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Ars Electronica gibt Preisträger bekannt

Bei der Vorstellung der Preisträger des diesjährigen Prix Ars Electronica

Das Linzer Medienkunstfestival Ars Electronica hat seine diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Insgesamt 3.677 Einreichungen aus 106 Ländern sind für die sieben Wettbewerbskategorien eingereicht worden. Die Gewinner der begehrten Goldenden Nicas erhalten die Auszeichnung im Rahmen der Ars Electronica Gala am 8. September im Linzer Brucknerhaus.

In der Kategorie „Hybrid Art“, die sich vorrangig mit hybriden und transdisziplinären Arbeitsweisen der aktuellen Medienkunst befasst, erhält die Slowenin Maja Smrekar die Goldene Nica für ihre Werkreihe „K-9_topology“. Die aus mehreren Projekten bestehende Arbeit setzt sich mit den Perspektiven verschiedener Lebewesen sowie mit der Rolle des Menschen – im speziellen der Frau – in einer zunehmend biopolitischen Welt auseinander. Die Verbindung beziehungsweise die Beziehung von Tier und Mensch nimmt hierbei eine besondere Rolle ein. Während Smrekar in „Ecce Canis“ eine chemische Duftessenz als Symbol der Verbindung von Hund und Mensch erstellt, geht sie in „ARTE_mis“ mit der Befruchtung ihrer eigenen Eizelle mit dem Sperma ihres Hundes einen großen Schritt weiter und konnte die Jury durch ihre diskussionsanregende Werkreihe überzeugen.

Für ihr Buch „Not Your World Music: Noise In South East Asia“ erhalten Cedrik Fermont und Dimitri della Faille die Goldene Nica in der Sparte „Digital Musics & Sound Art“. Das Buch handelt von Kunst, Politik, Identität, Gender sowie globalem Kapitalismus und möchte mit seinen politischen, antisexistischen und antikolonialen Beiträgen die Menschen zum Nachdenken anregen. In der mit 1.157 Einreichungen meist umkämpften Kategorie „Computer Animation/Film/VFX“ konnte sich David OReilly durchsetzen. Mit seiner Natursimulation „Everything“ leistete der Ire laut Jury einen „einzigartigen und innovativen Ansatz, der die Grenzen zwischen linearen, nichtlinearen und interaktiven Erfahrungen verschiebt.“ Lisa Buttinger konnte mit ihrer „nonvisual-art“ in der Sparte der „u19 – Create your World“ überzeugen und die Goldene Nica ergattern. In ihrer Arbeit bricht sie das einfallende Licht durch Zellophan-Folien und in Kleber eingearbeitete Luftbläschen, um die zuvor unsichtbaren Strahlen in sichtbare Farben zu zerlegen.

Die Kategorie des „Sachpreises u14“ konnten Arian Hoseini und Sasan Hoseini aus Österreich für sich entscheiden, die mit ihren Lernspielen begeisterten, die sowohl zur Unterrichtsgestaltung als auch zum eigenständigen Lernen von Schülern geeignet sind. Gewinner der jüngsten Sparte „Sachpreis u10“ ist Jonathan Wimmer mit seinem zweieinhalb-minütigen Stop-Motion-Film, in dem er auf humorvolle Weise die Ausbildung eines Ninja-Anwärters zeigt. Der „netidee Special Prize“ geht an das Projekt „Big Poop Data“ von Robert Miller, Nico Rameder, Daniel Wetzelhütter und Max Wolschlager, das sich kritisch mit der um sich greifenden Sammelwut digitaler Daten befasst.

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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