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Altenbourg-Preisträgerin Pia Fries zeigt „Vier Winde“

Pia Fries, Sert, 1996

Am Sonntag hat Pia Fries den Gerhard-Altenbourg-Preis 2017 erhalten. Mit der Auszeichnung ist die Ausstellung „Vier Winde“ im Lindenau-Museum in Altenburg verbunden, in der die Schweizerin nun neben neuen Arbeiten Werkgruppen aus den letzten drei Jahrzehnten präsentiert, darunter eine Serie, die in Auseinandersetzung mit Maria Sibylla Merian entstanden ist. In vegetabilen Formen erstrecken sich hier knallig-bunte Ölfarben auf überdimensionierten Holztafeln mit Siebdruckfragmenten aus Merians Bildern. Dieses Verfahren fand bereits in einer anderen Serie zu Hendrick Goltzius’ „Himmelsstürmern“ Anwendung, die ebenfalls in der Schau vertreten ist. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das zeichnerische Œuvre Fries’, das das Lindenau-Museum in seiner ganzen Breite vorstellt.

Die 1955 in Beromünster im Kanton Luzern geborene Pia Fries ist eine Vertreterin der reinen Malerei. Nach einem Studium an der Kunstgewerbeschule Luzern wechselte sie 1980 an die Kunstakademie Düsseldorf, wo sie ihre Ausbildung 1986 als Meisterschülerin bei Gerhard Richter abschloss. Es folgten Lehraufträge und Professuren in Düsseldorf, Karlsruhe und Berlin. Seit 2014 hat die international renommierte Künstlerin eine Professur für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München inne, wo sie neben Düsseldorf auch wohnt. Ihre Werke sind einem Farbenspiel verpflichtet, das sich frei von allen Bindungen auf weißer Fläche entwickelt. Ihre Farben sind Energien, die sich wandeln und auf ihren furiosen Bildern sich als Metamorphosen Bahn brechen.

Der Gerhard-Altenbourg-Preis ist der bedeutendste Thüringer Kunstpreis. Alle zwei Jahre vergibt ihn ein vom Lindenau-Museum Altenburg berufenes Experten-Kuratorium an zeitgenössische Künstler als Ehrung für ihr herausragendes Lebenswerk. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Carlfriedrich Claus, Roman Opalka und Cy Twombly. Parallel zur diesjährigen Ausstellung „Vier Winde“ sind auch Arbeiten früherer Preisträger im Lindenau-Museum zu sehen.

Die Ausstellung „Vier Winde – Pia Fries“ läuft bis zum 18. Februar 2018. Das Lindenau-Museum hat werktags außer montags von 12 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Lindenau-Museum Altenburg
Gabelenzstraße 5
D-04600 Altenburg

Telefon: +49 (0)3447 – 89 55 3
Telefax: +49 (0)3447 – 89 55 44

Quelle: Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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12.11.2017, Vier Winde – Pia Fries. Gerhard-Altenbourg-Preis 2017

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Variabilder:

Pia Fries,
 Sert, 1996
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Künstler:

Pia Fries








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