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Georg Herold in Bonn

Georg Herold, Deutschland in den Grenzen von 1937, 1985

Das Kunstmuseum Bonn widmet Georg Herold aktuell eine Schau und stellt ihn knapp zehn Jahre nach seiner letzteren größeren Einzelausstellung wieder dem Publikum im Rheinland vor. Die Exponate des 1947 in Jena geborenen Künstlers, der in internationalen Museen wie der Kunsthalle Zürich, dem Museum of Modern Art in New York oder dem Stedelijk Museum in Amsterdam ebenso zu sehen war wie 1992 auf der Documenta IX oder den Skulptur Projekten Münster 1997, beleuchten zentrale Aspekte seines Schaffen wie auch, laut Direktor Stephan Berg, die „vitale, humorvolle Frische seines Œuvres“.

Georg Herold war von 1977 bis 1983 ein Schüler von Sigmar Polke an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. In den 1980er Jahren stellte Herold gemeinsam mit Martin Kippenberger, Werner Büttner und Albert Oehlen den Kunstbetrieb in Frage. Die unfertigen, sarkastischen Arbeiten dieser Zeit erinnerten an „eine Dada-inspirierte Enzyklopädie des Provisorischen“, so Berg. Seine Malereien, Skulpturen, Installationen, Objekte, Videos und Texte besitzen einen scheinbar beiläufigen Charakter. Dieser spiegelt seine künstlerische Überzeugung, die sich gezielt gegen die Perfektion und die Idee eines Meisterwerkes stellt.

Als Materialien nutzt Georg Herold oftmals alltägliche Gegenstände, etwa Dachlatten in Landkartenpersiflage „Deutschland in den Grenzen von 1937“ von 1985 oder Baumwolle und Wolle in dem 1993 entstandenen Webobjekt „Mandelbrot – Fragen Sie mal meine Mutter!“. Die kritische und ironische Themenwahl spannt sich von kunsthistorischen, gesellschaftlichen über politische zu religiös-ideologischen Sujets. Hierbei setzt sich Herold mit Denkgewohnheiten auseinander und versetzt den Betrachter in eine immer wieder überraschende Konfrontation mit seinen eigenen Kunsterwartungen. Georg Herold lehrt Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf.

Die Ausstellung „Georg Herold“ läuft bis zum 7. Januar 2018. Das Kunstmuseum Bonn hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt am 24. und 25. Dezember sowie an Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 77 62 60
Telefon: +49 (0)228 – 77 62 20


22.09.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


21.09.2017, Georg Herold

Bei:


Kunstmuseum Bonn

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Georg Herold, Deutschland in den Grenzen von 1937, 1985
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Georg Herold, Mandelbrot – Fragen Sie mal meine Mutter!, 1993
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Künstler:

Georg Herold








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