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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Kunst des 20. Jahrhunderts mit einigen Entdeckungen bei Irene Lehr in Berlin

Grimmiger Kinderschreck



Christian Rohlfs, Tessiner Bergwand, um 1928

Christian Rohlfs, Tessiner Bergwand, um 1928

„Seine Malerei ist Musik der Farben. Jeder Ton, jedes Verhältnis zweier Töne entwickelt Reize. Seine Ausschnitte sind so gewählt, daß Mengen und Gegensätze der Farben im Gleichgewicht stehen. Auch die Linien sind vor allem Grenzen für Farbkomplexe und nur selten, wie zufällig, Mittel einer Raumsuggestion.“ Das schrieb Karl Ernst Osthaus, der große Sammler und Museumsgründer, 1905 über die Kunst von Christian Rohlfs. Osthaus’ Aussage trifft auch auf die gut zwanzig Jahre später geschaffene „Tessiner Bergwand“ zu. Rohlfs verzichtet hier fast völlig auf die Darstellung eines Gegenstands; es bleibt nur noch die Erinnerung an ein Bergmassiv. Vielmehr gewinnt die Farbe die Oberhand, die das Gesehene entmaterialisiert und fast licht wirken lässt. Das Rot dominiert eindeutig, durchsetzt mit einigen grünen vertikalen Streifen und abgeschlossen am oberen Bildrand von einer dunkleren Zone mit blauen Anteilen. Zusammen entwickeln sie diese wundersamen Reize und orchestralen Farbklänge, für die Rohlfs’ Malerei steht.


Christian Rohlfs’ „Tessiner Bergwand“ gehört nun zu den Highlights, mit denen Irene Lehr in die Herbstsaison geht, und will 35.000 Euro sehen. Die Berliner Auktionatorin kann am 28. Oktober mit weiteren großen Namen aus der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts aufwarten, etwa mit Lyonel Feininger. Aus seinem Spätwerk stammt die aquarellierte Tuschfederzeichnung „Blauer Himmel über dem Meer“. Wäre da nicht die Andeutung eines Horizonts und unten rechts ein kleiner Dampfer, könnte man dieses luftige Seebild aus dem Jahr 1954 ebenfalls als abstrakte Farbsymphonie in Blau verstehen (Taxe 24.000 EUR). Ebenso luzid wie Rohlfs hat Lesser Ury 1895 in einem Pastell den „Jüdischen Friedhof“ wohl in Schwerin an der Warthe in hellen Farben aufgenommen (Taxe 15.000 EUR).

Picassos erotischer Faun an der Spitze

Aus dem deutschen Expressionismus treten noch Emil Nolde mit seiner 1910 radierten Sicht auf die Hamburger Katharinenkirche (Taxe 10.000 EUR) oder Peter August Böckstiegel mit einem schlichten Stillleben samt roten Tulpen in einer hellen Vase, zwei Äpfeln und einem Keramikkrug von 1943 für 15.000 Euro hinzu. Eindrücklich ist Edvard Munchs Radierung mit einem stillen, in sich gekehrten, fast trostlosen „Mädchen am Fenster“ von 1894. Der Abzug stammt aus der Sammlung des bekannten Kunsthistorikers und Munch-Vertrauten Julius Meier-Graefe (Taxe 18.000 EUR). Die höchste Schätzung von 50.000 Euro hat Irene Lehr für Pablo Picassos bekannte Aquatintaradierung „Faune dévoilant une dormeuse“ von 1936 veranschlagt. Das erotische Blatt 27 der „Suite Vollard“ in der 250er Auflage von 1939 steigt somit marktgerecht auf das Auktionspult.

