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In Bonn hat das Museum August Macke Haus nach Restaurierung und umfassender Erweiterung wieder geöffnet

Geschenk zum 130sten Geburtstag



August Macke, Unser Garten mit blühenden Rabatten, 1911/12

August Macke, Unser Garten mit blühenden Rabatten, 1911/12

Anders als Ludwig van Beethoven wurde der zweite große Sohn der Stadt Bonn, der Maler August Macke, nicht hier, sondern am 3. Januar 1887 im sauerländischen Meschede geboren. Ab dem Jahr 1900 wohnte die Familie Macke in Bonn, und August konnte in der behaglichen Rheinstadt trotz kurzer Präsenz effektive Impulse entfalten. Posthum zum 130. Geburtstag wurde ihm zu Ehren am vergangenen Wochenende das neue Museum August Macke Haus feierlich wiedereröffnet. Die Einweihung markiert das Ende beharrlichen Ringens zahlreicher Akteure für eine Erweiterung und Renovierung des Hauses über drei Jahrzehnte hinweg.


Herzstück des neuen Museums ist das klassizistische Gründerzeithaus, in dem der Künstler von Anfang 1911 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 mit seiner Familie lebte und sein Atelier unterhielt. Erstmals für großes Aufsehen sorgte es im Jahr 1980, als ein in situ befindliches Wandbild mit Kränen aus dem Atelier in der Mansarde herausgehievt und nach Münster verkauft wurde. Das Haus sollte zur Gaststätte umgebaut und entkernt werden. Eine von der Juristin, Kunsthistorikerin und Kuratorin Margarethe Jochimsen, der damaligen Vorsitzenden des Bonner Kunstvereins, etablierte Bürgerinitiative gelang es, dies zu verhindern. Die Stadt Bonn erwarb das Gebäude, das seit 1988 denkmalgeschützt behutsam instandgesetzt und ab 1991 für Besucher geöffnet wurde. Fortan beherbergte das Schmuckstück in engen Räumen die gesamte museale Infrastruktur. Über 250.000 Besucher wurden bis zum Frühjahr 2016 gezählt.

Erst mit dem Erwerb des Nachbargrundstücks im Jahr 2004 war daran zu denken, im Zuge einer Erweiterung museale und technologisch modernste Standards zu erfüllen. Am 22. Juni 2015 erfolgte der erste Spatenstich zu dem nach Plänen des Bonner Architekten Karl-Heinz Schommer konzipierten Erweiterungsbaus. Im Herbst konnte das 7,25 Millionen Euro teure, vom Lüdenscheider Büro KKW Architekten realisierte Projekt planmäßig abgeschlossen werden. An der Stelle der vormaligen langen Gartenmauer erstreckt sich nun ein verbindender Neubauflügel entlang der gesamten Nordgrenze des Grundstücks. Direkt an die nördliche Giebelwand des Altbaus angrenzend, ist nun die barrierefreie Erreichbarkeit aller Etagen sichergestellt. Am östlichen Grundstücksende steht quasi als Gegenstück zum historischen Künstlerhaus der kubische Neubau. Der Rest des von August Macke so oft in strahlend hellen Farben illustrierten langen Formgartens wurde durch einen zwölf Meter hohen Glasschirm vor dem Straßenlärm abgeschirmt.

Gelegen an der Kreuzung der beiden Ausfallstraßen Hochstadenring und Bornheimer Straße, auf denen zu Mackes Zeiten lediglich ein paar Kutschen pro Tag verkehrten, taucht der Besucher über den neuen zentralen Eingang im Neubau in eine völlig andere, vom lauten Verkehr abgeschirmte Welt ein. Der kleine Garten bleibt aber stets Mittel- und Orientierungspunkt des Ensembles mit vielen kleinen Einheiten. Die 1.220 Quadratmeter messende Erweiterung bedeutet etwas mehr als die Verdreifachung des bisherigen Platzes. Neben dem Empfang, Veranstaltungssaal, der Cafe- und Shopzone beherbergt der Neubau Magazinräume im Keller sowie die Verwaltung samt Bibliothek im zweiten Obergeschoss. Im ersten Obergeschoss liegt ein 250 Quadratmeter umfassender Wechselausstellungsbereich, dessen kleinteilige Untergliederung in sieben Zonen sich an den Charakter des Altbaus anlehnt.

Die Eröffnungsschau „August Macke und Freunde – Begegnung in Bildwelten“ setzt hier das Œuvre des Malers in den Kontext zum Schaffen künstlerischer Weggefährten. Sie knüpft an das von August Macke und seiner Frau Elisabeth geführte, offene und gastfreundschaftliche Haus an, das schnell zum Treffpunkt junger Künstler, insbesondere der rheinischen Expressionisten avancierte und viele prominente Gäste wie etwa Franz Marc beherbergte. In sechs Abschnitten gestatten rund 150 Werke einen Blick auf Netzwerk und Umfeld Mackes, auf Gemeinsamkeiten und Differenzen beim freieren Umgang mit Farben und Formen, der eine neue Sicht auf alte Bildwelten verfolgte. Zuerst rücken im Kapitel „Ursprüngliche Fantasie“ Kinder in den Fokus, deren faszinierendes schöpferisches Potential viele Maler zu Motiven oder zu kindgerechten Deutungen animierten.

