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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Arnold-Bode-Preis für Olu Oguibe

Arnold-Bode-Preis 2017 für Olu Oguibe

Olu Oguibe erhält den mit 10.000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis der Stadt Kassel. Das hat der Magistrat Stadt auf Vorschlag des Kuratoriums der Arnold-Bode-Stiftung beschlossen. Der 1964 geborene Nigerianer ist Teilnehmer an der diesjährigen Documenta 14 und präsentiert auf dem zentralen Königsplatz einen monumentalen Obelisken, auf dem die Inschrift „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ aus dem Matthäus-Evangelium in Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch zu lesen ist. Olu Oguibe behandelt darin die virulenten Themen von Flucht und Migration. „Es ist eine Arbeit, die eines der brennenden Themen der Gegenwart aufnimmt und mit der Formgebung einen Bezug zur Geschichte herstellt“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Ein komplexes Thema werde mit einer so visuell beeindruckenden wie inhaltlich überzeugenden Klarheit auf den Punkt gebracht. „Traditionell ein herrschaftliches Zeichen, weigert sich dieser Obelisk zudem, die königliche Mitte des kreisrunden Platzes zu besetzen, und konterkariert damit subversiv jeglichen absolutistischen Machtanspruch“, erläuterte Heiner Georgsdorf, Vorsitzender des Kuratoriums der Arnold-Bode-Stiftung.

Olu Oguibe ist Künstler, Kulturwissenschaftler und international tätiger Kurator. Nach Studium an der University of Nigeria und Promotion in London lehrte er unter anderem am Goldsmith College in London, an der University of Illinois in Chicago und an der University of South Florida, wo er den „Stuart Golding Endowed Chair“ in Afrikanischer Kunst innehatte. Seine Professur für Kunst und African-American Studies an der University of Connecticut hat er vor einiger Zeit aufgegeben, um sich ganz der künstlerischen Arbeit zu widmen. Oguibe, der in der Kleinstadt Rockville im US-Bundesstaat Connecticut lebt, setzt sich seit fast vier Jahrzehnten als Konzeptkünstler unter anderem mit sozialen und formellen Themen auseinander. Seine Werke waren unter anderem im New Yorker Whitney Museum, in der Whitechapel Gallery und dem Barbican Center in London sowie im Migros Museum in Zürich zu sehen. 2007 nahm Oguibe an der Biennale in Venedig teil – das Jahr, in dem Afrika erstmals mit einem Pavillon vertreten war.

Der Arnold-Bode-Preis erinnert an den 1977 verstorbenen Gründer der Weltkunstschau Documenta in Kassel. 100 Künstler hatten 1975 Arnold Bode zum Geburtstag eigene Arbeiten geschenkt, die anschließend in eine Stiftung überführt wurden, die für die Preisvergabe nun zuständig ist. Die Auszeichnung wird seit 1980 alle zwei Jahre vergeben, zusätzlich im Documenta-Jahr traditionell an einen Documenta-Teilnehmer. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen Hannsjörg Voth, Wolfgang Laib, Rebecca Horn, Stan Douglas, Gerhard Merz, Maria Eichhorn, Maurizio Cattelan, Penny Hes Yassour, Hans Schabus, Urs Lüthi, Goshka Macuga, Thomas Bayrle, Nairy Baghramian und zuletzt 2016 Hiwa K. Nach Romuald Hazoumé im Jahr 2007 ist Olu Oguibe der zweite Künstler mit Wurzeln in Schwarzafrika.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Künstler:

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