Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 16.03.2019 Auktion 270 'Europäisches Glas und Studioglas'

© Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

Anzeige

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Mädchen mit Katze / Otto Scholderer

Mädchen mit Katze / Otto Scholderer
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel, 1965 / Ernst Wilhelm Nay

Ohne Titel, 1965 / Ernst Wilhelm Nay
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Jan Koblasa ist tot

Jan Koblasa gestorben

Der Bildhauer Jan Koblasa ist letzte Woche im Alter von 84 Jahren gestorben. Der 1932 im südböhmischen Tabór geborene Künstler gründete 1969 die Bildhauerklasse an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und unterrichtete dort bis 1997. Koblasa, der auch als Maler, Grafiker und Essayist wirkte, kam 1968 nach Norddeutschland, um seine Einzelausstellung zur Kieler Woche vorzubereiten. Es folgte ein Aufenthalt in Italien, wo der Künstler die Nachricht von der Niederschlagung des Prager Frühlings erhielt. Daraufhin beantragte Koblasa Asyl in Deutschland und zog nach Kiel. Erst 1991 konnte er dank der Einladung des damaligen Präsidenten Václav Havel in seine Heimat zurückkehren. Fortan lebte und arbeitete er in Hamburg und Prag.

In Norddeutschland finden sich zahlreiche seiner Arbeiten im Öffentlichen Raum, darunter die Bronzegruppe „Drei Stehende“ von 1980/81 in Lübeck oder sein „Buddha“ aus Stein in Kiel von 1976. Das zentrale Thema der Skulpturen Jan Koblasas ist die menschliche Gestalt, die er als einzelne Figur oder die Gruppe ausführt und sie meist stark reduziert und gänzlich abstrahiert. So bliebt bei seiner „Arabella“ von 1983 im Kirchhof des Lübecker Doms nur ein rechteckiger Steinblock übrig. Oft liegt seinen Werken ein religiöses oder politisches Motiv zugrunde. Koblasa verfolgte in seinem Schaffen eine Innerlichkeit und erklärte dazu: „Ich will das sagen, was ist, aber nicht das, was sichtbar ist.“

1988 schuf Jan Koblasa die Bronzestele „Christus“ für den Skulpturenpark von Schloss Gottorf in Schleswig, dem er 1990 die vier bronzenen „Boten“ beifügte. Die zwei Arbeiten bilden nun eine sich ergänzende Gruppe, wobei die schlanken überlangen Figuren nachdenklich wirken. Jegliche Handlung ist durch das Fehlen von ausgreifenden Armen und Beinen minimiert. Der leicht geneigte Kopf der Christusfigur unterstützt den Eindruck der Verinnerlichung. Ein freundlicher und beschwingter Ton durchfließt die bunte und stark vereinfachte Form eines Hauptes in der Betonskulptur „Kopf“ von 1975 für die Paul-Gerhardt-Schule in Lübeck. Die farbige Gestaltung obliegt nach gewisser Zeit immer wieder den Schülern.

Jan Koblasa studierte von 1952 bis 1958 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. Parallel gründete er mit seinen Künstlerfreunden Bedrich Dlouhý, Karel Nepraš und Jaroslav Vožniak den dadaistischen Herrenklub Šmidrové. Koblasa stellte international aus, wurde mit Preisen und Würdigungen geehrt, darunter mit der Medaille ersten Grades der Tschechischen Republik für seine künstlerische Tätigkeit oder dem Preis der Grafikbiennale in Ljubljana, und war Ehrengast der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Zu seinem 80. Geburtstag wurde sein Œuvre in Ausstellungen im Neuen Museum Nürnberg und auf der Prager Burg gewürdigt. Zudem zeigte er seine Arbeiten im Museum Bochum und dem Landesmuseum Schleswig-Holstein. Von 2002 bis 2005 war Koblasa Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Prag.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Variabilder:

Jan Koblasa
 gestorben
Jan Koblasa gestorben

Variabilder:

Jan
 Koblasa, Arabella, 1983
Jan Koblasa, Arabella, 1983

Künstler:

Jan Koblasa








News vom 18.02.2019

Heilige und Dämonen für Karlsruhe

Heilige und Dämonen für Karlsruhe

„Bruderschaft der neuen Holzköpfe“ in Zürich

„Bruderschaft der neuen Holzköpfe“ in Zürich

Kunsthändlerin Mary Boone verurteilt

Abstraktion in Dresden

Abstraktion in Dresden

News vom 15.02.2019

Jonathan Meese total in Lübeck

Jonathan Meese total in Lübeck

Provenienzforschung in Dresden mit einem neuen alten Freund

Provenienzforschung in Dresden mit einem neuen alten Freund

Frieze startet in L. A.

Frieze startet in L. A.

Kiki Smith in München

Kiki Smith in München

News vom 13.02.2019

Koloman Mosers Arbeiten für das Theater in Wien

Koloman Mosers Arbeiten für das Theater in Wien

Axel Rüger geht nach London

Axel Rüger geht nach London

Sammler Peter C. Ruppert gestorben

Sammler Peter C. Ruppert gestorben

Sammlung Ziegler auf der Moritzburg in Halle

Sammlung Ziegler auf der Moritzburg in Halle

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Frank Fluegel - Purple Hat

Alex Katz im Daegu Art Museum in Korea
Galerie Frank Fluegel

Galerie Frank Fluegel - Purple Hat Alex Katz

Alex Katz im DAEGU ART Museum
Galerie Frank Fluegel

Henrik Hanstein zum Sprecher der European Art Market Coalition gewählt
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce