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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Gemälde und Zeichnungen älterer und neuerer Meister warten in Berlin bei Bassenge auf Kundschaft

Ein Flame, viele Talente



Adriaen van Stalbemt, Allegorie der vier Elemente, um 1620/30

Adriaen van Stalbemt, Allegorie der vier Elemente, um 1620/30

Antike Gottheiten, Allegorien, eine malerische Landschaft, Ruinenarchitektur, harmonische Stillebenkompositionen, geschickter Umgang mit sattem und zartem Farbauftrag – all das versammelt sich zusammen in einem einzigen Gemälde. Die um 1620/30 entstandene „Allegorie der vier Elemente“ Adriaen van Stalbemts lässt also wenige Wünsche offen. Jedoch ließ der Künstler seine vielen Talente nicht einfach ungeformt sprudeln, vor allem seine Mitgliedschaft in der Lukasgilde Antwerpens und der damit verbundene inspirative Austausch mit renommierten Künstlern wie Jan Brueghel oder Hendrik van Balen sowie ein zehnmonatiger Aufenthalt am Hof des englischen Königs Karl I. trugen zur Entwicklung einer meisterhaften Beherrschung seines Fachs bei. Aufgrund seines Könnens musste Adriaen van Stalbemt sich bald nicht mehr auf einzelne Genres beschränken. Seine künstlerische Vielseitigkeit ließ ihn zu einem der führenden flämischen Künstler der angehenden Barockzeit werden. Seine Ölmalerei auf Holz darf darum ein üppiges Preisschild von 140.000 Euro auf der kommenden Versteigerung bei Bassenge in Berlin tragen.


Als Vorbild für Stalbemt diente Peter Paul Rubens, dessen florierende Werkstatt nach seinem Romaufenthalt eine „Madonna mit Kind“ hervorbrachte, die in ihrer zentrierten Komposition, dem samtigen Inkarnat und der Schilderung der innigen Beziehung zwischen Mutter und Gotteskind dem Schaffen des Meisters nur wenig nachsteht (Taxe 28.000 EUR). Philips Wouwerman steuert zur Auktion am 1. Dezember eine gekonnt italienisierte „Flusslandschaft mit Reisenden bei einer Brücke“ von etwa 1645 bei, in der die Pferde der Reisegruppe sowie die lichtblaue Wolkenformation den Eindruck dominieren (Taxe 45.000 EUR). Ein Schimmel ist zudem zentrales Motiv auf Abraham van Cuylenborchs Blick in eine Grotte mit ruinösen Antiken sowie Reiter und Hund bei der Rast (Taxe 4.000 EUR). Im Umkreis Rembrandts siedelt sich dann Jacob Willemsz de Wets empfindsamer „Abschied des jungen Tobias und seiner Frau Sara von deren Eltern“ an (Taxe 6.000 EUR). Die Jahreszeiten stellt Claes Molenaer in seinem sommerlichen Frühwerk „Landschaft mit einem Dorf und bäuerlicher Staffage“ von etwa 1645/50 (Taxe 10.000 EUR) und der „Fröhlichen Gesellschaft auf einem zugefrorenen Fluss vor einer Stadt“ zur Winterszeit gegenüber (Taxe 9.000 EUR). Eine konkrete Vedute beschreibt Isaac Ouwater 1783 mit seinem „Amsterdamer Stadttor in Haarlem“ (Taxe 12.000 EUR).

