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Journal

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe blickt zurück und nach vorn. Der Nachfolger der scheidenden Direktorin Sabine Schulze wird mit der chronischen Unterfinanzierung seitens der Stadt zu kämpfen haben

Kein leichtes Erbe



Madame d’Ora, Josephine Baker, 1928

Madame d’Ora, Josephine Baker, 1928

Grund zur Freude und Grund zur Sorge bekundete Udo Goerke, der kaufmännische Geschäftsführer des Museums für Kunst und Gewerbe (MKG) in Hamburg, jetzt auf der Jahrespressekonferenz. Das Haus blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit 190.000 Besuchern, einem wegweisenden digitalen Auftritt und einem breiten Spektrum an Ausstellungen von „Gamemasters“ bis „Food Revolution“ zurück. Dennoch konnte die von der Politik geforderte „Schwarze Null“ nur eingehalten werden, indem man vorhandene Rücklagen restlos aufbrauchte. Die Gesamtzuwendung der Freien und Hansestadt Hamburg wurde seit vielen Jahren nicht erhöht. Wohl auch ein Grund, warum sich Direktorin Sabine Schulze nächstes Jahr trotz angebotener Vertragsverlängerung in den Ruhestand verabschiedet. Udo Goerke, der seit 15 Jahren dem MKG vorsteht, stellt fest: „Ich wünsche mir, dass möglichst bald eine Überprüfung und Neuordnung der Zuwendung für die Museen in Hamburg vorgenommen wird, um die existenzielle Grundlage für die Häuser zu sichern.“


Sabine Schulze hat mit ihrem „konsumkritischen Ansatz als Markenzeichen“ und der Neueinrichtung aller Sammlungsbereiche, zuletzt der Fotografie, Maßstäbe gesetzt. Angesichts der finanziellen Möglichkeiten in Hamburg dürfte es schwer werden, einen ähnlich ambitionierten Nachfolger zu finden. Goerke spricht gar von einem „Kulturschock“, wenn er den Vergleich zu anderen Regionen und Ländern zieht. „Wir haben in den letzten Jahren eine gute Mischung hingekriegt, die Sammlung zu reflektieren und zu zeigen“, resümiert Sabine Schulze. Daran knüpft auch die letzte Ausstellung des Jahres an: „Madame d’Ora. Machen Sie mich schön!“

Im MKG befindet sich der größte Teil des Nachlasses der jüdischen Fotografin Dora Kallmus (1881-1963), die in Wien ein beliebtes Porträtstudio betrieb und später als Modefotografin nach Paris umsiedelte. Doch die von Esther Ruelfs kuratierte Ausstellung wird auch die ernsten Seiten im Werk von Madame d’Ora zeigen, deren gesamte Familie der Shoa zum Opfer fiel. Weniger bekannte Aufnahmen von Schlachthäusern und Flüchtlingslagern stehen hier im Mittelpunkt. Eine zweite Fotografieausstellung widmet sich ab März 2018 dem Polaroid, für Esther Ruelfs ein Vorläufer der Verbreitung von Foto in sozialen Netzwerken. Die internationale Kooperation mit dem Titel „Das Polaroid Projekt“ versammelt 220 Arbeiten von über 100 Künstlern.

Wiederholt als Gastkurator eingeladen, konzipiert Roger M. Buergel, Leiter der Documenta 12, ab April 2018 die Schau „Mobile Welten“, in der er die Diversität und Komplexität der transkulturellen Sammlung des MKG in Zusammenarbeit mit Hamburger Schülern erforscht. Ebenfalls mit der Sammlung und zwar mit dem unangenehmen Thema Raubkunst beschäftigt sich ab Februar die Ausstellung „Die Bronzen aus Benin“, kuratiert von der Provenienzforscherin Silke Reuther.

Rund 180 Druckgrafiken, Plakate und Werbeanzeigen versammelt dann ab Mai 2018 der Kurator Jürgen Döring in der Ausstellung „Art Déco in Paris“. Sämtliche Werke von der tanzenden Josephine Baker bis zu frühen Modeillustrationen stammen aus der Sammlung des MKG. Schließlich wird Sabine Schulze die Ausstellung „1968. Politik. Protest, Phantasie“ verantworten, die am 17. Mai startet. Ob Spiegel-Kantine, Jimi Hendrix oder der deutsche Autorenfilm – die Umbruchstimmung in Politik, Gesellschaft und an den Universitäten vor 50 Jahren ist Thema der komplexen Schau, die in Zeiten rechter Tendenzen in Deutschland und Europa als wichtiges Bekenntnis zu einer modernen, freien und aufgeklärten Kultur angesehen werden kann. Bleibt zu hoffen, dass die vielversprechende Arbeit am MKG auch nach dem Ausscheiden Sabine Schulzes auf gleichem Niveau fortgesetzt werden kann.

Ausstellungen im ersten Halbjahr 2018 im MKG:

Madame d’Ora: Machen Sie mich schön!
21.12.2017–18.3.2018
••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Raubkunst? Die Bronzen aus Benin
16.2.2018 bis auf Weiteres
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Das Polaroid Projekt
16.3.-17.6.2018
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Mobile Welten. Oder ein Museum für unsere transkulturelle Gegenwart
13.4.-14.10.2018
••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Art Déco in Paris. Plakate/Grafik/Werbung
4.5. bis Herbst 2018
••••••••••••••••••••••••••••••••••••

1968. Politik, Protest und Phantasie
18.5.2018 bis 27.1.2019
••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg



07.12.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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04.05.2018, Art Déco in Paris. Plakate/Grafik/Werbung

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18.05.2018, 1968. Politik, Protest und Phantasie

Bei:


Museum für Kunst und Gewerbe

Variabilder:

1968. Politik, Protest und
 Phantasie: Verner Panton, Spiegel-Kantine, Snackbar, 1969
1968. Politik, Protest und Phantasie: Verner Panton, Spiegel-Kantine, Snackbar, 1969

Variabilder:

Mobile Welten: Arbeitsskizze der Dingforscher – Schüler der
 Erich-Kästner-Schule entwerfen das Museum neu
Mobile Welten: Arbeitsskizze der Dingforscher – Schüler der Erich-Kästner-Schule entwerfen das Museum neu







Art Deco in Paris: A. M. Cassandre, Normandie, 1935

Art Deco in Paris: A. M. Cassandre, Normandie, 1935

Das Polaroid Projekt: Guy Bourdin, Charles Jourdan 1978, 1978

Das Polaroid Projekt: Guy Bourdin, Charles Jourdan 1978, 1978

Mobile Welten: Arbeitsskizze der Dingforscher – Schüler der Erich-Kästner-Schule entwerfen das Museum neu

Mobile Welten: Arbeitsskizze der Dingforscher – Schüler der Erich-Kästner-Schule entwerfen das Museum neu

1968. Politik, Protest und Phantasie: Gert Wiescher, Che Guevara, 1968

1968. Politik, Protest und Phantasie: Gert Wiescher, Che Guevara, 1968

1968. Politik, Protest und Phantasie: Verner Panton, Spiegel-Kantine, Snackbar, 1969

1968. Politik, Protest und Phantasie: Verner Panton, Spiegel-Kantine, Snackbar, 1969




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