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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Mit einem umfangreichen Angebot an druckgrafischen Werken wartet Bassenge in Berlin wieder auf. An prominenten Glanzstücken mangelt es nicht, aber auch für den kleinen Geldbeutel hält die Auktion einiges bereit

Goyas Stimme für Tiere



Francisco de Goya, Dibersions de España, 1825

Francisco de Goya, Dibersions de España, 1825

Nicht gerade ausgelassene Feststimmung vermitteln die „Dibersions de España“ von Francisco de Goya, das Highlight der kommenden Druckgrafik-Auktion bei Bassenge. Die in seinen letzten Schaffensjahren entstandene Lithografie wirft eine besondere Sicht auf die in Spanien so tief verankerte Tradition, in der die Erniedrigung, Schwächung und letztlich Tötung von Stieren durch den Menschen den Kern darstellt. Der am Ende seines Lebens freiwillig im Exil in Bordeaux lebende Künstler schildert in seiner Grafik von 1825 die Besucher des Spektakels nicht als warmherzige Sympathieträger und kulturbewusste Traditionalisten. Vielmehr zeigen die „Lustbarkeiten Spaniens“ unzählige, sich offenbar am Leid der Tiere ergötzende Gesichter. Feige grinsend verstecken sich Männer hinter den Toreros, nur um erahnen zu können, wie es sich anfühlen mag, dem Stier im Todeskampf in die Augen zu sehen. In der Mitte der Arena hat ein Stier bereits einen Angreifer niedergetrampelt. Wer nicht an der typischen repräsentativen Hofmalerei Goyas interessiert ist, sondern seiner zutiefst persönlichen Stimme für Tierwohl Raum geben möchte, sollte 60.000 Euro für dieses seltene Werk bereithalten.


Von den insgesamt 675 am 30. November in Berlin zu versteigernden Werken stammt ein erheblicher Teil von niederländischen Künstlern. Aus dieser Sparte hebt sich eine gut erhaltene Radierung von Rembrandt heraus. Sein „Zweiter Orientalenkopf“ um 1635 zeigt die so typische reich bewegte rembrandtsche Gesichtsbildung. Der Mann im Profil trägt einen sowohl aus Fell, als auch aus Tüchern bestehenden Turban, sein Mantel scheint ebenfalls tierischen Ursprungs. Rembrandt hat die Oberfläche bewegt gestaltet, die Dreidimensionalität lebendig und mit Hell- und Dunkelkontrasten ausgearbeitet (Taxe 12.000 EUR). Dasselbe Preisschild trägt zudem seine Radierung „Abraham Isaak liebkosend“ um 1637, deren weiche feine Oberfläche und guter Erhaltungszustand für sich sprechen. Für Freunde des niederländischen Barockmeistes mit weniger üppigem Geldbeutel hält Bassenge „Jan Uijtenbogaert, Prediger der Arminianer“ von 1635 bereit, das sich als zartes oktogonales Blatt 3.500 Euro wünscht. Weitere Rembrandt-Blätter mit biblischen Szenen oder Portraits gibt es zwischen 1.800 Euro und 7.500 Euro. In Rembrandts Umfeld tummeln sich etwa Ferdinand Bol mit der Radierung „Gideons Opfer“ (Taxe 1.200 EUR) oder Jan Lievens mit seinem alten „Heiligen Hieronymus“, der über der Betrachtung des Kreuzestods Christi eingeschlafen ist (Taxe 2.400 EUR).

