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Kunst im Nationalsozialismus in Regensburg

in der Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg widmet sich seit dem Wochenende der Kunst und Politik im Nationalsozialismus. Anhand von 97 Exponaten kontrastiert die Schau „artige Kunst“ die regimekonformen Werke der NS-Zeit mit den verpönten Arbeiteten der sogenannten „Entarteten Kunst“. Die Präsentation der Stiftung Situation Kunst in Bochum endet nach der Kunsthalle Rostock als dritte Station in Regensburg. Dabei stammen 27 Werke aus der Sammlung der Ostdeutschen Galerie, die um die Filme „Zeitdokumente: Ausstellung ‚Entartete Kunst‘ im Lichthof des Dresdner Rathauses“ von 1933 und „Große deutsche Kunstausstellung München“ von 1943 bereichert werden. Agnes Tieze, Direktorin und Kuratorin der Schau in Regensburg, erklärt: „Massenmord, Terror, Leid und Krieg wurden ausgeblendet oder beschönigt, damit die ‚artige Kunst‘ systemstabilisierend und entlastend wirken konnte.“ Die systemfreundlichen Arbeiten wurden vorwiegend von der nationalsozialistischen Elite erworben.

Das Fehlen einer kritischen Haltung sowie eines humanistischen und künstlerischen Anspruchs charakterisiert die „artige Kunst“ unter den Nazis. Die heile Welt der „Familienidylle, gesunden, kraftstrotzenden Sportlerkörpern und überdimensionierten Prachtbauten und Bauprojekten“ finden sich bei der konformen Kunst, während zeitgleich der Krieg seine Zerstörung auslebte. Heroisch gibt sich etwa Sepp Happs Soldat vor aufgetürmter Erde auf der linken Seite des Triptychons „Über allem aber steht unsere Infanterie“ von 1943. Mühelos steht er in sauberer Uniform, während der braune Grund weder die Schrecken des Krieges noch der Infanterieschlacht mit Schützengräben aufzeigt.

Deutlich schärfere Töne schlägt der Karikaturist Max Radler 1945 im „Politischen Jahrmarkt“ an. Das bunte Treiben der viel besuchten Stätte trieft vor sarkastischen Slogans, wie der „Verkauften Braut“ mit dem kurzen Eheglück, die prompt Hitler persönlich ehelicht. Auf einer hohen weißen Stange hängen Flaggen mit Hakenkreuz, eine verzerrte Figur des Propagandameisters Joseph Goebbels hat ihren Mund weit aufgerissen. Dahinter dreht sich ein Karussell mit deutschen und japanischen Flugzeugen, im Hintergrund brennen Türme. Kritische Künstler und jene, die einem individuellen oder innovativen Stil folgten, wurden rasch als „entartet“ im Sinne von krank und gefährlich diffamiert.

Die Themen der damals akzeptierten Kunst waren neben der Landschaft das Genre, Stillleben und Portrait. Offene politische Propaganda ist eher selten anzutreffen, wie der Katalogtext der Schau von 1937 das Ziel der NS-Kunstpolitik erklärt: Es sollten einzig künstlerische „Höchstleistungen“ präsentiert werden, die „der Größe der aus Blut und Boden, aus nationalsozialistischer Haltung und Weltanschauung geborenen neuen Zeit“ Ausdruck verleihen sollten. Die Illustration der Macht der Nazis sollten auch öffentliche Bauten verdeutlichen. Ab 1933 begann die Gestaltung der Reichsautobahnen, in München wurde das Haus der Kunst als erster monumentaler Propagandabau errichtet.

Die Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“ läuft bis zum 29. Oktober. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 28 Euro.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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14.07.2017, Artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus

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Kunstforum Ostdeutsche Galerie

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Carl Theodor Protzen, Straßen des Führers, vor 1940
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Erich Mercker, Steinbruch in Flossenbürg, vor 1941
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Alexej von Jawlensky, Mädchenbildnis, 1909
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Sepp Happ, Über allem aber steht unsere Infanterie, 1943
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Max Beckmann, Ochsenstall (Vieh im Pferch), 1933
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in der Ausstellung „artige Kunst. Kunst und
 Politik im Nationalsozialismus“
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