Silbrige Eleganz

Nicht nur flämische und niederländische Malerei charakterisiert die Versteigerung bei Bassenge, auch die Qualitäten Alter Meister aus Italien führen das Angebot der rund 500 Losnummern an. Der Bologneser Giovanni Francesco Barbieri, genannt Il Guercino, studierte in seiner Jugend das umfangreiche Werk der Carracci-Brüder. Unzählige Studien und Zeichnungen und die beflissene Auseinandersetzung mit Farben und Techniken brachten ihm in Folge wichtige Aufträge für Ausgestaltungen von Kircheninnenräumen und Palästen. Auch in seinem nun zum Verkauf stehenden „David mit dem Haupt des Goliath“ zeigt der Künstler die ihm so wichtigen Hell-Dunkel-Kontraste, eine zarte, sensible Gesichtsbildung, eine mit der Zeit zunehmend auf beruhigte Nahsichten konzentrierte Komposition und die im Sinne seines Vorbilds Guido Reni erscheinende silbrige Eleganz und monumentale Erhabenheit des Motivs. Eine erste Fassung des Davids hängt heute im National Museum of Western Art in Tokio, die zweite Fassung mit Anteilen seiner Werkstatt könnte nun bald in ein neues Wohnzimmer einziehen (Taxe 120.000 EUR). Zwar anonymen Ursprungs, aber dennoch ansprechend umgesetzt, kommt eine italienische „Geburt Christi mit Engelskonzert“ um 1580 daher. Während die Ölmalerei auf Holz schon erste Anklänge an den Barock offenbrat (Taxe 12.000 EUR), ist eine Madonna vor grünem Vorhang und Landschaftsausblick noch stärker in der italienischen Renaissance verhaftet (Taxe 9.000 EUR). Für das verschneite Italien komponierte Francesco Foschi eine Winterlandschaft mit Holzsteg über einem Fluss und Figurenstaffage (Taxe 6.000 EUR).

Ältestes Objekt bei den Gemälden deutschsprachiger Herkunft ist eine um 1480 entstandene „Beschneidung Christi“. Sie verrät zwar keinen Autor, das Inkarnat sowie die rahmende Sakralarchitektur und die Landschaftsschilderung im Hintergrund zeugen jedoch von der Überwindung des gotischen Goldgrunds als Versinnbildlichung göttlicher Überhöhung der Protagonisten. Die Tafelmalerei kann darum als fortschrittliche Entwicklung von einer spätmittelalterlichen hin zu einer neuzeitlich-naturalistischen Auffassung verstanden werden (Taxe 10.000 EUR). Über klassizistische Kunst, wie einer Ideallandschaft aus Italien mit Wanderern an einem Wasserfall (Taxe 7.500 EUR), geht es schnell zu frühromantischen Schöpfungen. Hier tut sich Johann Christian Klengel mit einigen Naturschilderungen hervor, etwa seiner Ansicht des „Klingsteins“, eines Porphyrfelsens aus dem nordböhmischen Mittelgebirge bei Aussig an der Elbe (Taxe 4.500 EUR). Wilhelm Böttner stellt uns dann um 1800 Königin Luise von Preußen ohne jegliche Herrschaftsattribute vor. Die modisch mit unter der Brust gerafftem Chemisenkleid, hellrotem Schal und der typischen Halsbinde gekleidete Adelige hat der Kasseler Künstler wohl im privaten Auftrag gemalt (Taxe 12.000 EUR).

Doppeltes Künstlerbild

Aus dem frühen Schaffen Ferdinand Georg Waldmüllers stammt das Triptychon „Galen, Hygieia und Hippokrates“ von 1826, das noch dem römisch-antiken Klassizismus verhaftet ist (Taxe 18.000 EUR). Die Ehrfurcht zu seinem Lehrmeister schilderte Carl Friedrich Heinrich Werner 1832 in seinem Werk „Der Maler Hans Veit Friedrich Schnorr von Carolsfeld in seinem Atelier in der Leipziger Kunstakademie in der Pleißenburg“. Den Betrachter erwartet keine Portraitdarstellung, vielmehr dominiert das Atelier des Künstlers die mit klaren Konturen umgesetzte Komposition, die aufgrund der Fülle an Malutensilien, gerahmten Gemälden, einer mit Leinwand bestückten Staffelei sowie Tintenfässchen und auf dem Boden herumliegende Papierschnipsel ein Ort produktiven Schaffens ist. Und auch ein Selbstbildnis Schnorr von Carolsfelds hat Werner in sein Gemälde eingearbeitet (Taxe 12.0000 EUR).