Die Niederländer

Als 25teiliges Konvolut inklusive Titelblatt geht die „Topographia Variarum Regionum“ des niederländischen Renaissancekünstlers Simon Wynouts Frisius ins Rennen. Die vollständige Folge von Landschaften, die der Fantasie Mathijs Bril d.J. entsprangen, bringt dem Käufer abwechslungs- wie kontrastreiche Frühdrucke, die aufgrund ihrer Seltenheit einen Preis von 12.000 Euro verlangen. Landschaftlich bliebt es mit Claes Jansz Visschers d.J. „Amaeniores Aliquot Regiunculae“ von 1613. Die Vorlagen für die vollständige Folge mit 14 Kupferstichen zeichnete Cornelis Claesz van Wieringen (Taxe 9.000 EUR). Von Pieter van der Borcht stammt eine rare, gut erhaltene und als „Monate“ betitelte Sammlung von zwölf Kupferstichen, die als Frühdrucke ebenfalls eine hohe Qualität aufweisen. Mit ornamentalen Bordüren von Joannes und Lucas van Doetecum jeweils separat verziert, wünscht sich der Einlieferer der Monatsblätter 9.000 Euro.

Mit dem Wandel des Jahres beschäftigte sich zudem Hessel Gerritsz und bediente sich bei seinen vier Radierungen von Frühling, Sommer, Herbst und Winter Landschaften mit Schlössern in der Umgebung der Stadt Amsterdam von David Vinckboons d.Ä. (Taxe 7.500 EUR). Ebenfalls als Vertreter niederländischer Druckkunst positioniert sich ein mit komikhaften Menschlein und reichem Schriftgut ausgestatteter Kupferstich, dessen Titel „Das sorglose Leben oder: der liederliche Haushalt“ auf eine satirisch-humoristische Ikonografie hinweist. Einst als Arbeit nach Hieronymus Bosch identifiziert, verortet die jüngere Forschung den Stich als Produkt eines nicht minder talentierten anonymen flämischen Künstlers, der sich hier wohl auf eine Erfindung Jan Verbeecks I stützt (Taxe 7.500 EUR). Ein früher Vertreter des Genre Bauernbilds ist Pieter Jansz Quast, der dies zwischen 1632 und 1638 auch in 26 Kupferstichen mit Bettlern und Bauern verarbeitete (Taxe 6.000 EUR).

Für Pieter Coecke van Aelsts Holzschnitt „Eine Prozession vor der Stadtkulisse Konstantinopels“ aus der Suite „Les Moeurs et fachons de faire de Turcs…“ sind 3.500 Euro vorgesehen. Manieristisch wird es mit Frans Floris’ unbeschriebener biblischer Szene „Christus und die Ehebrecherin“ (Taxe 3.500 EUR). Eine 25teilige Folge von Adriaen Collaert mit dem Titel „Piscium Vivae Icones“ um 1600, die Studien verschiedenster Meeresbewohner beinhaltet, wünscht sich 7.500 Euro. Sein 19teiliges Pendant versteht sich als „Folge der Landschaften mit Vierfüßlertieren“ und möchte 1.800 Euro sehen. Manieristische Bewegtheit offenbart ein Band mit 104 Kupferstichen von Jan van der Straet, der um 1596 mit seiner Serie „Die Jagd“ sein wohl umfangreichstes und berühmtestes Werk schaffen sollte. Einige der ursprünglichen Entwürfe dienten als Vorlagen für Bildteppiche in Cosimo de’ Medicis Villa in Poggio a Caiano oder gaben Rembrandt Inspiration für seine „Große Löwenjagd“. Das mit Ledereinband und Nummerierungen versehene umfangreiche Sammelwerk in der vierten Ausgabe von Philips Galle soll in seiner originalen Erhaltung für 9.000 Euro unter den Hammer kommen. Schon in den Hochbarock weist Romeyn de Hooghes prächtige Ansicht des Lustschlosses Salzdahlum, das Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel zwischen 1688 und 1694 errichten ließ (Taxe 2.500 EUR).

