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Beratergremium für das Museum des 20. Jahrhunderts

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat begleitend zur Planung des Museums des 20. Jahrhunderts in Berlin ein Beraterteam eingerichtet. „Das Fachgremium wird uns als neutrale Instanz – angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Politik, Öffentlichkeit, Bauherrn und Bauverwaltung – bei diffizilen Fragestellungen beraten und falls nötig als Vermittler tätig werden“, definiert der Stiftungspräsident Hermann Parzinger den Aufgabenbereich der Architektenrunde. „Das Beratungsgremium ist kein zusätzliches Entscheidungsgremium, sondern soll als Zwischeninstanz agieren“, betont Kulturstaatsministerin und Stiftungsratsvorsitzende Monika Grütters. Den Vorsitz dieser Gruppe übernimmt Arno Lederer, der schon das Preisgericht zum Architekturwettbewerb um den Bau führte. Die Stiftung berief zudem Arno Brandlhuber, Andreas Hild, Hilde Léon, Regula Lüscher und Hans-Günter Merz.

Das Verfahren zur Findung eines passenden Entwurfs für den Neubau begann im November 2014. Den mehrstufigen Wettbewerb konnten schließlich die Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron im Oktober 2016 für sich entscheiden. Ihr Konzept für Berlin, einen schlichten Bau über rechteckigem Grundrisses mit Satteldach, beschreiben sie unter anderem als Tempel mit den gleichen Dachproportionen wie die von August Stüler geplante Alte Nationalgalerie. Sie sehen den Neubau als „Ort der Stille und des Nachdenkens, der Wahrnehmung von Kunst, der Wahrnehmung von sich selbst“. Der Entwurf stieß in der Öffentlichkeit aber auch auf Kritik und wurde unter anderem als „Scheune“ oder „Aldi-Bau“ bezeichnet.

Das 1978 gegründete Büro Herzog & de Meuron konnte in der Vergangenheit schon mehrere prestigeprächtige Projekte umsetzen, unter anderem den Umbau der Londoner Tate Modern im Jahr 2000 sowie deren Erweiterungsbau 2016. Auch die 2017 eröffnete Elbphilharmonie in Hamburg stammt von den Schweizern. Das Museum des 20. Jahrhunderts soll am Berliner Kulturforum zwischen Neuer Nationalgalerie, Matthäus-Kirche und Philharmonie voraussichtlich bis 2023 entstehen. Der Bundestag hat für das Projekt Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro bewilligt.

Quelle: Kunstmarkt.com/Jan Soldin

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