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Die Überwindung des Todes in Freiburg

Anton Vidokle, Immortality and Resurrection for All!, 2017

Der Kunstverein Freiburg geht aktuell der Frage der Unsterblichkeit nach. Den historischen Hintergrund bildet dabei die utopische Idee der Abschaffung des menschlichen Todes bei Nikolaj Fedorov und dem Russischen Kosmismus in der frühen Sowjetzeit. Diese Überlegungen greifen in der Schau „Immortalismus“ zehn zeitgenössischen Künstlern, darunter Harm van den Dorpel, Cécile B. Evans, die Gruppe Pakui Hardware, Oliver Laric und Kitty Kraus, in ihren transhumanistischen Visionen auf.

1922 forderten Moskauer Biokosmisten die Aufhebung der zeitlichen und räumlichen Begrenztheit des menschlichen Lebens mit der Parole „Immortalismus und Interplanetarismus“. Die Kosmisten, eine Strömung, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Russland aufblühte und neben Wissenschaftlern auch Theoretiker und Aktivisten einschloss, folgten den Ideen des Philosophen Nikolaj Fedorov. Der illegitime Sohn des Fürsten Pavel Gagarin forderte die Überwindung der Sterblichkeit des Menschen mit Hilfe von Wissenschaft und Technik sowie dem Ausgreifen ins Weltall. Rasch erregte die Strömung die Missgunst Stalins, der ab 1930 mit Verhaftungen das Ende der Gruppe herbeiführte. Einen unmittelbaren Bezug zu Fedorov und der Ideenwelt des Russischen Kosmismus schafft das neue Video „Immortality and Resurrection for All!“ von Anton Vidokle. Der Film inszeniert Texte von Fedorov, in denen er das Museum als Ort der physischen Wiederherstellung theoretisiert.

In der Gegenwart führen Entwicklungen der künstlichen Intelligenz und Biotechnologie auch in die Möglichkeit der Aufhebung der zeitlichen Beschränkung des Lebens. Die Transhumanisten suchen ebenfalls die Begrenztheit des Menschen zu überwinden, allerdings in Form einer Selbstoptimierung und weniger als „gemeinsame Tat“, wie sie die Kosmonisten einforderten. So machen Ivana Bašics Skulpturen aus Wachs und Silikon die Schwächen und Mängel eines ineffizienten Körpers sichtbar, die seiner Optimierung entgegenstehen. Tchelet Weisstubs Videoinstallation „I don’t believe in death“ von 2016 hinterfragt die Verleugnung von Verfall und Alter als Impulsgeber des technologischen Fortschritts.

Die Ausstellung „Immortalismus“ läuft bis zum 29. Oktober. Der Freiburger Kunstverein hat täglich außer montags von 12 bis 18 Uhr und mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

Kunstverein Freiburg e.V.
Dreisamstraße 21
D-79098 Freiburg

Telefon: +49 (0)761 – 349 44
Telefax: +49 (0)761 – 349 14


05.10.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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