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Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Wu Tsang entführt in der Kunsthalle Münster in ihre sinnlichen wie nonkonformen Lebenswelten

Wild at Heart



Die 1982 geborene, zur Zeit in Berlin lebende US-Künstlerin Wu Tsang thematisiert in ihren Arbeiten unter anderem ihre eigene Transgender-Identität, queere Lebensformen, feministische Theorie und die emanzipatorischen Theorien und Konzepte der schwarzen akademischen Avantgarde an den US-Hochschulen. Abgesehen von dieser stark inhaltlichen Aufladung, schafft sie aber ganz einfach auch äußerst sinnliche, visuell und klanglich überwältigende Videoinstallationen und interaktive Strukturen. Unter dem Titel „Devotional Document (Part 2)“ hat Wu Tsang am Freitag ihre Einzelausstellung in der Kunsthalle Münster eröffnet und gibt damit ihr institutionelles Debut in Deutschland.


Kuratiert wurde die Schau, die auch während der gesamten Skulptur Projekte 2017 zu sehen ist, von Gail B. Kirkpatrick und Marcus Lütkemeyer. Martin Henatsch, frischgebackener Rektor der Kunsthalle Mainz, hielt bei schweißtreibenden Temperaturen die Eröffnungsrede. Zu sehen sind drei Videoarbeiten, eine Rauminstallation und Grafikserie.

Wu Tsangs Filmprojekte stehen an der Schnittstelle zwischen Performance, Tanz und theoretischem Diskurs. Die Ausstellung in Münster entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Dichter Fred Moten, Jahrgang 1962, der als Professor für Englisch an der University of California in Riverside lehrt. Er taucht auch als Protagonist in Wu Tsangs Filmen auf: als tanzender Schamane etwa in der Arbeit „Girl Talk“ von 2015 und als akademisch geschulter Gesprächspartner in der Sound-Film-Arbeit mit sich überlagernden Tonspuren „Miss Communication and Mr:Re“ von 2014.

Herzstück der Münsteraner Schau ist jedoch die neue Zwei-Kanal-Projektion „We hold where study“ von 2017. In fünf Kapiteln sieht man zwei halb tanzende, halb miteinander kämpfende Paare, eines auf einer sommerlichen Wiese, das andere in einer leeren Industriehalle. Im Wechsel des Mit- und Gegeneinander, des Missverstehens und Umarmens, der Liebe und des Hasses, des Für und des Wider entstehen eindringliche Bewegungsabläufe im Stil des modernen Ausdruckstanzes, etwa von Yvonne Rainer, deren Arbeit Wu Tsang genau studiert hat. Unterlegt ist die knapp 20minütige Arbeit mit dem eindringlichen Sound des norwegischen Komponisten und Saxofonisten Bendik Giske.

Die im letzten Raum gezeigte performative Skulptur „Gravitational Feel“ von 2016, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit Fred Moten entstand, spielt unter anderem auf die längst in Vergessenheit geratene Knotenschrift der südamerikanischen Ureinwohner an. Sie besteht aus neun an der Decke hängenden, drehbaren Scheiben, von denen metallisch glänzende Schnüre herabhängen, die mit unterschiedlichen Knoten versehen sind. Anfassen, in Rotation versetzen und Hindurchgehen sind bei dieser sehr sinnlich aufgeladenen Arbeit ausdrücklich erlaubt.

Die Ausstellung „Wu Tsang: Devotional Document (Part 2)“ läuft bis zum 1. Oktober. Die Kunsthalle Münster hat dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, am Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:

Kunsthalle Münster

Hafenweg 28

DE-48155 Münster

Telefon:+49 (0251) 674 46 75

Telefax:+49 (0251) 674 46 85

E-Mail: kulturamt@stadt-muenster.de



29.05.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


27.05.2017, Wu Tsang: Devotional Document (Part 2)

Bei:


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Bericht:


Wu Tsang im Berliner Gropiusbau

Künstler:

Wu Tsang










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