Aus der Epoche nach dem Zweiten Weltkrieg stehen sich abstrakte und gegenständliche Strömungen gegenüber. Die gestische Kunst vertritt etwa Hans Hartung mit seiner schwarzen Pinselstrichelung „T 1979-H 12“ auf gelb-blauem Farbverlauf von 1979 (Taxe 30.000 EUR) oder Fred Thieler mit einer gesteinsartigen Schichtung in Rot, Grau und Weiß von 1978 (Taxe 3.000 EUR). Während Gotthard Graubner 1984 auf einer Gouache eine leuchtend gelbe, rote und rosa-violette Farbwolke erzeugt (Taxe 10.000 EUR), konzentriert sich Heinz Mack in seinem zehn Jahre jüngeren Ölgemälde „Almanach“ auf die Brechung von Licht und hat über dem Fond einer blauen Rautenstruktur mehrere kleine Quadrate in den Spektralfarben aufgebracht (Taxe 14.000 EUR). In einer kleinen Acrylmalerei staffelt Katharina Grosse um 1993 mehrere Farbbahnen hintereinander und deutet somit eine Raumtiefe an (Taxe 3.000 EUR). In die reale Dreidimensionalität greift Jiri Hilmar mit dem Kartonobjekt „Obsah 027/1071“ aus und hat dafür eine Unzahl an quadratischen Kartonelementen in Schwarz und Blau so regelmäßig appliziert, dass sich aus dem Dickicht immer wiederkehrender Formen ein Karo herausschält (Taxe 15.000 EUR).

Auf der anderen Seite steht prominent Pop Art-Großmeister Andy Warhol mit dem bekannten Farboffset der Hollywood-Ikone „Liz“ Taylor aus dem Jahr 1964 (Taxe 25.000 EUR). Darum gruppieren sich etwa die extravagante Gestalt des nonkonformistischen DDR-Punks „Triton R3“, die Clemens Gröszer 1984/86 zum Zweck der Augentäuschung mit der Spielkarte Herzzehn und einer Rasierklinge collagiert hat (Taxe 8.000 EUR), Marwans Aquarell eines bittenden Jungen mit ausgestreckten Armen von 1971 (Taxe 7.000 EUR) oder Harald Metzkes’ Ölbild „Der Jongleur“ von 1996, der über einer ungläubigen Menschenmenge auf einem Feld seine Kunststücke vorführt (Taxe 6.000 EUR). Der Mensch steht auch im Zentrum von Horst Janssens Schaffen, etwa wenn der Hamburger 1972 eine Straßenszene mit seltsam unbeteiligten Figuren nach Constantin Guys zeichnet (Taxe 4.000 EUR) oder um 1993 das kraftvolle „Bildnis Lamme“ fragmentarisch entwickelt (Taxe 7.000 EUR).

Würdigung für Altenbourg

Einen eigenen Katalog hat Irene Lehr dem zeichnenden Einzelgänger Gerhard Altenbourg widmen können und darin 44 Positionen versammelt, die zwischen landschaftlicher Anmutung und abstrakter Kleinteiligkeit changieren. Die Offerte setzt mit dem Jahr 1940 und einem Aquarell ein, in dem Altenbourg seine thüringische Heimat in einer kleinen Hügellandschaft mit Dorf und Bauernhäusern einfängt (Taxe 3.000 EUR). Doch schon sieben Jahre später ist in der dichten Schraffur der Pastellkreiden und Farbstifte vom titelgebenden „Vor dem Tor und Baumweb“ nur noch eine expressive Malgeste geblieben (Taxe 4.500 EUR). Schemenhaft tritt uns der Künstler ein Jahr später in dem mit Schuhcreme gefertigten „Dunklen Selbstbild“ frontal entgegen (Taxe 3.000 EUR). Für je 12.000 Euro gibt es ein Andenken an die „Landschaft Oberweimar“ von 1951, das „Dörfliche Ehrenmal“, entstanden im Zusammenhang mit einem Studienaufenthalt in Merxleben, oder die ebenso deutlich sichtbare „Unglückliche Dritte“ von 1955. Die Metamorphose zwischen Mensch und Natur gelingt Gerhard Altenbourg in dem Tusche-Aquarell „Blütenliebesspiel“ von 1953 (Taxe 18.000 EUR), im ebenfalls rot leuchtenden „Stillleben im Herbst“ von 1955 (Taxe 20.000 EUR) oder im dichten Linienteppich der „Leiber der Berge“ von 1975 (Taxe 10.000 EUR).

Dass Altenbourg auch als Plastiker tätig war, darauf verweisen seine beiden Messinggüsse „Figuren“ von 1956, die als Reliefs rhythmisiert in einen rechteckigen Rahmen eingespannt sind (Taxe 8.000 EUR), und die elegant geschwungenen „Schwanenhand“ von 1973 (Taxe 4.000 EUR). Auch sonst kann Irene Lehr einige schöne Bespiele deutscher Bildhauerkunst aus dem 20. Jahrhundert anbieten. Dazu gehören zunächst Ernst Barlachs Bronze „Die Kupplerin II“ von 1920 in einem späteren Guss wohl aus den frühen 1950er Jahren (Taxe 16.000 EUR), Christoph Volls eher humoristische Arbeit „Zu Pferde mit Schwierigkeit“ um 1925 (Taxe 12.000 EUR) oder Herbert Volwahsens inniger, in einen Mantel gehüllter „Kniender Jüngling“ von 1947 (Taxe 5.000 EUR), der in Werner Stötzers „Knienden“ einen kopflosen Doppelgänger hat (Taxe 1.800 EUR). Vollkommen nackt lässt auch Gerhard Marcks seinen anmutigen „Kleinen Orpheus“ im Jahr 1975 auftreten (Taxe 6.000 EUR).

Zu dieser Zeit hatte Hans Uhlmann die Darstellung des Menschen in der Bildhauerei schon längst aufgegeben und war zu ungegenständlichen Lösungen gelangt. Zwar erinnert seine Stahlskulptur von 1958 an eine Gießkanne, doch sind dem studierten Ingenieur mechanische und konstruktive Elemente wichtiger als die Naturnachahmung (Taxe 40.000 EUR). Bei Erich Hauser geht es geometrisch und zackig zu, wenn er 1984 seine Quader diagonal aufschneidet und zu einer spitzwinkligen Stele zusammenfügt (Taxe 4.000 EUR). Charakteristisch für das Werk von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff sind Skulpturen aus einzelnen aneinander gelöteten Drähten, die etwa 1979 ein Bogenmotiv ausbilden und zur „Landschaft II“ werden (Taxe 12.000 EUR) oder in „73/5“ von 1973 zwei Säulen wie mit einem Mantel umgeben (Taxe 15.000 EUR). Einer weiß gefassten Holzstele verleiht Leo Erb 1990 durch ein Winkelmotiv ihre Spannung (Taxe 3.000 EUR). Die jüngere Künstlergeneration arbeitet wieder verstärkt figurativ, um damit ihre gesellschaftspolitischen Aussagen zu treffen. So irritiere der Pole Zbigniew Libera 1996 die Kunstszene, in dem er mit Lego-Steinen den Bausatz eines Konzentrationslagers erstellte. Ein Konvolut von elf Fotografien dokumentiert seine Arbeit „KZL Lego“ (Taxe 6.000 EUR).

Beharrlich fürs Vergessene

Irene Lehr ist immer auch eine Fürsprecherin für weniger bekannte oder gar vergessene Künstler. So listet der Katalog etwa die Düsseldorfer Malerin Nora Dahlen, von der nicht vielmehr greifbar ist als ihr Geburtsdatum am 24. Februar 1864 und ihr Engagement im „Jungen Rheinland“. Dennoch weist ihre Gouache „Liegende Kuh“ um 1920 mit Anklängen an Heinrich Campendonk die Künstlerin auf der Höhe der Zeit aus (Taxe 300 EUR). Als Malerkollegin tritt die 1942 im KZ Theresienstadt ermordete Jüdin Clara Arnheim auf, die noch ganz unbeschwert drei „Badende Jungen“ an einem Sommertag in Levanto an der ligurischen Küste sah (Taxe 5.000 EUR). Im von ihr 1922 mitbegründeten „Hiddensoer Künstlerinnenbund“ war auch Elisabeth Büchsel tätig, die um 1920 in figurativ expressiven Formen einen „Fischer in den Dünen“ festhielt (Taxe 1.200 EUR). An der Ostsee war zudem Alfred Partikel tätig, der sich um 1920 dem biblischen Thema des „Verlorenen Sohnes“ in leicht kubistischen Formen annahm (Taxe 7.000 EUR) und 1926 zwei „Badende in Ostseelandschaft“ beim Müßiggang beobachtete (Taxe 4.000 EUR).

