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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Mit der neuen „Art Düsseldorf“ mischt die Landeshauptstadt und Kunstmetropole am Rhein nach langer Pause wieder kräftig im Kreis der deutschen Kunstmessen mit

Internationaler Blick, regionale Verortung



auf der Art Düsseldorf 2017

auf der Art Düsseldorf 2017

„Wir wollen eine Messe, die zu Düsseldorf und der Region passt. Inhaltlich bewegt sich das Angebot nicht nur in der Region, sondern schaut auch stark auf das internationale Geschehen.“ So Messedirektor Walter Gehlen auf der Pressekonferenz kurz vor dem Start des neuesten Sterns am deutschen Messehimmel. Nach 15 Jahren als Kunstmesseveranstalter in Köln haben sich Gehlen und sein Partner Andreas Lohaus die Frage nach einer Weiterentwicklung gestellt. Termine und Ausstellungsort, Format und Ambiente waren in Köln einfach nicht mehr zufriedenstellend zu vereinen. So sind sie rheinabwärts nach Düsseldorf gezogen, haben im Areal Böhler, einem aufgelassenen Industriekomplex im Westen der Stadt, den idealen Standort gefunden und die „Art Düsseldorf“ ins Leben gerufen. Zusammen mit dem Live Marketing Unternehmen MCH Group in Basel, das auch die Art Basel ausrichtet, konnten sie ein Zugpferd der internationalen Messeszene mit ins Boot holen, das mit 25,1 Prozent der Anteile und einer Option auf Erhöhung beteiligt ist. Die Veranstalter gehen von einem langfristigen Engagement in der nordrhein-westfälischen Landehauptstadt aus. Für das kommende Jahr steht der Termin jedenfalls auch schon fest.


Ein Zulassungsausschuss hat die rund 80 Aussteller ausgewählt, davon viele aus Düsseldorf und der näheren Umgebung sowie 20 ausländische Galerien. Bei aller Internationalität fällt beim ersten Rundgang die betonte Verortung in der Region auf. Auf Schritt und Tritt begegnen dem Messebesucher auf der Art Düsseldorf Werke von Akademieprofessoren und -schülern sowie in der Gegend beheimateten Künstlern. Allesamt eint sie ein hoher Bekanntheitsgrad. Junge, unbekannte, rebellische Positionen sind selten. Symptomatisch dazu bewegen sich Thomas Schüttes nicht verkäufliche Bronzefiguren „Ganz große Geister“ als Leihgabe einer privaten Sammlung inmitten der Kojen. Geradezu ideal offenbart sich das Ambiente der alten Fabrikationshalle auf dem Gelände der Böhlerwerke. Auch wenn der verwirrende Weg über das weite Fabrikareal etwas umständlich ist, bietet die hochwertig restaurierte, luftige und durch großzügige Verglasung taghell erleuchtete Stahlarchitektur eine Umgebung, in der man sich gerne aufhält.

Wie sehr eine private Messeveranstaltung immer auch ein Glücksspiel ist, darauf verweist treffend die 1987 von Robert Motherwell geschaffene Collage „Game of Chance“, die bei der Kölner Galerie Boisserée für 13.800 Euro hängt. Galerist Johannes Schilling, der fest an die Zukunft der Art Düsseldorf glaubt, bietet ein breites Spektrum aus seinem Galerieprogramm in der großen Koje, in die Julian Opie mit sechs bei Bewegung sich verändernden Lentikularobjekten unter dem Titel „Nature 2“ für 39.000 Euro hineinleitet. Der Hingucker hier ist allerdings Jan Voss mit dem bunten versatzstückhaften Acrylgemälde „Grande instance“ aus dem Jahr 2015, für das 65.000 Euro erwartet werden. Gegenüber lockt bei Michael Werner ein Gemälde des Düsseldorfers Jörg Immendorff auf den Stand. Wer das 1990 entstandene Doppelportrait „Georg und Rudolf“ erwerben will, muss 360.000 Euro bereithalten. Die „Hundekunst“, ein grafisches, auf dem Kopf stehendes Hundebild von Georg Baselitz, offeriert Werner für 280.000 Euro. Auch das teuerste Exponat der Art Düsseldorf findet sich hier: Francis Picabia, der bekannte französische Dadaist, will für das um 1939 auf Holz aufgetragene Ölgemälde „Reclining Nudes“ 5,8 Millionen Euro sehen.

Auch Beck & Eggeling haben es sich nicht nehmen lassen, als Düsseldorfer auf der Premiere der neuen Messe mit dabei zu sein. Geradezu imperiale Ausmaße hat das drei mal viereinviertel Meter messende Ölbild „Gelbes Atelier“ von Norbert Tadeusz, das zahlreiche kunstgeschichtliche Bezüge aufgreift und für 114.000 Euro zum Kauf steht. Daneben haben die Galeristen eine Gruppe aus 30 stehenden kopflosen Menschenfiguren aus Sackleinen von Magdalena Abakanowicz aufgebaut, bei der der Preis auf stolze 1,2 Millionen Euro klettert. „Wooden Crystal“ betitelte im Jahr 2001 Tony Cragg seine erste Skulptur aus Holz. Wer sich dieses rot schimmernde Unikat sichern möchte, muss zu Mario Mauroner Contemporary Art gehen und 393.000 Euro hinblättern. Hier findet sich auch das aus gestapelten Koffern, herabhängenden Glühbirnen sowie einem Video zusammengesetzte Werk „Cariatide dei Poveri“ von Fabrizio Plessi für 275.000 Euro.

