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Kunst der Kolonialzeit in Bremen

Hermann Max Pechstein, Begegnung, 1918

Die Kunsthalle Bremen präsentiert in der Schau „Der blinde Fleck“ die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu den Verbindungen zwischen Kolonialzeit und Sammlungsgeschichte des Bremer Kunstvereins. Entsprechend werden Arbeiten von Künstlern wie Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde und Fritz Behn auf ihre kolonialen Zusammenhänge befragt. Die im Titel erwähnten „blinde Flecken“ gelten der Darstellung und dem Umgang mit dem Fremden in der Kunst und Werbung während der Kolonialzeit, die mit der Kunsthalle erstmals ein deutsches Museum in den Blick nimmt. Weitere Arbeiten der insgesamt 110 Exponate stammen etwa von Paul Gauguin, Georg Kolbe, Amrita Sher-Gil sowie aus der großen Tradition der japanischen Holzschnittkunst. Darüber hinaus sind Werke unbekannter afrikanischer Künstler und zeitgenössische Positionen von Vivan Sundaram und Ngozi Schommers zu sehen.

Bremen war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein Zentrum des internationalen Handels und profitierte sowohl von der Kolonialisierung als auch von den verschiedenen Auswanderungswellen. Julia Binter, Kuratorin der Schau, hat seit April 2016 im Rahmen des Programms „Fellowship Internationales Museum“ die Sammlung untersucht und erklärt: „Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, koloniale Spuren sichtbar zu machen. Es sollen historische Ordnungssysteme überdacht und außereuropäische Kunst als gleichwertig in die Analyse einbezogen werden. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, wie ‚andere‘, ‚fremde‘ Menschen dargestellt wurden und was das über uns und unser Verhältnis zu diesen ‚Anderen‘ aussagt. Denn das Fremde ist ein Konstrukt, das nur im Verhältnis zum Eigenen existiert.“

Ein Kapitel der Schau widmet sich den japanischen Holzschnitten. Die Kunsthalle besitzt vorwiegend Arbeiten aus der Edo-Zeit (1603-1868) und damit Grafiken, die vor der erzwungenen Öffnung Japans durch die USA im Jahr 1853 entstanden. Einige Blätter sind nun erstmals zu sehen und verdeutlichen etwa in Drucken von Kawanabe Kyosai (1831-1889) und Kobayashi Kiyochika (1847-1915), wie sich einheimische Künstler mit Japans neuer geopolitischer Position auseinandersetzten. Den Grundstock erwarb Heinrich Wiegand, Generaldirektor des Norddeutschen Lloyd und damaliger Vorsitzender des Kunstvereins, 1905/06 während einer Japanreise.

Der Direktor der Kunsthalle Gustav Pauli nahm die asiatischen Drucke in die Sammlung auf und legitimierte dies, da sie „offenkundigen Einfluss … auf unsere Malerei des späten neunzehnten Jahrhunderts ausgeübt haben“. Daneben war es auch die Plastik Afrikas und Ozeaniens, die neue Wege des Ausdrucks bot, wie es bei Arbeiten August Mackes, Hermann Max Pechsteins oder Karl Schmidt-Rottluffs deutlich wird. Die Künstler strebten kein tieferes Verständnis der entsprechenden Kultur an, sondern nutzten die exotischen Arbeiten als „Projektionsfläche für die eigenen Träume und Fantasien“, so Binter. Weitere Aspekte der Schau befassen sich mit der Begegnung des Fremden in der Kunst und seine Anziehungskraft, etwa bei Paul Gauguin oder Amrita Sher-Gil. Hinzu kommen Schlaglichter der Bremer Kolonialgeschichte.

Die Ausstellung „Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit“ läuft bis zum 19. November. Die Kunsthalle Bremen hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, dienstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Der Ausstellungskatalog kostet 19,90 Euro.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
D-28195 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 32 90 80
Telefax: +49 (0)421 – 32 90 84 70

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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05.08.2017, Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

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Kunsthalle Bremen

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Hermann Max Pechstein, Begegnung, 1918
Hermann Max Pechstein, Begegnung, 1918

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Bernd Steiner, Plakat des Norddeutschen Lloyd, um 1927
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Ngozi Schommers, Selbstporträt, 2017
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Postkarte des ehemaligen „Kolonial-Ehrenmals“ in Bremen, vor
 1945
Postkarte des ehemaligen „Kolonial-Ehrenmals“ in Bremen, vor 1945

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 Hokusai, Der Berg Fuji in einer Teeplantage in Katakura in der Provinz Suruga, um 1830/31
Katsushika Hokusai, Der Berg Fuji in einer Teeplantage in Katakura in der Provinz Suruga, um 1830/31

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