Als Hamburger Impressionist tritt Ernst Eitner mit mehreren Gemälden an, der bei wolkenverhangenen Tagen 1891 den belgischen Badeort Knokke oder um 1905/10 das heimatliche Kleinborstel mit überschwemmter Alster besuchte (Taxe je 1.200 EUR). Richard Birnstengel nimmt uns zum gleichen Preis um 1930 zu einem Fischmarkt in Litauen mit, Harry Deierling für 6.000 Euro 1929 zu einer farbenfrohen, in vereinfachten Formen gemalten „Landpartie“, die wohl die Bäckerzunft veranstaltete. Fast völlig aus dem öffentlichen Bewusstsein ist auch der norddeutsche Landschaftsmaler Jan Laß verschwunden, der 1922 in ebenso kräftigem Kolorit und mit sanfter Stilisierung der Wolken- und Bodenformation eine nordfriesische Hallig anlegte (Taxe 1.500 EUR). Auch Willi Maillard schwelgte in den frühen 1910er Jahren bei seiner unprätentiösen „Dorfansicht“ und bei dem „Blauen Haus mit Türmchen“ in der Farbe (Taxe je 3.000 EUR).

In gemäßigt expressiven Bahnen bewegen sich Willy Jaeckels Sicht auf die „Allgäuer Berge“ um 1920 (Taxe 5.000 EUR) und Paul Kuhfuss’ leicht aus den Fugen geratener „Kanal in Potsdam“ mit Blick auf die Nikolaikirche (Taxe 6.000 EUR). Oskar Gawell aquarellierte um 1925 dann das italienische, malerisch gelegene Küstendorf „Positano“ in ruhigen Morgenstunden (Taxe 900 EUR). Deutlich hat sich Otto Rudolf Schatz 1922 bei seinem knorpeligen „Weiblichen Akt, zurückgelehnt“ an dem vier Jahre zuvor verstorbenen Wiener Künstlerkollegen Egon Schiele orientiert (Taxe 5.000 EUR). Expressionistisch ist auch der Zugriff Erich Wegners auf einem grimmigen „Kinderschreck“ von 1921 (Taxe 3.000 EUR) oder Carl Lohses auf einen Frauenkopf, der 1919/20 während seines Aufenthalts in Bischofswerda als Teil einer Werkgruppe von rund 60 Portraits entstand (Taxe 7.000 EUR). Dagegen übt sich Bruno Breil um 1933 bei seinem sanften Mädchen mit weißem Kopftuch in neusachlicher Zurückhaltung (Taxe 2.500 EUR). Ebenso gedämpft agiert um 1926 der Bildhauer Hans Schmitz auf einem Portrait seines Kölner Künstlerkollegen Ludwig Ernst Ronigs (Taxe 15.000 EUR).

Was war in der DDR los?

Albert Ebert und Josef Hegenbarth nehmen uns dann in den Zirkus mit. Ebert stellt uns 1962 mit melancholischer Grundstimmung einen Clown, ein Paar bei der Tierdressur und ein weißes Pferd vor (Taxe 6.000 EUR), Hegenbarth um 1950 eine energische Zirkusreiterin vor angedeuteter Zuschauermenge (Taxe 8.000 EUR). Weitere fünf Arbeiten stehen von dem Dresdner Maler zur Verfügung, darunter ein ebenfalls nur schemenhafter „Kinderkarneval“ um 1948 (Taxe 4.000 EUR) oder ein aquarellierter „Mädchenkopf“ um 1940 (Taxe 3.000 EUR). Malerkollege in der DDR war Albert Wigand, der mit fünf Positionen antritt, etwa mit zwei in die Fläche gebannten Straßenbildern um 1960, die auf sein Stadterlebnis von Sedan in den Ardennen während des Ersten Weltkriegs zurückgehen: Die „Sedanfassade mit Ladenschildern“ verlangt 12.000 Euro, die etwas kleinere „Sedanfassade mit zwei Frauen“ 10.000 Euro. Else Hertzer konzentriert sich bei ihrem spannungsreichen „Bauerntanz“ von 1955 auf zwei Personen, die sie wie Spielfiguren in vereinfachten Formen wiedergibt (Taxe 900 EUR). Bekannter im Westen war durch seine großen Staatsaufträge Werner Tübke. Menschenleer lässt er 1982 in einem Aquarell die Bucht von Miramare auf der griechischen Insel Hydra aufleben (Taxe 2.400 EUR), 1959 in altmeisterlicher Manier einen fein mit Bleistift gestrichelten weiblichen Akt (Taxe 2.000 EUR).