Freunde von stimmungsvollen Naturschilderungen können sich auf Caspar Scheurens weiten Blick über eine „Gewitterstimmung am Niederrhein“ (Taxe 8.000 EUR), Aleksander Swieszewskis Panorama einer sommerlichen Vorgebirgslandschaft, Jean Antoine Théodore Gudins Küste mit einigen Fischerbooten im Abendlicht von 1842 (Taxe je 4.500 EUR) oder Robert Kummers ebenso atmosphärischen Sonnenuntergang über dem Meer um 1850/60 freuen (Taxe 3.500 EUR). In impressionistischem Duktus gestalteten Max Uth 1899 seine „Kleinen Gutshöfe in Bornstedt bei Potsdam“ (Taxe 1.200 EUR) und Sigvard Marius Hansen 1888 seinen sommerlichen Obsthain mit einem jungen Mann bei der Gartenarbeit (Taxe 1.800 EUR).

Der Drang in den Süden

Die Italiensehnsucht bedienen etwa Friedrich Otto Georgi mit seiner „Grotte der Egeria bei Rom“ von 1856 (Taxe 2.400 EUR), Franz Alt mit seinem kleinformatigen Blick von der Terrasse des Pincio auf St. Peter im Licht der untergehenden Sonne von 1888 (Taxe 1.500 EUR) oder Carl Friedrich Seiffert mit seinem Postkartenmotiv der Ruinen des Amphitheaters von Taormina samt rauchendem Ätna im Hintergrund aus dem Jahr 1848 (Taxe 9.00 EUR). Auch der Waliser Penry Williams konnte sich dem Charme Italiens nicht entziehen und zog 1827 nach Rom. Sein Atelier in der Ewigen Stadt war ein beliebter Treffpunkt vieler englischer Touristen. Den Reiz einer lavierten Studienzeichnung hat er 1842 in das Gemälde einer italienischen Bauernfamilie auf einem Ochsenkarren an der Via Appia beim Grab der Caecilia Metella übertragen (Taxe 6.000 EUR). Ungewöhnlich ist eher schon eine Ansicht aus den Pyrenäen. Der spanisch-französische Gebirgszug diente Alexandre-Louis-Robert Millin Duperreux häufig als Inspirationsquelle, so auch 1802 für einen ruhigen Blick in ein Tal, in dem nur wenige Gebäude eines Heilbads stehen (Taxe 2.500 EUR).

Den Berliner Maler Max Schmidt verschlug es dann nach England. Mit gekonntem Tiefensog fing er den Castle Rock an der Steilküste im Norden der Grafschaft Devonshire ein und gesellte an dem sonnigen Tag ein junges Paar der beeindruckenden Felsformation hinzu (Taxe 4.000 EUR). Für eine wohlig-warme „Abendstimmung am Ufer des Nils“ sorgt Hermann David Salomon Corrodi. Sein ruhiges, ins Gelb-Orange der Abendsonne getauchtes Ufer wird von rastenden Männern und Frauen bevölkert, deren Fischerkähne in der Bucht im Feierabend ruhig schaukeln (Taxe 15.000 EUR). Exotisch bleibt es mit Wilhelm Kuhnerts Tropennacht am Fluss von 1918, den gerade eine Herde Zebras aufsucht (Taxe 4.000 EUR), oder Theobald Reinhold von Oers Barbierstube in Algerien (Taxe 4.500 EUR). Typisch für einen Engländer war die Reise nach Indien. Auch William Frederick Witherington machte sich dahin auf und richtete um 1820 im Hochland sein Interesse auf Menschen und Wasserbüffel in einer weiten Flussniederung (Taxe 2.500 EUR). Einen Zug ins Symbolistische weist Max Rabes’ Gemälde „In Palästina: Orientalin an einer Quelle“ am Abend auf (Taxe 6.000 EUR).

Arbeiten auf Papier

Zeichnungen und Arbeiten auf Papier des 16. bis 19. Jahrhunderts stehen ebenfalls am 1. Dezember bei Bassenge auf dem Programm. Hier tut sich Aloys Zötls mit Deck- und Wasserfarben koloriertes „Ocelot. Felis Pardalis“ von 1845 besonders hervor. Mit seiner Bewertung von 28.000 Euro weist die Arbeit auf ihre ungewöhnlichen Entstehungshintergründe hin. So hat sich ihr eigenbrötlerischer Erschaffer Zeit seines Lebens fernab einer öffentlichen Wahrnehmung mit der Anfertigung akribisch-detaillierter Tier- und Naturschilderungen befasst, ohne sich jemals dem Urteil eines Außenstehenden ausgesetzt zu haben. Erst lange nach seinem Ableben kamen Zötls Arbeiten ans Licht, die der Dichter und Kunsttheoretiker André Breton schließlich als einzigartig qualitätvolles Werk einstufte und Zötl zu den Surrealisten „avant la lettre“ hinzurechnete.