In der Fluchtlinie des Seitenganges hat sich die Mainzerin Dorothea van der Koelen mit einem ausladenden Stand positioniert. Schon von weitem leuchten Daniel Burens „Cadre décadré – 16 C4“ von 2006 aus ihren mit roter und blauer Transparentfolie überfangenen Plexiglasscheiben, die je zu 115.000 Euro abgegeben werden. Mit 20.000 Euro deutlich günstiger hat van der Koelen eine kleine Kostbarkeit von Günther Uecker verzeichnet. Soviel muss man für ein Exemplar der Zeichnungsserie aus Marmorstaub investieren, die der Wahldüsseldorfer 1987 schuf. Die Mönchengladbacher Galerie Löhrl präsentiert eine Reihe aus vier „Lörrach-Männern“ von Stephan Balkenhol, der in diesen Tagen eine Figur aus dieser Serie in Lörrach als Großplastik einweiht. Ein Exemplar der 30er Edition kostet 17.800 Euro. Seltener ist Gregor Schneider mit Werken auf Kunstmessen vertreten. Doch Dietmar Löhrl zeigt von ihm die schwarze Fotoarbeit „Totes Haus ur Rheydt – Tag“ aus dem Jahr 2000 für stolze 48.000 Euro.

Bei der Galerie Utermann aus Dortmund stößt man auf den ehemaligen Düsseldorfer Akademiedirektor Norbert Kricke. Seine aus dem Nachlass stammende Raumplastik „Tempel“ von 1952 aus einer gelben zackigen Linie steht hier für 280.000 Euro bereit. Daneben verdient ein Ölgemälde von Fritz Winter Aufmerksamkeit. „Vorbei gleitendes Schwarz“ von 1953 ist mit den schwarzen ziehenden Balken auf farbigem Grund ein charakteristisches Werk des deutschen Informel und liegt bei 135.000 Euro. Ein Flachrelief des Japaners Tadashi Kawamata lockt in die Koje von Kamel Mennour aus Paris. Die Landschaftsanmutung „Chaumont sur Loire n° 3“ mit Baumstämmen um einen Holzpfad aus dem Jahr 2013 verlangt 38.000 Euro. Die neu entstandene konkave Reliefscheibe „Mirror Apple Magenta to Gray“ von Anish Kapoor rangiert bei der Galerie Mennour mit 600.000 Euro deutlich höher.

Etwas spritziger geht es auf dem Stand von Johann König aus Berlin zu. Hier hängen von der Decke ineinander verschachtelte offene Quadrate aus Stahl von Jose Dávila für 46.000 Euro herab. In Anspielung auf Josef Albers betitelte der Mexikaner das Werk von 2017 mit „Homage to the Square“. Andreas Schmitten interpretiert den „Wald“ auf seine Weise im Rahmen eines riesigen Kastens aus Metall und Acryl, durch den man in die Koje schauen und ihn für 50.000 Euro nach Hause holen kann. Gegenüber stellt die New Yorker Galerie Zwirner ein an die gestische Malerei erinnerndes Großfoto von Thomas Ruff vor, der zur Zeit Arbeiten aus derselben Serie bei einer Ausstellung in der Londoner Whitechapel Gallery präsentiert. Für die abstrakten Farbformen „r.phg.06_I“ aus dem Jahr 2013, die sich aus der Idee des Fotogramms speisen, aber digital am Computer entwickelt sind, fordert David Zwirner 85.000 Euro.

Wer jedoch die dichten Farbuntersuchungen des Düsseldorfer Künstlers Gotthard Graubner vorzieht, wird etwas weiter bei Paul Schönewald fündig. Sein Kissenbild „respiro“, das die Valeurs zwischen Hellrot und Violett auskundschaftet, kann der Interessent für 550.000 Euro mitnehmen. Ursula Krinzinger hat aus Wien zwei neue Gemälde des Enfant terrible Jonathan Meese mitgebracht. Die vorwiegend in Schwarz-Weiß gehaltenen Figuren „Gold Fräulein Germany de Moneypenn’ de Lago“ sowie „Flitz de Büx“ kosten je 55.000 Euro. In der Nähe des Ausgangs hat die Galerie Brigitte Schenk aus Köln die raumgreifende Mixed Media-Installation „Der Zuwachs fällt der Hauptsache zu“ von Klaus Fritze errichtet. Im Mittelpunkt steht ein besteigbarer Hochsitz aus Holz, wie man ihn von der Jagd kennt. Am Schluss des Rundgangs hier oben angekommen, schweift der Blick über eine gelungene Art Düsseldorf, die sich um einen versierten Start keine Sorgen zu machen braucht.

Die Art Düsseldorf hat am 17. November von 12 bis 19 Uhr, am 18. und 19. November von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 25 Euro, ermäßigt 20 Euro, das Zwei-Tages-Ticket 35 Euro.

Art Düsseldorf – Areal Böhler
Hansaallee 321
D-40549 Düsseldorf

Kontakt:

Art.Fair International GmbH

Altenburgerstraße 36

DE-50678 Köln

Telefon:+49 (0221) 56 910 911

Telefax:+49 (0221) 56 910 912

E-Mail: contact@art-fair.de

www.art-dus.de



17.11.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Tadashi Kawamata, Chaumont sur Loire n° 3, 2013
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Fabrizio Plessi, Cariatide dei Poveri
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Norbert Kricke, Tempel, 1952

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Norbert Tadeusz, Gelbes Atelier

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am Stand der Galerie König aus Berlin

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Jan Voss, Grande instance, 2015

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Tony Cragg, Wooden Crystal, 2001

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Fritz Winter, Vorbei gleitendes Schwarz, 1953

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Jörg Immendorff, Georg und Rudolf, 1990

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Thomas Ruff, r.phg.06_I, 2013

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Fabrizio Plessi, Cariatide dei Poveri

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Francis Picabia, Reclining Nudes, um 1939

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Tadashi Kawamata, Chaumont sur Loire n° 3, 2013

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