Die Deutschen und einige andere

Die Druckgrafik aus dem deutschen Sprachraum wird traditionsgemäß von Albrecht Dürer angeführt. Der Nürnberger Renaissance-Star kommt bei der Versteigerung gleich mehrfach zum Zug: Seine um 1497 entstandene „Buße des heiligen Chrysostomus“ ist als kräftiger, satter Abzug zu haben. Links hinten im Bild kriecht klein der heilige „Goldmund“, der gelobte, auf allen Vieren zu bleiben, bis ihm für die unerlaubte Liebesnacht mit der Kaiserin verziehen wird. Im Vordergrund hat sich die Kaisertochter auf einem Fels niedergelassen, um ihren Säugling zu stillen. Die ungewöhnliche Präsenz der stillenden Mutter im Vergleich zum Buße Tuenden könnte 4.500 Euro wert sein. Genauso viel will Dürers Kupferstich „Der Schmerzensmann mit ausgebreiteten Armen“ um 1500 sehen, die anmutige Darbietung „Maria mit dem Kinde am Baum“ von 1513 liegt mit 7.500 Euro höher. Bei seinem kleinformatigen Kupferstichblättchen „Mucius Scaevola, seine Hand verbrennend“ greift Albrecht Altdorfer auf die frühe römische Geschichte zurück (Taxe 1.200 EUR).

Noch in spätgotischen Formen geht es auf Martin Schongauers Kupferstich „Die Grablegung“ um 1480 zu (Taxe 3.500 EUR). Matthäus Zasinger hat rund 20 Jahre später in seinem seltenen Blatt „Die Begrüßung“ sowohl thematisch, als auch formal schon die Renaissance erreicht: Ein modisches gekleidetes Liebespaar steht sich gegenüber und reicht sich die Hände (Taxe 7.500 EUR). 1561 verwirklichte Melchior Lorch die enigmatische strenge Profilansicht von „Aristoteles (Das hohe Licht der Natur)“ mit dem Vierzeiler in griechischer, lateinischer, arabischer und hebräischer Sprache (Taxe 7.500 EUR). Mit ihrem Realitätssinn überzeugen die zwölf Kupferstiche „Muscarum Scarabeorum – Schmetterlinge und andere Gliederthiere“ von Wenzel Hollar aus dem Jahr 1646 (Taxe 9.000 EUR). Ähnlich direkt und unprätentiös geht Johann Gottlieb Glume bei seiner klassizistischen Radierung „Knabe in Rückenansicht“ vor (Taxe 450 EUR).

Johann Elias Ridinger gehört ebenfalls zu den Klassikern. In Berlin tritt er mit seiner „Herrschaft des Todes“ an. Das um 1760 entstandene Schabkunstblatt entsagt sich jedoch Ridingers üblicher Tier- und Jagdmotivik, denn hier verschreibt er sich einer schwarzen Manier: Er stellt den Tod als in einen Umhang gehülltes Skelett dar. Neben sich hält der finstere Geselle eine steinerne Tafel, deren Aufschrift „Omnia mihi subdita“ in ihrer Aussage durch den selbstbewussten Blick zum Betrachter verstärkt wird. Ridinger füllte die Komposition mit zahlreichen, wahllos herumliegenden Gegenständen, die wie ein Stillleben die mittige Präsenz des Hauptakteurs betonen. Das Schabkunstblatt liegt in zwei sich in wichtigen Kleinigkeiten unterscheidenden Versionen aus der Sammlung des Grafen Faber-Castell für 6.000 Euro und 7.500 Euro vor. Eine weitere Allegorie des Todes hat Ridinger in seiner vielfigurigen, opulenteren Komposition „Memento Mori“ um 1760 geschaffen. Die Radierung nach einem Clair-obscur-Holzschnitt Andrea Andreanis von 1588 stellt ein fiktives Grabmonument vor, ausgestattet mit den drei Parzen, Skeletten und einem Speichenrad mit vier weltlichen und vier geistlichen Totenköpfen, und ist der einschlägigen Literatur zur Ridinger unbekannt (Taxe 4.500 EUR).

