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Zum 29. Mal findet am Wochenende die Open Art in München statt. Erneut macht die Galerienszene an der Isar klar, dass sie nicht viel von Spektakel hält. Doch die Namen der präsentierten Künstler sprechen für sich: David Lynch, Gregor Hildebrandt, Florian Süssmayr, Brigitte Kowanz beispielsweise

Klassiker und Newcomer der Szene



David Lynch, All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth, 2012

David Lynch, All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth, 2012

Dass sich am Vernissageabend der Open Art München am morgigen Freitag in der Galerie Karl Pfefferle eine Schlange der Neugierigen bildet, ist nicht ausgeschlossen. Pfefferle zeigt in seiner Ausstellung „Smiling Jack“ Zeichnungen, Gemälde und Fotografien des Kultregisseurs David Lynch. Das ist ein Ereignis. Denn in Europa ist Pfefferle der einzige Galerist, der das Werk des Amerikaners vertritt. Wie seine berühmten Filme von „Blue Velvet“ bis „Twin Peaks“ besitzen auch diese Arbeiten eine dunkle unergründliche Seite. Seine Zeichnungen wirken wie Skizzen zu noch nicht konzipierten Filmen. Sparsam in der Farbe, fast naiv im Stil und nicht selten mit integrierten Schriftzügen. Pfefferles Statement: „Lynch entwickelt seine Bildwelten aus der Dunkelheit heraus, sie scheinen mehr zu verbergen als preiszugeben und ihre Anziehungskraft ist oft in einer Mischung aus Bedrohlichem und Skurrilem begründet. Das Geheimnis liegt hinter und unter den Dingen und die Wahrheit in diesem Geheimnis.“


Seit fast dreißig Jahren gibt es die Open Art München als Auftakt für die Herbstsaison der Galerien. Als ein Wochenende der offenen Türen, in denen die Hemmschwelle szeneferner Kunstinteressierter heruntergeschraubt werden soll. Als öffentlichkeitswirksame Selbstdarstellung der Galeristen, die zur Open Art ihre interessantesten und wichtigsten Künstler oder ihre Neuentdeckungen präsentieren. Wie etwa die Galerie Klüser 2, die in der Schau „Vor der Tür, ein Wunsch“ Einblick in die teils skurrile Kunst von Gregor Hildebrandt gibt. Der in Berlin lebende Künstler baut seine Objekte aus alten Schallplaten, Kassetten und Tonbändern zusammen. Stelen aus übereinandergestapelten, gewellten Vinylplatten, mit Hintersinn auf Papier fixierte Tonbandschnipsel, Bandsalat als Installation – eine reizvolle Fortschreibung der Arte Povera. Bei Walter Storms sind zum ersten Mal in München in einer großen Einzelausstellung die Werke des britischen Minimalisten Alan Charlton zu sehen. Seit mehr als 40 Jahren komponiert der bald 70jährige ausschließlich aus monochromen, grauen Tafeln seine streng geometrischen, getreppten oder pyramidenförmigen Bilder, deren Formate und serielle Anordnung auf immer demselben Maßverhältnis basieren.

Zu den bedeutendsten Lichtkünstlerinnen Europas zählt seit einigen Jahren bereits die Österreicherin Brigitte Kowanz, die in diesem Jahr auf der Biennale in Venedig ihren Heimatpavillon bespielt. Unendliche Lichtspiralen und -formationen, die jeweils durch einen durchsichtigen Kubus begrenzt werden, dienen ihr als Material auf der Suche nach neuen Gestaltungsformen und Metaphern für die Wirklichkeit. Häusler Contemporary stellt ihre neuesten Werke vor, die an die große Installation in Venedig anknüpfen. Auf atelierfrische Arbeiten Florian Süssmayrs, der in jüngster Zeit das Gegenständliche mit einer Malerei der Unschärfe tauschte, konzentriert sich die Galerie Rüdiger Schöttle in einer Folge von umrisshaften, schattenartigen Selbstporträts des Münchner Künstlers. Passend zur Documenta-Teilnahme des von ihr seit mehr als zehn Jahren vertretenen Nikos Alexiou widmet sich Françoise Heitsch erneut den Mosaikadaptionen des Griechen. Seine Transformationen der jahrtausendalten Kunst in das 21. Jahrhundert sind sowohl als Videoinstallation als auch als Digitaldruck in poppigen Farben erfahrbar.

