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Kunst- und Wirtschaftswerte in der Düsseldorfer Kunsthalle

Als Jubiläumsausstellung zu ihrem 50jährigen Bestehen befasst sich die Kunsthalle Düsseldorf mit der Frage nach dem Wert von Kunst und Institutionen. Die erste von insgesamt vier programmatischen Ausstellungen im Jubiläumsjahr widmet sich darüber hinaus der Geschichte seit der Neugründung der Kunsthalle und geht dabei aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent (S.M.A.K.) besonders auf die europäischen Querverbindungen der Jahre 1966 bis 1981 zwischen der belgischen und der deutschen Kunstszene ein.

Bereits seit ihrer Erstgründung im Jahr 1881 hat sich die Düsseldorfer Kunsthalle vorrangig aktuellen Positionen der Moderne gewidmet. Neben Ausstellungen wichtiger Künstler wie Vincent van Gogh, Claude Monet, Emil Nolde, Henri Matisse, Wassily Kandinsky und vielen weiteren verstand sich die Kunsthalle besonders seit ihrer Neuerrichtung 1967 als Haus, das seinen Fokus auf einen erweiterten Kunstbegriff und interdisziplinäre Ansätze legte. Mehr als 500 Ausstellungen trugen im damals von den Architekten Beckmann und Brockes als brutalistischen Beton-Kubus hochgezogenen Bau zur Konstitution der Identität der Kunsthalle bei.

Die „Wirtschaftswerte“ von Joseph Beuys steht als titelgebende Arbeit der Ausstellung im Vordergrund. Die 1980 erstmalig in Gent gezeigte Installation besteht aus einfachen Eisenregalen mit DDR-typischen Lebensmitteln. Die spärliche Bestückung stellt einerseits das Gegenbild zum Überangebot damaliger westlicher Supermärkte dar und verweist andererseits kritisch auf die heutige Wegwerfgesellschaft und deren Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen. Auch dem „Ikonenraum“ von Imi Knoebel kommt eine besondere Bedeutung zu. Das in Gent realisierte Werk der S.M.A.K.-Ausstellung „Kunst in Europa na’ 68“ zeigt mit anderen Arbeiten von Yves Klein und Andy Warhol die Bandbreite des damaligen Kunstschaffens auf und wirft darüber hinaus die Frage nach dem zentralen Unterschied zwischen Kunsthalle und Kunstmuseum auf.

Die Ausstellung „Wirtschaftswerte / Museumswerte“ ist bis zum 18. Juni zu sehen. Die Kunsthalle Düsseldorf hat täglich außer montags auch über die Osterfeiertage von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
D-40213 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 899 62 40
Telefax: +49 (0)211 – 892 91 68

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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08.04.2017, Wirtschaftswerte – Museumswerte

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