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Liesborner Evangeliar kehrt zurück

Liesborner Evangeliar, Rheinland oder Westfalen, um 1000

Das Liesborner Evangeliar ist an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. Gestern wurde die etwa 1000 Jahre alte Handschrift im Museum Abtei Liesborn der Öffentlichkeit präsentiert. Olaf Gericke, der Landrat des Kreises Warendorf, zu dem das Museum gehört, zeigte sich glücklich und sprach von einem Meilenstein für den Kreis und das Münsterland. Denn das Buch gehört zu den wenigen erhaltenen ottonischen Evangeliaren aus einem westfälischen Kloster. Laut Mitteilung der Kulturstiftung der Länder bilde das vollständige und seltene Manuskript – weltweit existieren etwa 150 Handschriftentypen aus ottonischer Zeit – samt dem hervorragenden Erhaltungszustand des Buchblocks ein wertvolles Zeugnis „für das monastische Westfalen, die Konsolidierung des christlichen Glaubens zu ottonischen Zeiten, aber auch für die weitreichendere Kunst- und Kulturgeschichte des Mittelalters“.

Diese 340 Seiten umfassende Sammlung der vier Evangelientexte für den liturgischen Gebrauch in Klöstern besitzt einen Widmungsvers. Die zwölf Zeilen erwähnen die Äbtissin Berthildis als Stifterin, die zwischen Mitte und Ende des 11. Jahrhunderts eine der letzten Vorsteherinnen des Liesborner Damenstifts war und das Evangeliar zu Ehren des heiligen Simeon, dem Patron des Klosters, stiftete. 1131 wurde das Kloster zu einer Benediktinerabtei umgewandelt, die das Manuskript bis zur Säkularisation 1803 hütete. Daraufhin war es 13 Jahre lang im Besitz der Universitätsbibliothek Münster. Danach wechselte es knapp 200 Jahre seine internationalen Eigentümer. Durch die Hilfe von zehn Förderern konnte die Handschrift nach zweijährigen Verhandlungen bei der US-amerikanischen Kunsthändlerin Sandra Hindman für rund 3 Millionen Euro zurückgekauft werden. Den Erwerb unterstützten die Kulturstiftung der Länder, die Sparkasse Münsterland Ost, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Ernst von Siemens Kunststiftung, das Bistum Münster, das Land Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Sparkassenverband und die Freunde des Museums Abtei Liesborn.

Die unterschiedlich getönten Tinten und Handschriften in Minuskel sprechen für insgesamt drei Schreiber. Nur einer hinterließ seinen Namen, indem er zum Ende des letzten Abschnitts sich als Diakon Gerwardus in der Nachschrift verewigte. Obwohl das Evangeliar keine bildhaften Miniaturen aufweist, sind die Initialen der Textpartien aufwändig gestaltet wie auch das prächtige Diagramm auf der ersten Buchseite, das das Vaterunser schematisch erklärt. Die Bedeutung der Handschrift illustriert zudem der wohl um 1464/65 angefertigte Einband aus Holz mit Metallbeschlag, dessen Vorderseite ein farbig gefasstes Relief der Kreuzigung zeigt. Zunächst wird das Liesborner Evangeliar in einen Tresor verschwinden. Erst muss das Museum seine Sicherheitstechnik umbauen, um die wertvolle Handschrift ab 2019 ständig in der Abtei Liesborn zu präsentieren.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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