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Selbstbildnis von Gabriele Münter für Murnau

Das Schlossmuseum Murnau konnte ein frühes Selbstbildnis von Gabriele Münter konnte ankaufen. Das um 1909 datierte Bild, ein Schlüsselwerk im frühen Œuvre der Malerin, hing seit langem als Leihgabe im Museum. Mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und einem privaten Förderer konnte Bildnis aus dem Nachlass des einstigen Lebensgefährten Münters, Johannes Eichner, erworben werden. Selbstporträts von Gabriele Münter gelangen nur selten auf den Kunstmarkt.

Das Portrait war ein Geschenk der Malerin an Johannes Eichner. Mit ernstem Blick und in einen weißen Malkittel gehüllt schaut Gabriele Münter skeptisch zum Betrachter. Ihre langen dunklen Haare türmen sich auf dem Kopf zu einer lose hochgesteckten Frisur. Vor den energischen Pinselstrichen des Hintergrundes in Rot-, Orange-, Gelb- und Grüntönen schimmert das Porträt der Malerin leuchtend hervor. Dabei webt sie die Farben des Grundes in ihr Inkarnat und Haar. Der grau-weiße Malkittel lässt nur in wenigen Freiflächen das warme Orange durchschimmern. Farbliche Kontraste setzt das Violett, das neben dem weißen Kragen auch den Hals und die Wangen Gabriele Münters ziert. Laut Mitteilung des Museums spiegelt sich im kontrastreichen Kolorit des Bildes der Einfluss der französischen Fauvisten, die Gabriele Münter wenige Jahre zuvor bei einer Reise nach Paris in Begleitung von Wassily Kandinsky kennenlernte. Das Gemälde stammt aus einer Schaffensphase, als die Künstlerin ihren eigenen malerischen Ausdruck fand.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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