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Das Buch als Kunstobjekt: Die Hamburger Kunsthalle widmet sich jetzt in einer sehenswerten Ausstellung dem Medium Künstlerbuch und zeigt: Gute Kunst muss nicht teuer sein

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Ida Applebroog, Look at me, A performance. (Dyspepsia Works), 1979

Ida Applebroog, Look at me, A performance. (Dyspepsia Works), 1979

Gerade einmal 1,25 US-Dollar kostete in den 1960er Jahren ein kleinformatiges Künstlerbuch des Konzeptkünstlers Lawrence Weiner. Der Gedanke dahinter: Im Sinne eines demokratischen Kunstverständnisses sollten auch Sammler und Kunstliebhaber mit schmalem Budget in die Lage versetzt werden, originale und individuell gestaltete Kunstobjekte in limitierter Auflage zu erwerben. Heute sind Künstlerbücher ein großes Sammelgebiet. Auf speziellen Buchmessen wie etwa der New Yorker „NY Art Book Fair“ oder der „I Never Read“ in Basel werden aufwendig gestaltete Drucksachen, Künstlerbücher in allen Formaten, Leporellos, Pop-Up-Books oder Vinyl-Schallplatten einem interessierten Publikum angeboten. Gerade jüngere Käuferschichten, ermüdet von der ständigen Verfügbarkeit des Internets und des Teilens von Inhalten in sozialen Netzwerken, entdecken das Stöbern in kunstvollen Drucksachen ganz neu. Analog statt digital.


Die Hamburger Kunsthalle besitzt in ihrem Bestand rund 1.700 Künstlerbücher. Diese gehört damit zu den zehn wichtigsten Sammlungen von Künstlerbüchern in Deutschland. Aus diesem reichen Fundus haben jetzt die beiden Kuratorinnen Petra Roettig und Andrea Joosten eine Auswahl getroffen, die sie in der Ausstellung „Künstlerbücher. Die Sammlung“ in der Galerie der Gegenwart präsentieren. Der Entstehungszeitraum der ausgestellten Werke reicht von 1957 bis heute. „Wir zeigen die Exponate im Kontext der Sammlung des ganzen Hauses“, betont Petra Roettig. Und Andrea Joosten, die als neue Leiterin der Bibliothek speziell für dieses Sammelgebiet zuständig ist, ergänzt: „Wir haben immer Künstlerbücher angekauft, die einen Bezug zur Sammlung haben.“

Die Künstlerbücher werden in einer Vielzahl höchst unterschiedlicher Vitrinen präsentiert. Daneben gibt es aber auch Hörstationen sowie gerahmte Referenzwerke, Skulpturen und Videoarbeiten der beteiligten Künstler. Den Auftakt des chronologisch angelegten Rundgangs bilden Künstlerbücher der Konzeptkunst und Minimal Art aus den 1960er Jahren. Ein Pionier des konzeptuellen Formats ist der Kalifornier Ed Ruscha. Seine kleinformatigen, monothematischen Bände versammeln serielle Fotografien von Palmen, Tankstellen oder Parkplätzen. Ein frühes Buch, das der legendäre Galerist Seth Siegelaub mit sieben Konzeptkünstlern 1968 auf einem frühen Xerox-Kopierer hergestellt hat, ist in der Ausstellung ebenso vertreten, wie ein spielerisches Pop-Up-Buch von Andy Warhol, das eine aufklappbare Ritterburg als Pendant seiner Factory zeigt – ein narrativ aufgeladener Kontrapunkt zu den nüchtern-strengen Büchern der Konzeptkunst.

Ein weiterer wichtiger Produzent von Künstlerbüchern war Dieter Roth, dem denn auch ein ganzer Raum gewidmet ist. „Dieter Roth hat sein ganzes Spektrum in Bücher gepackt“, erläutert Petra Roettig. Ob Performance, Land Art, Archive oder Deutscher Pop: Das Künstlerbuch war immer ein begleitendes und eigenständiges Medium zur Dokumentation, Reflektion, der sprachlichen und bildlichen Vermittlung und des Experiments. Speziell auch Fotobücher, etwa von Tobias Zielony, Richard Prince oder Roni Horn, bilden heute einen großen Markt für Sammler und Gelegenheitskäufer.

Das Kapitel „Neue Positionen“ im letzten Raum der Schau versammelt etliche jüngere Künstler, die äußerst experimentierfreudig im Medium Künstlerbuch arbeiten. Vom Hamburger Stefan Marx etwa sind zahlreiche Bücher, Hefte, Fanzines und Vinylschallplatten zu sehen, die die Produktivität und das zeichnerische Talent des Vielreisenden veranschaulichen.

Aufwendig gestaltete Künstlerbücher sind eher zum aufmerksamen Durchblättern gemacht, eher zum Entdecken als zum Lesen. Manche erscheinen in sehr kleinen Auflagen, andere werden zu Hunderten oder Tausenden unter die Leute gebracht. Die Formate, Drucktechniken, Heftungen und Papierqualitäten variieren fast ins Unendliche. Petra Roettig fasst zusammen: „Das ist ja die Freiheit des Künstlerbuchs, dass alles erlaubt ist.“

Die Ausstellung „Künstlerbücher. Die Sammlung“ läuft vom 1. Dezember bis zum 2. April. Die Galerie der Gegenwart in der Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. An Heiligabend bleibt das Haus geschlossen. Öffnungszeiten an den Feiertagen: 25. Dezember 12 bis 18 Uhr, 26. Dezember 10 bis 18 Uhr, 31. Dezember 10 bis 15 Uhr, 1. Januar 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist er kostenlos. Der deutsch-englische Katalog mit 168 Seiten kostet 26 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



29.11.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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01.12.2017, Künstlerbücher. Die Sammlung


Bei:


Hamburger Kunsthalle

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David Shrigley, Yellow bird with worm Zürich, 2003
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Ed Ruscha, Twentysix Gasoline Stations Alhambra, 1969
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Dieter Roth, Kinderbuch, 1976
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Raum des Materialverlags der HFBK
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Stefan Marx, FedEx Hamburg, 2016
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Blätter von Stefan
 Marx
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Thomas Bayrle, Feuer im Weizen, 1970
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David Shrigley, Yellow bird with worm Zürich, 2003

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Blätter von Stefan Marx

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Thomas Bayrle, Feuer im Weizen, 1970

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Vitrine mit Künstlerbüchern

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Blick in eine Vitrine der Ausstellung „Künstlerbücher. Die Sammlung“

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Marina Abramovic und Ulay, Relation / Works, 1978

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Künstlerbuch von Sol LeWitt

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