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Lichtwark-Preis für Martha Rosler

Der Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg geht in diesem Jahr an Martha Rosler. Die sozial und gesellschaftlich engagierte US-amerikanische Künstlerin wird für „ihr großartiges und vielschichtiges Lebenswerk“ geehrt. Das teilte Carsten Brosda mit. Weiter sagte der neue Hamburger Kultursenator: „Ihre Arbeiten sind in höchstem Maße politisch und reagieren seismographisch auf tief im Sozialen verwurzelte Konflikte. In Hamburg hat sie wichtige künstlerische Akzente gesetzt und mit ihren Interventionen kritische Fragen auch zum Umgang mit dem jüdischen Erbe öffentlich gemacht.“

Auch Martha Rosler zeigte sich erfreut über die Auszeichnung: „Ich empfinde es als große Ehre und bin stolz darauf, Empfängerin des diesjährigen Lichtwark-Preises zu sein. Über die Wertschätzung für meine Beiträge zur Kunst und die daraus entstehenden Interventionen in öffentliche Debatten, einschließlich des Alltags von Frauen und anderen Bewohnerinnen und Bewohnern, freue ich mich sehr. Der Freien und Hansestadt Hamburg mit ihrer besonderen Geschichte als widerständige, in die Zukunft gerichtete und internationale Stadt fühle ich mich sehr eng verbunden. Ich danke dem Senat und den Bürgerinnen und Bürgern Hamburgs von Herzen für diese Anerkennung.“

Martha Rosler, geboren 1943 in Brooklyn, hat sich in den vergangenen 40 Jahren in Fotomontagen und -serien, Videokunst, Performances und Installationen stets mit aktuellen politischen, sozialen und gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt. Bekannt wurde sie durch ihre mittlerweile legendäre Collagenserie „House Beautiful: Bringing The War Home“ von 1967 bis 1972, in der sie Hochglanzansichten amerikanischer Wohnrauminterieurs aus der Zeitschrift „House Beautiful“ mit dokumentarischen Vietnam-Kriegsfotografien kontrastierte. Seit den 1960er Jahren bezieht sie explizit feministische Positionen in Videos und Performances mit ein, wie zum Beispiel bei „Semiotics of the Kitchen“ von 1975. Geschätzt wird Martha Rosler zudem als Autorin theoretischer Schriften, unter anderem zur Rolle des Politischen in der Fotografie.

Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit liegt in der kritischen Reflexion urbaner Verhältnisse und Strukturen. Schon 1993 hat sie auch in Hamburg mit öffentlichen Interventionen Akzente gesetzt und im Rahmen des Projekts „Stadtfahrt“ eine kollektive Performance an Stätten jüdischer Kultur organisiert. Ihr Projekt mit dem Titel „An Empty Space in Ottensen: Contaminated by History, Capital, and Asbestos“ thematisierte das Verschwinden von jüdischer Kultur und Stadtgeschichte. 2015 entwickelte Rosler gemeinsam mit dem Urbanisten Miguel Robles-Durán eine Posterkampagne in der Hamburger Innenstadt, die die Versprechen aktueller Stadtentwicklung in Hamburg und anderen europäischen Städten kritisch in den Blick nahm.

Der mit 10.000 Euro dotierte Lichtwark-Preis wird alle vier Jahre vom Senat und der Bürgerschaft der Stadt Hamburg verliehen. Er wurde 1951 zum 100. Geburtstag Alfred Lichtwarks, des Gründungsdirektors der Hamburger Kunsthalle, gestiftet und ging in jenem Jahr an Oskar Kokoschka. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern zählen außerdem Joseph Beuys, Otto Dix, Max Ernst, Hanne Darboven, Olaf Metzel, Thomas Schütte, Reiner Ruthenbeck und zuletzt Andreas Slominski.

Den mit 5.000 Euro dotierten Lichtwark-Förderpreis 2017 erhalten Carola Wagenplast und Peter Steckroth für ihre neuen Arbeiten, die sie unter dem Namen „Jochen Schmith“ veröffentlicht haben. Darin behandeln sie ökonomische Fragen und Ideen der politischen Dimension von Räumen. Wertzuschreibungen, auch den Kunstbetrieb betreffend, spielen als werkformende Aspekte eine große Rolle. Zuletzt waren ihr Schaffen in einer Gruppenausstellung im Hamburger Kunstverein zum autofiktionalen Roman „Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq zu sehen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Martha Rosler und Miguel Robles-Durán,
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Künstler:

Martha Rosler

Künstler:


Peter Steckroth

Künstler:


Carola Wagenplast








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