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Horst Hussel gestorben

Horst Hussel ist tot. Nach schwerer Krankheit starb der Künstler am 18. November im Alter von 83 Jahren in einem Berliner Hospiz. Der Illustrator wurde 1934 in Greifswald geboren und wuchs in Sternberg bei Wismar auf. In den 1950er Jahren studierte er Malerei in Dresden und im damaligen Ost-Berlin. Beide Male wurde er „wegen formalistischer Umtriebe“ exmatrikuliert. Von 1958 bis 1961 absolvierte er dann ein Grafikstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg bei Friedrich Stabenau. Anschließend ging er zurück in die DDR und war während der deutschen Teilung als Buchillustrator, Grafiker und Herausgeber in Ost-Berlin tätig.

Horst Hussel machte sich früh als Illustrator einen Namen und schuf Zeichnungen für insgesamt 130 Bücher sowie für die Zeitschriften „Sybille“ und „Das Magazin“. Laut „Neuer Züricher Zeitung“ sei Hussel einer der bedeutendsten Buchkünstler der DDR gewesen. Nach der Wiedervereinigung gründete er seinen eigenen Buchkunst-Verlag, die Dronte-Presse, und arbeitete er als freischaffender Künstler. Der „Tagesspiegel“ bezeichnete ihn als „ersten und letzten Dadaisten der DDR“. Sein umfangreiches Œuvre besteht größtenteils aus Grafiken und Zeichnungen. Hussel blieb dem Figurativen treu, auch wenn er es stark abstrahierte. Er zeichnete dynamisch, mit lockerer Linienführung und wählte für seine Motive oft das menschliche Abbild. Fratzenartige Gesichter auf dünnen Strichmännchenkörpern tauchen immer wieder in seinen Werken auf. Später beschäftigte er sich intensiver mit der Malerei, wobei er sich vor allem mit Komplementärfarben auseinandersetzte.

Horst Hussel gewann einige Kunstpreise wie die Friedrich-Schröder-Sonnenstern-Medaille (1969), den Jule-Hammer-Preis (1993), die Dürer-Plakette (2001) und die Hans Meid-Medaille (2003). Außerdem war der Grafiker Mitglied des Pen-Zentrums.

Quelle: Kunstmarkt.com/Katja Hock

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