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Anton Melbye in Hamburg

Anton Melbye, Der Orkan, 1866

„Er war der erfolgreichste Künstler, den Skandinavien seit Thorvaldsen hervorgebracht hat. Und er avancierte zum beliebtesten Marinemaler ganz Europas.“ Das schrieb ein New Yorker Magazin 1875 über Anton Melbye. Heute ist der 1818 geborene Däne fast vergessen. Seinen 200. Geburtstag im kommenden Jahr nimmt derzeit das Altonaer Museum in Hamburg zum Anlass für eine umfangreiche Sonderausstellung und will den „Maler des Meeres“ wieder entdecken. Dafür hat Kuratorin Regine Gerhardt Leihgaben aus deutschen und dänischen Museen, dem dänischen Königshaus, aus Paris und den Niederlanden sowie zahlreiche Werke aus Privatsammlungen zusammengestellt, die teilweise erstmals öffentlich zu sehen sind. Neben den Gemälden bereichern auch Kohle-, Kreide- und Federzeichnungen sowie kulturhistorische Objekte aus seinem Umfeld die Schau.

Der gebürtige Kopenhagener Melbye erlernte zunächst den Beruf des Schiffszimmermanns, musste aber aufgrund einer Sehschwäche von Schifffahrt absehen. Ab 1838 studierte er dann an der Königlich Dänischen Kunstakademie seiner Geburtsstadt und war außerdem Privatschüler von Christoffer Wilhelm Eckersberg, dem Vater des „Goldenen Zeitalters“ dänischer Malerei. 1847 ging Anton Melbye dann in die Kunstmetropole Paris und fand hier in einer Zeit künstlerischer Umbrüche zu einer eigenständigen Malweise mit schnellem Strich und intensivem Kolorit.

Dem Meer und seiner erlernten Tätigkeit blieb er auch künstlerisch treu. Melbyes Motive reichen von gewaltigen Meeresstürmen im Kontrast mit einer stillen, spiegelnden See bis zu sonnig hellen Sommertagen und glutroten Sonnenuntergängen. Neben den emotional aufgeladenen Seestücke, die zwischen Naturalismus und Symbolismus oszillieren, zeigt sich Melbye auch in seinen lichterfüllten Kohlezeichnungen als virtuoser Landschaftsmaler. Seine einzigartigen „Meereslandschaften“ fanden bei Sammlern hohe Wertschätzung, etwa auch bei Kaiser Napoleon III. In Hamburg und Altona, wo Anton Melbye fast zehn Jahre lebte, besaß er unter den namhaften Kaufleuten, Bankiers, Reedern und Schiffsbauern seinen größten Sammlerkreis.

Die Ausstellung „Melbye. Maler des Meeres“ ist bis zum 4. Februar 2018 zu sehen. Das Altonaer Museum hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Heiligabend, Silvester und Neujahr bleibt es geschlossen. Der Eintritt beträgt 8,50 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos. Der Katalog aus dem Verlag Dölling und Galitz kostet 34 Euro.

Altonaer Museum
Museumsstraße 23
D-22765 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 428 135 0
Telefax: +49 (0)40 – 428 135 21 22

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


28.09.2017, Melbye - Maler des Meeres

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Altonaer Museum - Norddeutsches Landesmuseum

Variabilder:

Anton Melbye, Der Orkan, 1866
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Künstler:

Anton Melbye








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