Der deutsche Wahlrömer Friedrich Rehberg nahm 1793 in seinen Folgen „Römische Figuren“ und „Andere römische Figuren“ pittoreske ländliche Stimmungen in Albano, Tivoli, Arricia, Neapel oder Rom vorweg, die dann in die populären Genreszenen des italienischen Volkes im 19. Jahrhundert mündeten (Taxe 1.800 EUR). Für das einfache ländliche Leben seiner Münchner Umgebung interessierte sich Johann Georg von Dillis, etwa 1806 in seiner Radierung „Der große Isarsteg“ (Taxe 2.400 EUR). Als Romantiker weist sich der Schweizer Zeichner und Kupferstecher Johann Heinrich Lips mit seinen vier Antiquaradierungen aus, in denen er ausgehend vom „Abend“ einen Tageszeiten-Zyklus jeweils mit Liebespaar und Ausblick in die Ferne schuf (Taxe 6.000 EUR). Als eines der Hauptblätter deutscher Romantik hält Bassenge das feinkörnige und weich detaillierte „Doppelportrait des Malers Konrad Eberhard mit seinem Bruder Franz“ von Johann Anton Ramboux bereit, das er als Rom-Reisender zunächst vor Ort in Öl anfertigte und bei seiner Abreise aus der Ewigen Stadt im Jahr 1822 zusätzlich als Lithografie umsetzte. Als Paradebeispiel für die romantische Kunstströmung wünscht sich das gut erhaltene Blatt marktkonforme 25.000 Euro.

Schilderer des einfachen bäuerlichen Lebens war der französische Realist Jean-François Millet, so etwa in seiner Kaltnadelradierung „La Grande Bergère“ von 1862 (Taxe 1.800 EUR). Als Symbolisten treten bei Bassenge Johann Michael Bossard und Friedrich von Schennis an. Zwischen 1903 und 1921 schuf Bossard den Farblithografiezyklus „Das Jahr“ mit Aktdarstellungen in kosmischen Welten. Daraus liegen das Deckblatt für 1.500 Euro sowie der „Sommer“ und der „Winter“ für jeweils 1.800 Euro vor. Schennis bezog in seinen dunkel dräuenden Radierungen sich lieber auf die römische Antike und platzierte etwa den Geist der Venus, die ihren Kopf in der Hand hält, vor den Ruinen des Kolosseums (Taxe 600 EUR). In „Sic transit gloria mundi“ greift er den Vanitas-Gedanken auf und lässt dafür einen Triumphbogen mit der Göttin Minerva aufragen (Taxe 800 EUR). Die finsteren Seiten des Lebens küssen zudem der Däne Hans Nikolaj Hansen auf seiner fast schwarzen Radierung „Die vorangeschrittene Nacht der hungrigen Katzen“ von 1900 aus der Folge des Karnevals in Rom (Taxe 450 EUR) und der Österreicher Karl Mader mit seinem Blatt „Abend“ wach, auf dem ein gruseliger Tod und sein Begleiter zu sehen sind (Taxe 300 EUR). Ausgelassener geht es dagegen auf Franz von Stucks Frühdruck des „Bacchantenzugs“ mit Pan und wilden Mänaden zu (Taxe 600 EUR).

Die Italiener

Giorgio Ghisi hat 1561 in seinem Kupferstich „Der Traum des Raffael“ eine Fülle an Symbolen und verschlüsselten Szenen integriert. Heute wird sein Hauptblatt als „Allegorie des Lebens“ gedeutet (Taxe 8.000 EUR). Bartolomeo Biscaino vertritt als Barock-Meister gleichfalls die italienische Druckkunst. Seine bewegt-atmosphärische „Anbetung der Könige“, die er am Ende seines kurzen Lebens als Radierung anlegte, soll für 6.000 Euro den Besitzer wechseln. Mit Battista Angolo del Moro wird die 1554 in seinem Umkreis entstandene vornehme „Gruppe von Frauen in einem Interieur bei der Handarbeit“ verknüpft (Taxe 2.800 EUR). Der Florentiner Radierer Stefano della Bella wartet mit zwölf Positionen auf, wobei seine zwölf querformatigen Frühdrucke der „Divers paysages“ mit einer Schätzung von 4.500 Euro das Angebot anführen. Weitere Arbeiten des im Dienste der Medici stehenden Künstlers sind die fünfteilige Serie der „Ansichten der Villa Medici von Pratolino“ oder die 18 Radierungen mit dem Titel „Raccolta di varii capricii et nove inventioni di cartelle et ornamenti“ für jeweils 1.200 Euro.

Ein klein wenig Eitelkeit spricht aus Giovanni Benedetto Castigliones Selbstbespiegelung „Der Genius des Künstlers“ von 1648, in der er sich virtuos mit langem wildem Haar fast schon als Künstlertyp des 19. Jahrhunderts inszeniert (Taxe 2.400 EUR). Auch Giuseppe Cades erdachte sich gut hundert Jahre später ein Künstlerblatt. Seine Radierung „Alle Glorie della Pittura“ zeigt den sterbenden Leonardo da Vinci, zu dem König Franz I. von Frankreich hinzueilt (Taxe 1.200 EUR). Teuerstes Werk aus dem Tiepolo-Konvolut ist der in Untersicht angelegte „Flussgott“ von Giovanni Domenico Tiepolo nach einer Idee seines Vaters für 6.000 Euro. Eine Übersicht über das grafische Œuvre von Benigno Bossi bieten die circa 180 Radierungen auf 114 Blättern von 1755 bis 1789 (Taxe 12.000 EUR). Nach Dresden verschlug es zudem Bernardo Bellotto, der 1750 einen Markttag auf dem Neumarkt mit zahlreichen Menschen und der mächtigen Frauenkirche im Hintergrund festhielt (Taxe 4.500 EUR).

Unikaten Charakter spricht Bassenge Carlo Lasinios „Sybilla Samia“ um 1785 zu, da das farbige Schabkunstblatt nach Giovanni Francesco Barbieri im zeitgenössischen Kolorit aus Wasser- und Deckfarben erstrahlt (Taxe 7.500 EUR). Francesco Piranesi arbeitete gern mit Louis-Jean Desprez zusammen. So radierte er 1787 die mystische „Cappella Paolina im Vatikan bei festlicher Beleuchtung während der Zeremonie der Quarant’ Ore“ nach einer Zeichnung des Franzosen (Taxe 2.400 EUR). Desprez tut sich aber auch allein hervor, etwa mit der dem „Blick in das Innere eines großen Salons“, der das üppige barocke Interieur des Palazzo Serra in Genua freigibt (Taxe 6.500 EUR). Eine monströse Ausgeburt der Holle ist die „Chimère de Monsieur Desprez“. Dafür hat er um 1777/84 ein tierisches Skelett mit knochigen Flügeln, zwei teuflischen und einem vogelartigen Kopf kreiert, das gerade dabei ist, einen menschlichen Leichnam zu verschlingen. Innerhalb der europäischen Tradition von dämonischen Wesen markiert Desprez’ makabre Vision einen Höhepunkt (Taxe 15.000 EUR).

Bibliothek eines Grafikantiquariats

Eine kleine Nebensparte der Versteigerung bilden die rund 350 Losnummern aus einem Grafikantiquariat, die sich aus Kunstliteratur, Nachschlagewerken, historischen Papiererzeugnissen oder Katalogreihen speisen. Die Publikationen sind Standardwerke des 20. Jahrhunderts aus dem jeweiligen Fachgebiet, etwa ein vierteiliges Konvolut zum grafischen Werk der Familie Carracci mit einer Taxe von 180 Euro. Die 13 Publikationen zu Marc Chagall, unter anderem von Eberhard W. Kornfeld, Charles Sorlier oder Ulrike Gauss, warten auf 400 Euro, während „The illustrated Bartsch“, ein Standard-Handbuch zur europäischen Druckgrafik, mit 8.000 Euro gelistet ist.

Die Versteigerung beginnt am 30. November um 10 Uhr. Die Losnummern aus dem Grafikantiquariat werden ab 18 Uhr aufgerufen. Eine Vorbesichtigung der Werke ist bis zum 28. November täglich von 10 bis 18 Uhr möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.bassenge.com.

Kontakt:

Galerie Gerda Bassenge

Erdener Straße 5a

DE-14193 Berlin

Telefon:+49 (030) 893 80 290

Telefax:+49 (030) 891 80 25

E-Mail: art@bassenge.com



24.11.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Claudia Rauth

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