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Roland Goeschl in Salzburg

In Gedenken an den im vergangenen Dezember verstorbenen Bildhauer Roland Goeschl widmet das Rupertinum, das Stammhaus des Museums der Moderne Salzburg, seine aktuelle Ausstellung dem 1932 in Salzburg geborenen Künstler. Im Vordergrund steht hierbei Goeschls Auffassung von Skulptur sowie sein künstlerischer Werdegang von frühen Plastiken bis hin zu monumentalen Arbeiten besonders im öffentlichen Raum. Zu sehen sind gleichfalls die von Goeschl mitgestalteten Werbespots für die Schuhmarke „Humanic“ aus den 1960er und 1970er Jahren, die damals enorm populär waren, sowie rare Ausgaben der experimentellen Kunstzeitschrift „pfirsich“, in der Goeschls Artikel veröffentlichte.

Wesentliche Impulse für sein Werk erhielt Roland Goeschl, Meisterschüler und Assistent von Fritz Wotruba, in den 1960er Jahren in London und Paris. Die Konkrete Kunst mit ihren kubisch-abstrakten Gebilden und der Verwendung der Primärfarben schlug sich immer mehr in Goeschls Schaffen nieder und wurde schließlich zu seinem Markenzeichen. In seiner Styropor-Skulptur „Schüttung“ von 1976 machte er sich zusätzlich das Zufallsprinzip zu eigen, um die 45 gelben, roten und blauen Quader in einer senkrecht aufgestellten Glasbox anzuordnen. Ähnliche Farb- und Form-Kombinationen hatte der Künstler bereits in verschiedenen TV-Spots wie „Sprengung“ und „Umweltschutzmauer“ umgesetzt. Goeschls Plastiken entwickelten sich mit der Zeit zu öffentlich angelegten architektonischen Raumgebilden. Hier ist besonders seine Fassadengestaltung an der Technischen Universität in Wien bekannt, wo er ab 1972 als ordentlicher Professor unterrichtete.

Die Ausstellung „Roland Goeschl. Farbraum total“ ist bis zum 16. Juli zu sehen. Das Rupertinum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Museum der Moderne Salzburg – Rupertinum
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
A-5010 Salzburg

Telefon: +43 (0)662 – 84 22 200
Telefax: +43 (0)662 – 84 22 20 700

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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