Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Art et Liberté in Düsseldorf

Die Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet sich ab dem Wochenende der Geschichte der ägyptischen Künstlergruppe „Art et Liberté“. Die Ausstellung im K20 versammelt mehr als 200 Leihgaben aus rund 50 Sammlungen in zwölf Ländern, darunter Gemälde und Grafiken, Fotografien, Filme, Bücher und Dokumente des surrealistischen Künstlerkollektivs. Die Gruppierung verstand sich als ein internationales kulturelles und politisches Projekt, das dem Faschismus, Nationalismus und Kolonialismus zu einer Zeit trotzte, als Ägypten noch eine Kolonie Großbritanniens war. Mit ihren provokativen, poetischen, subversiven und anarchischen Arbeiten traten sie gegen die politische Unterdrückung und für ein freiheitliches Menschenbild ein.

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges schlossen sich 1938 in Kairo 37 Künstler, Literaten, Journalisten und Anwälte zu einer international ausgerichteten surrealistischen Gruppe zusammen. Im Dezember unterzeichneten die Mitglieder das Manifest „Vive l’art dégénéré“ (Es lebe die degenerierte Kunst), in dem sie sich etwa gezielt auf das damals nationalsozialistische Deutschland und die Ausstellung „Entartete Kunst“ bezogen. Zu den treibenden Kräften zählte der in Kairo lebende Dichter und Literaturkritiker Georges Henein. Der koptische Diplomatensohn hatte bereits ab 1930 engen Anschluss an die Pariser Surrealisten um André Breton. Die bis 1948 bestehende Gruppe aus Künstlern, Intellektuellen und Aktivisten war eine heterogene Plattform.

Die Kämpfe im Nordwesten Ägyptens, Tod und Zerstörung sind die Themen zahlreicher Gemälde der Ausstellung, darunter von Kamel el-Telmisany, Inji Efflatoun, Fouad Kamel, Amy Nimr, Samir Rafi oder Ramsès Younane. Letzterer nimmt mit einer Arbeit von 1939 Bezug auf die bittere Armut und Prostitution, indem er einen ausgezerrten, scheinbar leblosen weiblichen Körper über zwei Pfeiler hängt, die zugleich die Gliedmaßen ins Unermessliche strecken, während sich im Hintergrund drei knöcherne Figuren entfernen. Binnen eines Jahrzehnts entstanden etwa 30 Bücher bedeutender „Art et Liberté“-Autoren wie Edmond Jabès und Philippe Soupault, die vielfach ihre Künstlerkollegen um Illustrationen für ihre Bücher und Manifeste baten. Typisch für die Fotografie des Surrealismus ist die Verfremdung durch Collage, Montage oder Überbelichtung. Sie bot auch Möglichkeiten zur Kritik am ägyptischen Nationalismus, was etwa an dem circa 1940 entstandenen „Stillleben“ von Ida Kar deutlich wird, in dem eine Stoffpuppe mit Pionierhut offensichtlich einen Pharaonenkopf an sich reißt.

Die Ausstellung „Art et Liberté – Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938–1948)“ läuft vom 15. Juli bis zum 15. Oktober. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende und feiertags ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro bzw. 2,50 Euro. Es erscheint Katalog für 35 Euro.

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – K20
Grabbeplatz 5
D-40213 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 83 81 204
Telefax: +49 (0)211 – 83 81 209

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Variabilder:

Manifest „Vive l’art dégénéré“ (Es lebe die entartete Kunst), 1938
Manifest „Vive l’art dégénéré“ (Es lebe die entartete Kunst), 1938

Variabilder:

Mitglieder von „Art et Liberté“ in der Maison des
 artistes, Darb el-Labbana Zitadelle, um 1945
Mitglieder von „Art et Liberté“ in der Maison des artistes, Darb el-Labbana Zitadelle, um 1945








News vom 15.12.2017

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

Heute vor 140 Jahren: Friedrichsbad in Baden-Baden eröffnet

Heute vor 140 Jahren: Friedrichsbad in Baden-Baden eröffnet

News vom 14.12.2017

Justus Bier Preis für Andreas Beitin, Brigitte Franzen und Holger Otten

Justus Bier Preis für Andreas Beitin, Brigitte Franzen und Holger Otten

Janneke de Vries wird Direktorin der Weserburg

Janneke de Vries wird Direktorin der Weserburg

Nominierte für den Kunstpreis der Böttcherstraße stehen fest

Nominierte für den Kunstpreis der Böttcherstraße stehen fest

Lisa Pahlke und Richard Leue in Frankfurt

Lisa Pahlke und Richard Leue in Frankfurt

News vom 13.12.2017

Studienpreis der HGB Leipzig geht an Julie Hart

Studienpreis der HGB Leipzig geht an Julie Hart

Wie sich Künstler sehen – Selbstporträts in Rüsselsheim

Wie sich Künstler sehen – Selbstporträts in Rüsselsheim

Preisträgerausstellung in Hannover

Preisträgerausstellung in Hannover

Abu Dhabi hat Salvator Mundi gekauft

Abu Dhabi hat Salvator Mundi gekauft

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Flügel-Roncak - Retna - Sacred Dance Of Memories.

Retna - Sacred Dance Of Memories. Seltene Grafik verfügbar.
Galerie Flügel-Roncak

Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf - BEDEUTENDE IKONE MIT GOTTESMUTTER GLYKOPHILOUSA, Kreta, 2. Hälfte 15. Jh., Eitempera auf Kreidegrund, Hintergrund vergoldet. 52 x 40 cm. Erlös 46.000,- €

Nachbericht: 80. Auktion - Glückbringende Gottesmutter
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf - OTTO MUELLER (1874 - 1930), SITZENDER FRAUENAKT AN EINEM GEWÄSSER, Pastellkreide auf bräunlichem Papier. SM 48 x 68 cm. Limit 4.000,- €

Vorbericht: 81. Auktion - Moderne & Zeitgenössische Kunst
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf - DIAMANT-RING, Weißgold. Ringmaß ca. 62, ein Brillant, ca. 3,10 ct., acht Diamanten im Baguetteschliff, zusammen ca. 0,4 ct. Limit 9.000,- €

Vorbericht: 82. Auktion - Modern Merry Christmas
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

Nachbericht: 81. Auktion - Alpine Ruhe und städtische Ruhelosigkeit
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf

Nachbericht: 82. Auktion - Das beliebte ‚Enfant terrible‘ der Uhrenwelt
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf





Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce