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Erwin Wurm bespielt Duisburger Museen

Erwin Wurm, Fat Car, 2005

Hoch von einem Piedestal leuchtet vor der Duisburger Küppersmühle in flammendem Signalrot geradezu drohend ein überdimensional vergrößerter Boxhandschuh. Reifenspuren sind deutlich eingekerbt. Was für ein Kampf findet hier statt? Die Küppersmühle und das Lehmbruck Museum warten mit einer 200 Arbeiten umfassenden Überblicksschau zu Erwin Wurm auf. International von sich reden macht der Österreicher derzeit auch als Vertreter seines Heimatlandes auf der venezianischen Biennale. Während im Lehmbruck Museum vornehmlich Skulpturen zu sehen sind, konzentriert sich die Auswahl in der Küppersmühle auf wandgebundene Installationen. Sie alle entführen in ironische Abgründe voller skurriler humoristischer Anflüge, mit denen der Künstler gesellschaftliche Situationen lustvoll interpretiert.

Der 1954 geborene Erwin Wurm begann seine künstlerische Laufbahn als Maler. Aufgrund des innovationsfreudigeren Charakters wechselte er ins Metier der Plastik. Beginnend mit „Staubskulpturen“ als selbst gewähltem Nullpunkt erhob er rasch Alltagsobjekte zur Skulptur. Unter Ausnutzung gegenläufiger Bildhauerstrategien, nämlich mittels Zunahme von Volumina, intendiert er die Verkörperung von Inhalten. Dabei ließ sich Wurm von so konträren Positionen wie der sozialen Plastik Joseph Beuys’ oder Andy Warhols Pop Art leiten. Das beherrschende Werk in der Küppersmühle ist eine 90 Meter lange, raumhohe Wandbespannung aus grellem grünem Strickstoff. Kombiniert mit Objekten und abstrahierten Körpern wirkt das monumentale Kunstwerk, das nur beim Durchlaufen durch alle Räume in Gänze erfasst werden kann, wie eine riesige Farbfeldmalerei.

Neben Stoffen wiederholen sich immer wieder andere Aspekte, etwa Autos oder Bezüge zur österreichischen Heimat, mit denen Erwin Wurm gesellschaftliche Zustände mit beißender Kritik scharfzüngig kommentiert. Besonders deutlich wird dies im Hauptausstellungsraum des Lehmbruck Museums. „Land der Berge“ heißt eine Installation aus 55 auf Sockeln stehenden, dunkel patinierten, bronzenen Minibergformationen. Ergänzt wird die Zustandsbeschreibung des eigenen Landes durch symbolträchtig braune Grafiken in Bezug auf landestypische Kennzeichen von der Kaffeehauskultur bis hin zur politisch verstandenen braunen Vergangenheit. In der Glashalle des Museums steht wie in einem Schaufenster das „Fat Car“, eine aufgeblähte, verfettete, nicht benutzbare Chiffre für den Wohlstandsspeck unserer Überflussgesellschaft.

Die Ausstellung „Erwin Wurm“ läuft im Lehmbruck Museum bis zum 29. Oktober, im Museum Küppersmühle bis zum 3. September. Das Lehmbruck Museum hat täglich außer montags von 12 bis 17 Uhr, samstags und sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Die Küppersmühle ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr, donnerstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das Kombiticket kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.

Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203 – 283 26 30
Telefax: +49 (0)203 – 283 38 92

Museum Küppersmühle
Philosophenweg 55
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203 – 30 19 48 11
Telefax: +49 (0)203 – 30 19 48 21


12.07.2017

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


07.07.2017, Erwin Wurm

Veranstaltung vom:


07.07.2017, Erwin Wurm

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Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg

Bei:


Museum Küppersmühle

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Erwin Wurm, The Artist who swallowed the World, 2006
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Erwin Wurm, Land der Berge, 2017
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Erwin Wurm, Boxhandschuh, 2016
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Erwin Wurm, Halber Big Suit, 2016
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 Wurm, Fat Car, 2005
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