Diesem Blatt kann nur noch Honoré Daumiers „Verteidiger“ das Wasser reichen. Die Federzeichnung spiegelt anschaulich das angespannte Verhältnis des französischen Karikaturisten zur Justiz. Kam er doch aufgrund seiner schonungslos ehrlichen und darum in der Bevölkerung sehr beliebten Politsatire immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Sein nun zum Verkauf stehender, zentral im Bild platzierter Anwalt könnte mit seinen weit aufgerissenen Augen, der knolligen Nase und der geschäftigen Art, in seinem vor sich liegenden Schriftstück zu blättern, nicht überzogen karikaturhafter sein und möchte 30.000 Euro erstreiten. Ebenfalls auf nahsichtige Einzelpersonen konzentrierte sich Ludwig Emil Grimm in seinen „Zwei Herren beim Schachspiel bei Kerzenschein“. Die zwei, nur von einer aufragenden Kerze getrennten, profilsichtigen Schachliebhaber scheinen konzentriert im Spiel, Ruhe und Nachdenklichkeit erfüllt das Blatt mung. Der linke Spieler ist kein Geringerer, als der Sohn seines Bruders Wilhelm Grimm (Taxe 1.800 EUR).

Für Freunde älterer Kunst hält Bassenge eine „Gebirgslandschaft mit großer Fichte“ aus dem Umkreis Albrecht Altdorfers bereit. Für 6.000 Euro gelistet, trägt die Zeichnung das Monogramm „IH“, ist eine Wiedergabe einer um 1522 entstandenen Radierung Altdorfers und hat ein Pendant im Frankfurter Städel. Der 1596 früh verstorbene Carlo Caliari trat in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Paolo Veronese. Zeugnis hierfür die bildmäßig komponierte Federzeichnung einer Himmelfahrt Christi für 3.500 Euro. Mit religiösen Themen tritt gleichfalls Gabriel Hornstain an. Seine genauen Darstellungen der „Geißelung Christi“ und „Christus am Ölberg“ gehen auf Wandfresken seines Lehrmeisters Gabriel Dreer im steirischen Kloster Admont zurück, die 1865 einem Brand zum Opfer fielen (Taxe je 1.500 EUR).

Süddeutscher Rokoko in der Sammlung Isphording

Eine Dissertation über Gottfried Bernhard Göz weckte bei Eduard Isphording das Interesse an der Freskomalerei des Rokoko. So ließ sich der Kunsthistoriker und Bibliothekar auch zu einer Sammlung von Studienblättern hauptsächlich süddeutscher Künstler jener Epoche verleiten, die nun wieder auf den Markt kommt. Göz selbst in mit mehreren Blättern zugegen, darunter einer Maria mit dem toten Christus unter dem Kreuz, umgeben von mehreren Heiligen, für 600 Euro oder Christus im Kreis der Apostel für 750 Euro. Josef Ferdinand Fromiller tut sich gleichfalls mit mehreren Blättern hervor, etwa einer exakten „Anbetung der Könige“ von 1723 (Taxe 1.200 EUR) oder einem „Opfer Abrahams“ (Taxe 900 EUR). Bekannter ist Johann Georg Bergmüller, dessen heiliger Franz von Sales beim Gebet in der Studierstube bei 1.800 Euro notiert. Dieser Wert steht auch auf einem Tondo der Geburt Christi aus seiner Werkstatt. Eine Ausführung des Deckenfreskos ist aber nicht bekannt.