Auf der anderen ideologischen Seite des Kalten Kriegs stand Nicholas Krushenick. Er fügt kräftige Farbfelder, die er durch schwarze Umrisslinien voneinander trennt, zu abstrakten Kompositionen zusammen. Daher werden seine Werke auch als „Abstract Pop“ bezeichnet, etwa eine titellose Leinwand von 1970, in der er dem Wesen eines Gemäldes auf den Grund geht (Taxe 3.000 EUR). Ein Vertreter der Abstraktion in China ist Hsiao Chin, der von der traditionellen Malerei seiner Heimat ausgeht, sie aber auch wie in „Get up!“ von 1961 mit westlichen Traditionen verbindet (Taxe 6.000 EUR). Michael Buthe gelang ein fruchtbarer Austausch mit den Kulturen der arabischen Welt, was sich beispielweise in der intensiv farbigen, rot-goldenen Holzschale „Marrakesch“ von 1989 mit blauem Sternenhimmel niederschlug, die an ein rituelles Tag-Nacht-Gefäß erinnert (Taxe 3.000 EUR). Intergalaktisch scheint auch die quadratische dunkle Fliehkraftspirale „Rotation No. 19“ von Robert Rotar aus dem Jahr 1969 zu sein, die sich zur Mitte hin in einen weißen Stern verwandelt (Taxe 7.000 EUR).

Die Jüngsten

Die jüngere Künstlergeneration hat gleichfalls Einzug in den Katalog gehalten, etwa John Bock mit der Assemblage „Lasertörtchenplayer“ von 2004 aus Alltagsmüll im Objektkasten (Taxe 900 EUR), Shannon Bool mit einer bildarchäologische Ölmalerei auf Seide von 2006 (Taxe 600 EUR) oder Ulla von Brandenburg mit dem schwarzweißen „Schattenspiel“ mehrerer Figuren auf vier Bögen Seidenpapier von 2004 (Taxe 1.200 EUR). Den Frauenanteil erhöht noch Amelie von Wulffen mit ihrer collagierten Gouache von 2003, in der sie „Interior-Exterior“ als Sonnenbad und Wohnraum mit offenem Kamin gegenüberstellt (Taxe 800 EUR), oder mit einer gleichaltrigen aquarellierten Zeichnung, in der sie sich mit dem Gedankengut Alexander Solschenizyns auseinandersetzt (Taxe 600 EUR). Auch Klaus Zylla ließ sich von einem Schriftsteller inspirieren und holte sich 1995 für seine mit Worten befüllte Leinwand „In meiner Hauptstadt“ Anregungen bei Thomas Bernhard (Taxe 1.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 28. Oktober um 13 Uhr im Kempinski Hotel Bristol in Berlin. Die Vorbesichtigung läuft bis zum 26. Oktober täglich von 12 bis 19 Uhr in den Räumen des Auktionshauses. Der Online-Katalog listet die Objekte unter www.lehr-kunstauktionen.de.

Kontakt:

Dr. Irene Lehr Kunstauktionen

Sybelstraße 68

DE-10629 Berlin

Telefon:+49 (030) 881 89 79

Telefax:+49 (030) 881 89 95



24.10.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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