The Congregation“, das aus einer Gruppe gefundener, mit Silberpapier überzogener Stühle besteht, lädt Pruitt zur Interaktion ein. Der Künstler behandelt hier die Spannung zwischen Individuum und Gruppe. Zusätzlich wird dem Besucher mit Eintritt eine passend zur Ausstellung konzipierte Ausgabe von Rob Pruitts Buch „101 Art Ideas You Can Do Yourself“ ausgehändigt. Ihr Titel „Use A Museum as A Church Or A Church As A Museum“ fordert zum Mitmachen auf.

Die Ausstellung „Rob Pruitt. The Church“ läuft bis zum 13. Mai 2018. Die Kunsthalle Zürich hat dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags von 11 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Am Heiligabend, 2. Weihnachtstag, Silvester und 2. Januar ist das Haus von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Neujahr und am 1. Weihnachtstag bleiben die Räumlichkeiten geschlossen. Der Eintritt beträgt regulär 12 Franken, für Schüler und Studenten 8 Franken, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist er frei.

Kunsthalle Zürich
Limmatstrasse 270
CH-8005 Zürich

Telefon: +41 (0)44 – 272 15 15
Telefax: +49 (0)44 – 272 18 88

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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Veranstaltung vom:


16.12.2017, Rob Pruitt: The Church

Bei:


Kunsthalle Zürich

Künstler:

Rob Pruitt








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