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Hieronymus Bosch zieht in Wien um

Burgert & Bosch – die Gemäldegalerie der Wiener Kunstakademie zu Gast im Theatermuseum

Hieronymus Boschs Hauptwerk „Weltgerichts-Triptychon“ zieht gemeinsam mit Arbeiten renommierter Kollegen wie Peter Paul Rubens’, Lucas Cranachs d.Ä. oder Tizians von der Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste in Wien in die Räume des Theatermuseums. Der Grund hierfür ist die Sanierung der Akademie. Das Bosch-Gemälde ist ab morgen nun drei Jahre lang an seinem neuen Ausstellungsort zu sehen. Hier trifft das um 1500 entstandene Weltgerichts-Triptychon aktuell auf Jonas Burgerts Gemälde „Ihr Schön“ von 2016. Diese Paarung gehört zur Reihe der „Korrespondenzen“, die den Weltgerichtsaltar regelmäßig mit Arbeiten anderer Künstler in Beziehung setzt.

Jonas Burgert, 1969 in Berlin geboren, malt gegenständlich und nutzt manchmal sehr große Formate. Wie die Alten Meister verwendet auch Burgert gerne einen dunklen Grund, um die helleren Farben seiner Figuren leuchtend auftreten zu lassen, so auch in dem Gemälde „Ihr Schön“, das wie für das Schaffen des Malers üblich zunächst chaotisch scheint. Es gibt wie bei Hieronymus Bosch keinen durchgehenden Erzählstrang, vielmehr wirken die Szenen collageartig nebeneinander gesetzt. Vor einem farbfreudigen Berg aus bizarren Lebewesen, ineinander verschränkten absurd wirkenden Figuren und Fantasiegeschöpfen, wie dem an einen blauen Kraken erinnernden Tier, steht reglos eine Frau im Profil. Sie ist in ein schwarz-weiß gestreiftes lockeres Kleid gehüllt und blickt als einzige aus dem Bild.

Sowohl bei Hieronymus Bosch als auch bei Jonas Burgert muss der Betrachter sich in das Werk „einsehen“. Der deutsche Maler nutzt gerne Bandagen, die mal als Turban dienen, mal die einzelnen Figuren verbinden oder fesseln. Während bei Bosch Dämonen die Menschen quälen, scheinen die Gestalten bei Burgert sich selbst zu martern oder an inneren Qualen zu leiden. Gerade diese Mischwesen verbinden beide Künstler. So besitzt die Frau mit dem gelben „Turban“ in der Bildmitte eine Hand, die aus Zweigen und Ästen besteht. Burgert steigert sein Kolorit, indem er etwa Neonfarben einsetzt. Der in Berlin lebende Maler erklärt: „Über die Farbe versuche ich, den Zynismus unserer Gegenwart zu dokumentieren, den scheinwerfergrellen Unterhaltungswahnsinn der Medien, dem wir alle ausgeliefert sind.“

Die Ausstellung „Korrespondenzen. Bosch & Burgert“ läuft vom 8. November bis zum 2. April 2018. Das Theatermuseum in Wien hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Neujahr. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren ist er kostenlos.

Gemäldegalerie der Akademie zu Gast im Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2
A-1010 Wien

T +43 (0)1 – 525 24 34 60

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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08.11.2017, Korrespondenzen: Bosch & Burgert - Jonas Burgert: Ihr Schön

Bei:


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Burgert & Bosch – die
 Gemäldegalerie der Wiener Kunstakademie zu Gast im Theatermuseum
Burgert & Bosch – die Gemäldegalerie der Wiener Kunstakademie zu Gast im Theatermuseum

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Hieronymus Bosch, Weltgerichts-Triptychon, um
 1490/1505
Hieronymus Bosch, Weltgerichts-Triptychon, um 1490/1505

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Hieronymus Bosch und Jonas Burgert stehen sich im
 Theatermuseum Wien gegenüber
Hieronymus Bosch und Jonas Burgert stehen sich im Theatermuseum Wien gegenüber

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Hieronymus Bosch

Künstler:

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