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Berliner Ausstellung zum Gedenken an Friedländer

Matthias Grünewald, Heilige Katharina, um 1509/11

Die Staatlichen Museen zu Berlin erinnern anlässlich des 150. Geburtstags von Max J. Friedländer an den bedeutenden Kunsthistoriker und Museumsmann. Dazu stellt das Kupferstichkabinett Kunstwerke in der Gemäldegalerie vor, die durch seinen Einsatz in die Sammlungen gelangten. Fast vierzig Jahre war Friedländer an den Berliner Museen tätig und ab 1904 neben Wilhelm von Bode zweiter Direktor der Gemäldegalerie, die sich damals im Kaiser-Friedrich-Museum, dem heutigen Bode-Museum, auf der Museumsinsel Berlin befand. Nach Bodes Tod 1929 wurde Friedländer zum ersten Direktor ernannt. Von 1908 bis 1930 leitete er zusätzlich das Kupferstichkabinett. Seine tiefgehende Kennerschaft sowie seine Kontakte in die Kunstwelt führten zu zahlreichen und bedeutenden Ankäufen. Als Geschenk zu Friedländers 60. Geburtstag richteten befreundete Sammler und Kunsthändler im Juni 1927 den Max J. Friedländer-Stiftungsfond ein, durch den weitere Werke für die Berliner Museen finanziert werden konnten.

Dank der Zusammenarbeit von Friedländer und Bode gelangten viele altniederländische und altdeutsche Hauptwerke in die Gemäldegalerie, so auch die um 1490 entstandene kleine Tafel „Johannes der Täufer in der Einöde“ von Geertgen tot Sint Jans, bei der sich nach Angaben des Museums um Friedländers Lieblingsbild handelt. Johannes, der einen schweren, kräftig blauen Mantel um die Schultern gelegt hat, sitzt in einer moosigen Waldlandschaft. Den Kopf auf seine Hand gestützt, scheint er in Gedanken zu versunken zu sein, während neben ihm das Lamm Gottes ruht. Das Kupferstichkabinett hat Friedländer besonders mit der Anschaffung der Grünewald-Zeichnungen aus der Sammlung Savigny sowie dem frühesten niederländischen Skizzenbuch von circa 1520/35 bereichert. Durch ihn gelangten unter anderem auch einige venezianische Zeichnungen ins Kabinett, darunter Arbeiten von Giovanni Battista Tiepolo und Francesco Guardi sowie zahlreiche Werke impressionistischer und expressionistischer Künstler. Mit einigen stand Friedländer in persönlichem Austausch. Durch sein Engagement gelangte auch Edvard Munchs Radierung „Zwei Menschen (Die Einsamen)“ von 1894 in die Berliner Sammlung.

Max J. Friedländer wurde 1867 als Sohn einer jüdischen Familie in Berlin geboren. Er studierte in München, Florenz und Leipzig und wurde nach nur sechs Semestern 1891 mit einer Arbeit über Albrecht Altdorfer promoviert. Aufgrund des nationalsozialistischen „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ musste der deutsche Kunsthistoriker 1933 seine Posten bei den Staatlichen Museen räumen. Im niederländischen Exil ging er seinen Studien und Gutachtertätigkeiten als Privatgelehrter weiterhin nach. Friedländer verstarb 1958 in Amsterdam. Er veröffentlichte Publikationen, von denen viele zu Standardwerken wurden, darunter „Meisterwerke der niederländischen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts“ von 1903 und „Von Kunst und Kennerschaft“ von 1946. Zudem erhielt er zahlreiche Ehrungen, unter anderem die Ehrendoktorwürde der Rijksuniversiteit Utrecht und das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. In Gedenken an ihn lobt das Berliner Kupferstichkabinett zusammen mit dem Mäzen und Kunstsammler Christoph Müller seit 2014 den Max J. Friedländer-Preis aus.

Die Ausstellung „Von Kunst und Kennerschaft. Zum Gedenken an den Berliner Museumsmann Max J. Friedländer“ läuft bis zum 24. September. Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags erst ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz 4/6
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 266 42 42 42
Telefax: +49 (0)30 – 266 42 22 90

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

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