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Ernst Eitner im Hamburger Jenisch Haus

Am 30. August 1867 kam in Hamburg Ernst Eitner zur Welt. Den 150. Geburtstag nimmt derzeit das Altonaer Museum zum Anlass, den Maler wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Dazu haben die Kuratorinnen Nicole Tiedemann-Bischop und Verena Fink Werke aus museumseigenen Beständen sowie Arbeiten aus Familien- und Privatbesitz zusammengetragen, die bisher selten gezeigt wurden. Zudem präsentieren sie im Jenisch Haus persönliche Gegenstände aus dem Anwesen und dem Atelier des Impressionisten. Dank Eitners schriftlich hinterlassenen Erinnerungen sollen die Besucher darüber hinaus einen lebendigen Eindruck vom Privatleben des Malers und vom facettenreichen Hamburger Kunst- und Kulturgeschehen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erhalten.

1881 nahm Ernst Eitner eine Lithografenlehre in Hamburg auf, besuchte die Kunstgewerbeschule am Steintor und bekam 1887 ein Stipendium der Hansestadt für ein Studium an der Akademie in Karlsruhe, das er dann noch an den Kunstakademien in Düsseldorf und Antwerpen fortsetzte. Mit Arthur Illies, Friedrich Schaper, Alfred Mohrbutter, Arthur Siebelist und anderen jungen Malern gründete er 1897 den Hamburgischen Künstlerclub und gehörte damit zu den von Alfred Lichtwark geförderten jungen Künstlern. Der damalige Kunsthallendirektor war es auch, der Eitner riet, sich besonders mit dem französischen Impressionismus und dem Schaffen Claude Monets auseinanderzusetzen. Er hellte seine Farbpalette zunehmend auf und schuf lichtdurchflutete Malereien, die unverfälscht und unmittelbar die Natur, den Hafen, die See, Menschen, Interieurs und deren Atmosphäre einfingen. Den Hamburgern gefiel das anfangs nicht so sehr. Seine neue impressionistische Malerei und die seiner Künstlerkollegen bezeichneten das Publikum zunächst empört als „Schmieralien“ und „Spinat mit Ei“. Später wurde Ernst Eitner jedoch als „Monet des Nordens“ gerühmt und gilt heute als einer der experimentierfreudigsten Hamburger Maler jener Zeit.

Die Ausstellung „Ernst Eitner – Monet des Nordens“ ist bis zum 12. November zu sehen. Das Jenisch Haus hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6,50 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei. Dank des Engagements der Hamburger Sparkasse gibt es ein digitales Werkverzeichnis aller in der Ausstellung präsentierten Gemälde, das kontinuierlich um weitere Arbeiten zu einem Online-Bestandskatalog ergänzt wird.

Altonaer Museum – Stiftung Historische Museen Hamburg
Jenisch Haus
Baron-Voght-Straße 50
D-22609 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 – 82 87 90
Telefax: +49 (0)40 – 81 97 99 37


Infos: eitner.jenisch-haus.de

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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