Münchens Galerieszene ist weniger auf die sogenannte Emerging Art konzentriert als vielleicht Berlin oder auch Köln. Eine ihrer Stärken ist das Arbeiten mit Künstlern und ihren Werken, die sich fest im Kanon der jüngeren Kunstgeschichte eingeschrieben haben. Die Galerie Maulberger etwa engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für das deutsche Informel und ZERO-Kunst und stellt in ihrer aktuellen Schau „black meets white“ Werke des gerade verstorbenen Karl Otto Götz, Heinz Mack, Herbert Zangs oder Hubert Berke aus den 1950er und 1960er Jahren zusammen, die die Wirkungsdimension und philosophische Tiefe der Schwarz-Weiß-Kontraste vor dem Hintergrund einer neuen Avantgarde ausloten. Renate Bender macht mit Carlos Cruz-Diez und Ludwig Wilding auf zwei renommierte Vertreter der Op-Art aufmerksam, die sich schon in den 1960er Jahren mit chromatischen und optischen Phänomenen innerhalb der Konkreten Kunst auseinandersetzten.

Die Braun-Falco Galerie erinnert mit Grafiken von Ad Reinhardt aus dem Jahr 1966 an den 50. Todestag des für seine schwarzen Bilder bekannten Amerikaners und stellt ihnen Werke anderer monochromer Maler wie Marcia Hafif, Rolf-Gunter Dienst, Thomas Kaminsky, Gerhard Langenfeld oder Howard Smith zur Seite. Die Galerie Barbara Gross offeriert Siebdrucke von Maria Lassnig aus ihrer New Yorker Zeit Anfang der 1970er Jahre und öffnet den Blick auf eine spielerische, experimentelle Facette im Werk der Österreicherin, während die Galerie Thomas Modern mit Skulpturen und Zeichnungen von Fernando Botero einem Künstler von Weltruf, der schon lange zum Portfolio der Galerie gehört, zum 85. Geburtstag ihre Referenz erweist.

Auffällig ist, dass die Galeristen in diesem Jahr die Fotografie hauptsächlich ihren spezialisierten Kollegen überlassen. Elka Jordanow etwa zeigt eine ästhetisch klassische, von eleganter Dynamik bestimmte Schwarz-Weiß-Serie von Regina Schmeken zu den Bewegungsabläufen eines Fechtkampfes. Und die Galerie f5,6 unterstreicht mit ihren Bildern von Henry Holmes Smith, die an 3-D-Computeranimationen in starken synthetischen Farben erinnern, ihr Interesse an einer experimentellen Fotografie. Der amerikanische Fotopionier suchte bereits in den 1930/40er Jahren Wege, die Dynamik von Farbe und Licht in abstrakten fotografischen Bildern umzusetzen. Kein Geringer als László Moholy-Nagy hätte ihn gern am Bauhaus in Dessau gesehen, sein Wirken für diese Institution begann jedoch erst 1937 in Chicago, als dort das neue Bauhaus gegründet wurde. Smith ist vielleicht die Entdeckung auf der Open Art 2017.

Insgesamt beteiligen sich etwa 50 Galerien zeitgenössischer Kunst an der Open Art. Die Vernissagen aller Ausstellungen finden am 8. September von 18 bis 21 Uhr statt, am 9. und 10. September sind die Galerien von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag und Sonntag haben Interessierte zusätzlich die Möglichkeit, an geführten Rundgängen in verschiedenen Stadtvierteln teilzunehmen. Anmeldungen unter Telefon +49 (0)89 – 29 20 15 oder muenchner-galerien@ngi.de. Der Katalog zu den Ausstellungen ist kostenlos in allen Galerien sowie am Infostand in der Kunsthalle der Hypokulturstiftung in der Theatinerstraße ab Freitag erhältlich.

www.openart.biz



07.09.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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Fernando Botero, Woman, 1987

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Alan Charlton, Pyramid Grid Painting, 2011

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Carlos Cruz-Diez, Physichromie 300, 1967

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Gregor Hildebrandt, Schallplatten-Säulenwand

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