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Berliner Kunstpreis für Kazuki Nakahara

Der Christine-Perthen-Preis für Radierung geht an Kazuki Nakahara

Der Christine-Perthen-Preis für Radierung geht in diesem Jahr an Kazuki Nakahara. Der 1980 in Kagawa geborene Japaner sei ein hervorragender Radierer und setze innovative Impulse, teilte die Berlinische Galerie mit, die die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung vergibt. Kazuki Nakahara, der zunächst Wirtschaft und Kunstgeschichte studierte, bevor er 2005 bis 2010 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee seine Ausbildung als Künstler absolvierte und dort 2011 als Meisterschüler des Zeichners Hanns Schimansky abschloss, verwendet in seinen kleinteiligen Blättern Strichätzung mit Kaltnadelradierung oder Lithografie.

In der Begründung der vierköpfigen Jury heißt es weiter: „Geprägt von der Tradition seiner Familie – Nakaharas Vater ist Kalligraph – eroberte er sich zeichnend die europäische Kunst. Schon bald formte er mit beeindruckend genauen Bleistiftstrichen oder Tuschlinien unbeachtete, alltägliche Zeichen auf weiße Papiere. Zunächst waren es überdimensionale Zahnbürsten, die im abstrakten Raum tanzten; später erfand Nakahara die Mädchenfrisur mit streng gebundenen, kurzen Zöpfen für seine Zeichnungen neu: Das gescheitelte Haar, an zwei Seiten festgezurrt, wird ein typisches Bildsymbol Nakaharas, das er in zahlreichen Variationen frei schwebend in Familienauftritten oder als Einzelform untersucht.“

Kazuki Nakahara erhielt 2012 den Mart Stam Preis für seine herausragende Abschlussarbeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2014 war er als Artist in Residence im Centre for Recent Drawing in London. In Berlin, Genf, Zürich und Leipzig hatte er bereits Einzelausstellungen und war weltweit Teilnehmer in Gruppenausstellungen zur Zeichnung und Druckgrafik. Neben Kazuki Nakahara waren noch Konrad Schenker aus Dresden und Vlado Ondrej aus Leipzig für die Auszeichnung nominiert.

Mit der Christine-Perthen-Stiftung beherbergt die Berlinische Galerie den künstlerischen und schriftlichen Nachlass von Christine Perthen (1948-2004), Grafikerin und Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Die Erträge aus dem Kapital werden dem Wunsch der Künstlerin entsprechend für die Vergabe eines Preises für Radierung eingesetzt. Die Auszeichnung wird alle fünf Jahre an Künstler vergeben, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben und sich in besonderer Weise in der Radierkunst hervorgetan haben. Der Jury gehörten wissenschaftliche Mitarbeiter der Berlinischen Galerie an: Direktor Thomas Köhler, Stefanie Heckmann, Leiterin Bildende Kunst, Annelie Lütgens, Leiterin der Grafischen Sammlung, und Freya Mülhaupt, bis 2010 Leiterin der Grafischen Sammlung. Zuletzt ging der Preis an Hanna Hennenkemper.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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