Pietro Antonio Novelli hat den jugendlichen Bacchus, der gerade einen Knaben mit Weintrauben lockt, furios mit grauem Pinsel aufs Papier gebannt (Taxe 4.500 EUR). Gaetano Gandolfis steht dem nicht nach. Seine energische Studie eines sitzenden Soldaten mit Schwert in Rückenansicht und eines aufsteigenden Pferdes lässt sich seiner großformatigen Komposition „Volumnia und ihre Söhne vor Coriolanus“ zuordnen. Das Gemälde befindet sich heute in der Pinacoteca Nazionale in Bologna (Taxe 12.000 EUR). Auf Schlachtengemälde war Francesco Casanova spezialisiert, was auch seine Studie einer Waldlandschaft mit Feldlager und zahlreichen Staffagefiguren bei Lustbarkeiten demonstriert (Taxe 3.500 EUR). Friedlicher ist die in Aquarell gearbeitete „Indische Felslandschaft mit Wasserfall am Ganges und betendem Sadhu in einer Felsspalte“ von Thomas Daniell (Taxe 4.500 EUR).

Heyses tote Mutter

Arkadisch wird es mit Pietro Giacomo Palmieris Campagnalandschaft samt kleiner Viehherde an einem sanften Wasserfall (Taxe 1.800 EUR) und einer dichten Waldgegend mit antiken Ruinen und Schäfern, die Simon Petrus Klotz um 1800 durch starke dunkle Partien und lichtbestrahlte Tempelfragmente belebte (Taxe 3.500 EUR). Freunde wohl arrangierter Stillleben kommen bei Jean-Louis Prévosts Gouache „Obststillleben mit blauer Balustervase und Insekten“ auf ihre Kosten (Taxe 4.000 EUR). Ausdrucksvolle Portraitkunst in schwarzer Kreide steuern Alexander Molinari mit seinem Bildnis der Jekaterina Petrovna Fürstin Gagarin in samtigem Inkarnat (Taxe 2.500 EUR) und Adolph von Menzel mit der Mutter des Schriftstellers Paul Heyse auf dem Totenbett bei (Taxe 3.500 EUR). Charmant tritt dann Ernst Meyers junge Italienerin mit gesenktem Blick auf (Taxe 1.500 EUR).

Der Düsseldorfer Maler und Zeichner Peter Cornelius schickt seine hauptsächlich in Umrissen gearbeitete Federzeichnung „Moses verlangt vom Pharao die Freilassung der Israeliten“ ins Rennen. Als Vertreter des religiösen Nazarener-Stils kommt die Entwurfsarbeit als ereignisreiche Erzählung daher: Der wütende Pharao, sein toter Sohn im Schoß, die grausame Tötung der Erstgeborenen – die im Titel benannte Botschaft ist unübersehbar (Taxe 6.000 EUR). Georg Philipp Rugendas d.J. möchte seine kolorierten „Zwei spielende Leoparden“, die sich lebhaft und bewegt im spielerischen Zweikampf befinden, bei 3.800 Euro aufs Auktionsparkett führen. Mit wilden Tieren beschäftigte sich ebenfalls Eugène Delacroix in seiner energischen Studie eines Löwen und einer Löwin, Raubtiere, die er auch häufig in seinen Gemälden verarbeitete (Taxe 2.400 EUR). Der Symbolismus kommt bei Bassenge stets zu seinem Recht, diesmal etwa mit den beiden Silhouettenbildern „Seiltänzer“ und „Akrobaten“ für Karl Wilhelm Diefenbachs Fries „Per Aspera ad Astra“ (Taxe 3.000 und 2.500 EUR), einem nackten Knaben, den Hugo Höppener, alias Fidus, auf einer Löwenzahnblüte tanzen und eine Fahne schwenken lässt (Taxe 6.000 EUR), oder Hermann Wöhlers dunkel verschlingendem „Untergang“ um 1920 (Taxe 1.800 EUR).

Die Versteigerung der Gemälde Alter und Neuerer Meister findet am 1. Dezember um 10 Uhr statt. Die Zeichnungen werden ab 15 Uhr aufgerufen. Eine Vorbesichtigung der Werke ist bis zum 28. November von 10 bis 18 Uhr möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.bassenge.com.

Kontakt:

Galerie Gerda Bassenge

Erdener Straße 5a

DE-14193 Berlin

Telefon:+49 (030) 893 80 290

Telefax:+49 (030) 891 80 25

E-Mail: art@bassenge.com



28.11.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Claudia Rauth

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