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Jan Groover in Bremen

Jan Groover, o.T., 1979

Die Gesellschaft für aktuelle Kunst (GAK) in Bremen widmet Jan Groover die erste institutionelle Ausstellung in Europa außerhalb Frankreichs. Die 2012 verstorbene Fotografin war in ihrer amerikanischen Heimat weithin bekannt, ihre Arbeiten etwa im New Yorker Museum of Modern Art, im Cleveland Museum of Art oder im George Eastman House in Rochester zu sehen. Bevor sie 1991 nach Frankreich zog, lehrte die 1943 in Plainfield, New Jersey, geborene Künstlerin Fotografie an der State University New York und zählte unter anderem Gregory Crewdson zu ihren Schülern. Laut Kuratorin Janneke de Vries gehört Jan Groover zu den wichtigen Impulsgebern für jüngere Fotografen wie Annette Kelm oder Wolfgang Tillmans. Die aktuelle Schau in der GAK gibt einen Einblick in ihre Œuvre seit den 1970er Jahren.

Jan Groover studierte abstrakte Malerei bis 1965 am Pratt Institute in New York und anschließend bis 1970 an der Ohio State University. Anfang der 1970er Jahre wandte sie sich der Fotografie zu, da sie ihr freier und künstlerisch offener erschien. Dennoch äußerte sich der Einfluss der Malerei nicht zuletzt in der Komposition wie auch im „Schmelz der Farben und Oberflächen“ ihrer Lichtbilder, so de Vries. Ihre Bilder von fahrenden Autos auf Straßen illustrieren das Foto als zeitbasiertes Medium. So hielt Groover 1974 etwa fahrende rote PKWs auf derselben Straße stets aus derselben Perspektive fest.

Jan Groover forderte die Fotografie heraus, da sie sich von der vorherrschenden Idee der Authentizität und des Dokumentarischen distanzierte. Ihre sorgfältigen Kompositionen konzentrieren sich auf Farbe und Form, das Licht wird Thema reflektierender Oberflächen, und die Perspektive wird aufgehoben oder vermengt. So erscheint ihr titelloser Chromogendruck von 1979 zunächst wie eine dekorative Ansammlung schimmernder Strukturen, die sich schließlich als Küchenutensilien entpuppen. Die Überlagerung des Löffelausschnitts mit der Spachtel, den Messern und den Gabeln vor dem matten altrosafarbenen Grund erlaubt keine exakte Zuordnung der Größenverhältnisse. Diese „Poesie des Banalen“ charakterisiert Groovers „Kitchen Still Lifes“ seit Ende der 1970er Jahre, die sie auch mit Pflanzen kombinierte. In den 1980er Jahren fanden atmosphärische Schwarz-Weiß-Aufnahmen des menschlichen Körpers, von Naturelementen und Gebäuden Eingang in die Motivwelt der Fotografin.

Die Ausstellung „Jan Groover“ läuft vom 26. August bis zum 12. November. Die GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst
Teerhof 21
D-28199 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 50 08 97
Telefax: +49 (0)421 – 59 33 37

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


26.08.2017, Jan Groover

Bei:


Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen

Variabilder:

Jan
 Groover, o.T., 1979
Jan Groover, o.T., 1979

Variabilder:

Jan
 Groover, o.T., 1974
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 Groover, o.T., 1978
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Jan Groover,
 o.T., 1981
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Künstler:

Jan Groover








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