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Roberto Burle Marx in Berlin

Die Deutsche Bank Kunsthalle in Berlin widmet Roberto Burle Marx eine erste Retrospektive in Deutschland. Der 1994 verstorbene Landschaftsarchitekt und Künstler wird in seiner Heimat Brasilien als einer der Wegbereiter der Moderne angesehen. Der Brasilianer ignorierte die Grenzen zwischen den Medien und Disziplinen; so wirkte er ebenfalls als Maler, Bildhauer, Bühnenbildner, Designer und Umweltaktivist. Neben Entwürfen, Zeichnungen und Tuschearbeiten sind auch einige seiner Gemälde zu sehen. Da sein Werk nachfolgende Künstler inspirierte, sind etwa Arbeiten von Paloma Bosquê, Dominique Gonzalez-Foerster, Luisa Lambri, Arto Lindsay und Nick Mauss Teil der Ausstellung.

Roberto Burle Marx kam 1909 in São Paulo zu Welt. Nach seinem Studium an der Escola de Belas Artes in Rio de Janeiro führte er seine Ausbildung von 1928 bis 1929 in Berlin fort. Dort sollte ihn der Kubismus stark beeinflussen. Auf dem Gebiet der Gartenarchitektur war er Autodidakt und interessierte sich bereits zu Studienzeiten für die tropische Flora. Der Sohn eines deutsch-jüdischen Vaters aus Trier und einer katholisch-brasilianischen Mutter revolutionierte das Gartendesign, indem er sich gegen die Symmetrie und importierte Pflanzen Europas wandte. Vielmehr nutzte Burle Marx die bunte tropische Flora, die er in abstrakten Formen arrangierte. Sein Ziel war hier, die Distanz zwischen Zivilisation und Natur zu überbrücken. Laut den Kuratoren Jens Hoffmann, Claudia J. Nahson sowie Morris und Eva Feld wollte er damit den „Verlust des Urgartens lindern“.

Zu den bekanntesten Werken Burle Marx’, der zudem etwa 50 neue Pflanzenarten entdeckte, gehören seine Gartenentwürfe für Brasilia und Rio de Janeiro. Berühmt ist sein Dachgarten für den Hauptsitz der Banco Safra in São Paulo von 1983, den ein unregelmäßiges und sich mal verjüngendes mal verbreitendes weißes und graues Wegemuster charakterisiert. Der Pfad ist punktuell mit Grünwerk besetzt. Die Nähe zur abstrakten Malerei ist hier deutlich. Roberto Burle Marx gestaltete international mehr als 2.000 Gärten und ließ die Pflasterung an der Avenida Atlântica 1970 an der Copacabana wellenförmig legen.

Der in Caracas geborene Juan Araujo nimmt engen Bezug zu Roberto Burle Marx’ Gärten und malt sie mit leichten Veränderungen in seinen Bildern nach. So verschob er in seiner kleinen Nachbildung von 2015 etwa die Farbskala der Pflasterung des Banco Safra Hauptquartiers unter Beibehaltung von Form und Pflanzenverteilung zu Orange- und Gelbtönen. Die deutsche Künstlerin Veronika Kellndorfer interessiert sich für das Erscheinen und Verschwinden von Architekturen und seziert Burle Marx’ Arbeiten als ephemere Monumente beinahe vergessener sozialer Utopien. Sie überträgt die Muster im Siebdruck auf Glasplatten. In ihrer aktuelle Arbeit „Tropical Pattern“ bezieht sie sich auf das gewellten Pflaster in Copacabana von Burle Marx.

Die Ausstellung „Roberto Burle Marx: Tropische Moderne“ läuft vom 7. Juli bis zum 3. Oktober. Die Deutsche Bank Kunsthalle hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, für Schulklassen und montags ist er für alle kostenlos. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog für 35 Euro.

Deutsche Bank Kunsthalle
Unter den Linden 13/15
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 20 20 930
Telefax: +49 (0)30 – 20 20 93 20

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


07.07.2017, Roberto Burle Marx: Tropische Moderne

Bei:


Palais Populaire

Künstler:

Roberto Burle Marx








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