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Gothaer Tafelaltar als Lehrbild der Reformation

Heinrich Füllmaurer Werkstatt, Gothaer Tafelaltar, um 1538

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha widmet dem hauseigenen „Gothaer Tafelaltar“ eine eigene Schau. Die um 1540 in der Werkstatt des Herrenberger Malers Heinrich Füllmaurer entstandene Arbeit besteht aus 162 Tafeln auf mehreren Flügeln, die die Erzählungen aus der Bibel bildlich umsetzen und durch Bibeltexte in Kartuschen ergänzt werden. Zuletzt war das Werk der Reformationszeit – wie jetzt in Einzelteile zerlegt – vor dem Zweiten Weltkrieg zu sehen. Im Vorfeld des Reformationsjubiläums wurde der Tafelaltar in den Jahren 2015 und 2016 umfänglich restauriert und präsentiert sich nun in frischen Farben. Die Ausstellung will Fragen zur Entstehung, dem Bildprogramm sowie Füllmaurers Künstlerwerkstatt beantworten. Im Kontrast hierzu ergänzen zeitgleich geschaffene Exponate, die in der Tradition der römisch-katholischen Kirche stehen, die Schau.

Der Gothaer Tafelalter sei eine einzigartige Bilderbibel, die die konfessionellen Auseinandersetzungen der Reformationszeit wiedergebe, so die Mitteilung des Museums. Den Auftrag für seine Anfertigung ist auf das württembergische Herzoghaus um 1538 zurückzuführen, eventuell auf Herzog Ulrich von Württemberg. Auf 14 beweglichen Flügeln und einem feststehenden Mittelteil mit zentraler Kreuzigung ist neben einem kleinen Ausblick in die Schöpfungsgeschichte vor allem das Leben Jesu abgebildet. Ferner sind auch Teufelsgestalten in Mönchskutten und Heilige ohne Heiligenschein zu sehen. Der Verzicht auf die Aureole ist ungewöhnlich, wie es in der Schau etwa der Vergleich mit dem Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch aus dem Jahr 1536 verdeutlicht. Indem Teufel als Mönche auftreten, ist auch eine deutliche Kritik gegen die römisch-katholische Kirche zu beobachten.

Auffallend sind zudem die gut ein Drittel der Bildfläche einnehmen goldenen Kartuschen mit deutschen Bibeltexten. In beigefügten kleinen Medaillons wird auf die entsprechenden Stellen in den Evangelien verwiesen. Selbst die Rahmen tragen zweizeilige Reime. Diese Wortlastigkeit basiert auf Luthers Lehre, dass Bilder dem Text unterzuordnen sind. Solche Darstellungen übernehmen eine didaktische Funktion als „Lehrbild“. Entsprechend geht auch Lucas Cranach d.Ä. in seinem Tafelbild „Gesetz und Gnade“ von 1529 vor. Auch hier ist Jesus sowohl als Mensch wie auch als Auferstandener ohne Heiligenschein präsentiert. Am unteren Rand zieht sich ein langes Band mit Bibelsprüchen.

Die Ausstellung „Der Gothaer Tafelaltar – Ein monumentales Bilderbuch der Reformationszeit“ ist bis zum 5. November zu sehen. Das Herzogliche Museum hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog im Michael Imhof Verlag für 29,95 Euro. Dieser bildet erstmals alle Tafeln ab und transkribiert die Texte.

Herzogliches Museum – Stiftung Schloss Friedenstein Gotha
Schlossplatz 2
D-99867 Gotha

Telefon: +49 (0)3621 – 82 34 0
Telefax: +49 (0)3621 – 82 34 290


01.08.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


30.07.2017, Der Gothaer Tafelaltar - Ein monumentales Bilderbuch der Reformationszeit

Bei:


Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Variabilder:

Heinrich Füllmaurer Werkstatt, Gothaer Tafelaltar, um 1538
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Künstler:

Heinrich Füllmaurer








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