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Beate Kuhn in München

Seit dem Wochenende gibt die Neue Sammlung München in der Pinakothek der Moderne Einblick in alle Schaffensphasen von Beate Kuhn. Dies ermöglicht eine Schenkung des Mannheimer Keramiksammlers und Architekten Klaus Freiberger mit mehr als 2.000 Objekten. So wuchs der Bestand der Neuen Sammlung an Werken Beate Kuhns auf etwa 190 Arbeiten an. Sie stellen den künstlerischen Werdegang der Keramikerin zwischen 1954 und 2013 vor.

Beate Kuhn, 1927 in Düsseldorf geboren und dort 2015 verstorben, zählt zu den wichtigen deutschen Keramikkünstlern nach 1945. Ihre Arbeiten gehen über den funktionalen Gebrauch hinaus. Kuhn knüpfte in ihrer Kunst an die Entwicklung der Bildenden Kunst an, so dass Einflüsse von Pablo Picasso bis zur Serialität der Minimal Art zu beobachten sind, so die Kuratoren Josef Straßer und Anna-Sophia Reichelt. Ihre Gestaltungen sind in internationalen Sammlungen wie dem Victoria and Albert Museum in London, dem Keramik-Museum Berlin oder dem Nationalmuseum Moderner Kunst in Tokyo beheimatet.

Zu Beginn ihrer Karriere widmete sich Beate Kuhn, die zunächst Kunstgeschichte in Freiburg studierte, bevor sie sich von 1949 bis 1953 an den Werkkunstschulen in Wiesbaden und Darmstadt auf die Keramik spezialisierte, dem bemalten Gefäß. Hiervon distanzierte sich die Künstlerin sukzessive in den frühen 1960er Jahren. Immer stärker zog sie die freie keramische Plastik an, die sie aus gedrehten Teilen montierte. Für ihre Auseinandersetzung mit den Themen Bewegung, Rhythmus und Veränderung fand Kuhn Inspiration in der Natur, Kunst und Musik. Ihre Formensprache nutzt in variierender Aneinanderreihung oft den Zylinder, die Kugel, Schale oder Scheibe. Dabei beziehe sich der Einsatz der Reihung auf die „natürlichen Gesetzmäßigkeiten des Lebensprozesses vom Wachsen und rhythmischem Wandel“, so die Kuratoren. Der Bezug zur Natur macht sich auch in Kuhns abstrakten Werken bemerkbar, so erinnern ihre Gestaltungen etwa an Korallen, Meerespflanzen, Blumen oder Buschgeäst.

Die Ausstellung „Beate Kuhn. Keramiken aus der Sammlung Freiberger“ ist bis zum 19. November zu sehen. Die Pinakothek der Moderne hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, jeden Sonntag für alle 1 Euro.

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 – 23 805 360

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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14.07.2017, Beate Kuhn. Keramiken aus der Sammlung Freiberger

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Beate Kuhn








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