Im Sektor der „Bühnenwelten aus Zirkus, Theater und Varieté“ wird an Mackes zu Studentenzeiten ausgeübtes Engagement als Bühnen- und Kostümbildner am Düsseldorfer Schauspielhaus erinnert. Leuchtende Farben und hinter den Masken verborgene tiefe Melancholie zeigen sich auch in Bildern von Heinrich Campendonk, Heinrich Nauen oder Hans Thuar. Das eher unspektakuläre, persönliche Umfeld rückt bei den emotional an die Heimat gebundenen Gemälden ins Rampenlicht. Bei August Macke sind es vor allem Ausblicke in den paradiesischen Garten. Spannungsvolle Anordnungen von Gegenständen in bewegten Linien und leuchtenden Farben demonstrieren im Bereich „Stillleben und Interieurs“ frische Deutungen von Farbe, Form, Perspektive und Raumbildung. Farb- und lichtdurchflutete Sujets begegnet der Besucher auch im Sektor „Im Einklang. Mensch und Natur“, wo Akte, Flaneure auf Promenaden oder bezaubernde Seen sommerliche Stimmungen wecken. Am Ende steht der Einfluss von Robert Delaunay auf Mackes Bildwelt, die bis hin zur abstrakten Farbfeldmalerei jedwede Gegenständlichkeit verdrängt.

In den ehemaligen Wohn- und Atelierräumen des Altbaus trifft man auf eine unverfälschte Atmosphäre der ausgehenden Kaiserzeit. Rote, karrende Dielenböden, gedrechselte Geländer und Holzfüllungstüren oder hohe Kreuzstockfenster charakterisieren die kleine Raumeinheiten, in denen in häuslich-privater Stimmung die Familiengeschichte, kulturpolitisch-gesellschaftliche Umbrüche sowie die künstlerische Entwicklung August Mackes in einer Kombination aus originalen Werken, nachempfundenem Interieur und moderner Medien- und Präsentationstechnik inszeniert sind. Vom einstigen Atelier in der Mansarde schweift der Blick in den rekonstruierten Garten und über das heutige Bonn. Die Silhouette aus Kirchturmspitzen und Dachlandschaften scheint aktuell noch fast so, wie sie Macke in vielen Bildern festgehalten hat. In einer dunklen rückwärtigen Kammer hängt ein kleines finsteres Weihnachtsbild von Franz Marc, mit gelöschten Kerzen und weinend gebeugten Personen. Sein Freund August Macke war am 26. September 1914 im Ersten Weltkrieg gefallen.

Die Ausstellung „August Macke und Freunde – Begegnung in Bildwelten“ ist bis zum 4. März 2018 zu besichtigen. Das Museum August Macke Haus zu Bonn hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags von 13 bis 21 Uhr geöffnet. An Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Neujahr bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro, ermäßigt 6 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der im Museum 25 Euro kostet.

Kontakt:

August-Macke-Haus

Bornheimer Straße 96

DE-53119 Bonn

Telefon:+49 (0228) 65 55 31

Telefax:+49 (0228) 69 15 50



05.12.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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03.12.2017, August Macke und Freunde – Begegnung in Bildwelten

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Heinrich Nauen, Der Besuch. Interieur, 1913
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Gabriele Münter, Stillleben mit Petroleumlampe und Alpenveilchen,
 1910
Gabriele Münter, Stillleben mit Petroleumlampe und Alpenveilchen, 1910

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August Macke, Zirkusbild II: Athletenpaar, Clown und Affe, 1911
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Alt und Neu treffen aufeinander: Museum August Macke Haus
Alt und Neu treffen aufeinander: Museum August Macke Haus

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Das neue Museum August Macke Haus in Bonn
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August
 Macke, Kairouan III, 1914
August Macke, Kairouan III, 1914

Variabilder:

August Macke, Hilterfingen am Thunersee, 1914
August Macke, Hilterfingen am Thunersee, 1914







August Macke, Hilterfingen am Thunersee, 1914

August Macke, Hilterfingen am Thunersee, 1914

das rekonstruierte einstige Atelier August Mackes

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Gabriele Münter, Stillleben mit Petroleumlampe und Alpenveilchen, 1910

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Der Garten des August Macke Hauses in Bonn

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Das neue Museum August Macke Haus in Bonn

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Alt und Neu treffen aufeinander: Museum August Macke Haus

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Marianne von Werefkin, Zirkus (Vor der Vorstellung), um 1910

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Alexej von Jawlensky, Stillleben mit schwarzer Vase, 1909

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August Macke, Kairouan III, 1914

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August Macke, Drachensteigen, 1913

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August Macke, Gartenbild, 1911

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August Macke, Zirkusbild II: Athletenpaar, Clown und Affe, 1911

August Macke, Zirkusbild II: Athletenpaar, Clown und Affe, 1911




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