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Willem de Rooij in Berlin

Die Kunst-Werke Berlin (KW) widmen ihre aktuelle Schau Willem de Rooij und präsentieren eine Auswahl seines Schaffens aus den letzten 20 Jahren. Der Niederländer arbeitete von 1994 mit seinem Künstlerkollegen Jeroen de Rijke bis zu dessen Tod im Jahr 2006 zusammen. Die Ausstellung verbindet nun zentrale Werke aus ihrer Zusammenarbeit mit jüngeren Arbeiten von Willem de Rooij. Diese behandeln Themen, die vom Klimawandel bis hin zu geopolitischen Veränderungen reichen. Neben Fotografie, Film und Video umfasst de Rooijs Schaffen Tonaufnahmen, skulpturale sowie geschriebene Werke.

Das Künstlerduo, das unter Namen de Rijke/de Rooij praktizierte, reiste 1997 nach Ilulissat in West-Grönland. Die 300 Kilometer nördlich des Polarkreises gelegene Stadt steht im Zentrum der von Willem de Rooij ausgewählten Arbeiten in den KW. In ihrem 16mm-Film „I’m Coming Home in Forty Days“ hielten de Rijke/de Rooij ihre Umsegelung eines Eisbergs in der Bucht von Ilulissat fest. Wie auch in ihren anderen Filmen, die meist aus einer oder wenigen Perspektiven aufgenommen werden, setzten sich die Holländer auch hier mit dem Begriff von Zeit auseinander. So dauerten die Aufnahmen von 1997 zwar einen Monat lang, wurden aber dann auf einen 15minütigen Film reduziert. Dieser gemeinsamen Arbeit stellt de Rooij nun das aktuelle Werk „Ilulissat“ gegenüber und legt so den Fokus wieder bewusst auf die Zeit: Über zwölf in den KW installierte Lautsprecher wird das Geheul von Schlittenhunden wiedergegeben, das der Künstler bei seiner Rückkehr nach Ilulissat 2014 aufgenommen hat.

Die Arbeit „Dead Seal“ von 1996/99 steht mit „I’m Coming Home in Forty Days“ in Verbindung. De Rijke/de Rooij zeigen in Nahaufnahme das Porträt einer Robbe, unmittelbar nachdem sie von einem Jäger erschossen wurde. „Das Schaurige der Aufnahme wird jedoch von der ästhetischen Darstellung überwunden“, so der Berliner Kurator Krist Gruijthuijsen. Mit „Blue to Blue“ von 2012 präsentiert Gruijthuijsen eine Webarbeit von Willem de Rooij, die in der Handweberei Henni Jaensch-Zeymer in Geltow hergestellt wurde. Fäden in zehn verschiedenen Blautönen verbinden sich zu einer instabilen Einheit von Farben. Das Besondere daran ist, dass sich die Oberfläche je nach Blickwinkel verändert, ähnlich wie die von bewegtem Wasser.

Willem de Rooij, 1969 in Beverwijk geboren, ist seit 2006 Professor an der Städelschule in Frankfurt am Main. 2015 gründete er mit Angela Bulloch und Simon Denny das „Berlin Program for Artists“, eine Plattform zur Vernetzung jüngerer mit erfahrenen Künstlern. Seit 2016 ist de Rooij Visiting Advisor an der Rijksakademie in Amsterdam. Der Niederländer lebt und arbeitet in Berlin.

Die Ausstellung „Willem de Rooij. Whiteout“ läuft vom 14. September bis zum 17. Dezember. Das KW Institute for Contemporary Art hat täglich außer dienstags von 11 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Die Ausstellung findet im Rahmen der Berlin Art Week statt.

KW Institute for Contemporary Art – Kunst-Werke Berlin e.V.
Auguststraße 69
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 2434 590
Telefax: +49 (0)30 – 2434 5999

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


14.09.2017, Willem de Rooij - Whiteout

Bei:


Kunst-Werke Berlin e.V.

Künstler:

Willem de Rooij

Künstler:

Jeroen de Rijke








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