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Gavin Turk und Jens Wolf in Herford

Gavin Turk, Telesthesia, 2015

Das Museum Marta in Herford beschäftigt sich aktuell mit Gavin Turk und Jens Wolf. Unter dem Titel „Risse in der Wirklichkeit“ beleuchtet die Ausstellung Zusammenhänge im Werk der beiden Künstler. Unter den fast vierzig Arbeiten befinden sich großformatige Gemälde, filigrane Skulpturen und eine temporäre Wandarbeit, die eigens für die Schau entstanden ist. Sie wollen nicht nur zum Nachdenken über Aneignung und Nachahmung in der Kunst anregen, sondern auch Bezüge zur Kunstgeschichte aufzeigen. Denn Turk und Wolf hinterfragen auf ironische Weise die Konzepte der Autorschaft und Originalität. „Alle Kunst ist auf die eine oder andere Art Aneignung – schon deshalb, weil sie im Kontext der Kunst gesehen wird“, so Turk.

Der Bildhauer und Installationskünstler Gavin Turk, geboren 1967 in Guilford in England, studierte von 1986 bis 1989 am Chelsea College of Arts and Design, anschließend besuchte er bis 1991 das Londoner Royal College of Art. Turk arbeitet mit unterschiedlichen Arbeitstechniken, Ausdrucksformen und Themen, weshalb er keine eindeutige Handschrift hat. Mythos und Inszenierung spielen in seinem Werk eine entscheidende Rolle. Turk inszenierte sich beispielsweise als verstorbener renommierter Künstler, indem er im Royal College ein blaues Keramikschild mit der Aufschrift „Borough of Kensington, Gavin Turk, Sculptor, worked here, 1989-1991“ montierte. Seine scheinbar profanen Alltagsgegenstände geben sich erst bei genauem Hinsehen zu erkennen: Toilettenpapierrolle, Apfel und Auspuffrohr sind tatsächlich perfekt bemalte Bronzegüsse, so auch der vermeintlich eingerissene Plastikbecher „Tea and Crack“ von 2005. Mit seiner Installation „Telesthesia“ von 2015 überträgt Turk das Selbstportrait „La Clairvoyance“ des Surrealisten René Magritte in den dreidimensionalen Raum und stellt die traditionelle Vorstellung von Original und Kopie in Frage. In beiden Versionen steht ein Ei Model. Doch während Magritte dann einen Vogel malt, bringt bei Turk der Maler das Ei auf die Leinwand.

Die Aneignung und Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Vorbildern verbindet Gavin Turk mit Jens Wolf, der von 1994 bis 2000 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studierte. Wolf nimmt sich unter anderem die Hard Edge-Künstler Frank Stella und Kenneth Noland sowie Josef Albers’ Farb- und Formstudien „Homage to the Square“ zum Vorbild. Albers beschäftigte sich mit der Komposition von ineinander verschachtelten Quadraten und der Wirkung von Farbe. Wolf greift das Motiv auf, verzieht es in „03 albers3“ von 2003 aber zu Rechtecken und Trapezen. Anders als Albers durchbricht Wolf die präzise Malweise und die klaren Formen mit kleinen Unebenheiten oder Übermalungen. Die Bildkanten der Sperrholzplatten sind teilweise abgesplittert, wodurch die Geschlossenheit des Formats aufgelöst wird.

Die Ausstellung „Risse in der Wirklichkeit. Gavin Turk/Jens Wolf“ läuft bis zum 25. Juni. Das Museum Marta hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4,50 Euro.

Marta Herford
Goebenstraße 2-10
D-32052 Herford

Telefon: +49 (0)5221 – 99 44 300
Telefon: +49 (0)5221 – 99 44 30 23

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

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02.04.2017, Risse in der Wirklichkeit – Gavin Turk / Jens Wolf

Bei:


Marta Herford

Variabilder:

Gavin Turk, Telesthesia, 2015
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Gavin Turk, Tea and Crack, 2005
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Jens Wolf,
 15.36, 2015
Jens Wolf, 15.36, 2015

Variabilder:

Jens
 Wolf, 03 albers3, 2003
Jens Wolf, 03 albers3, 2003

Künstler:

Gavin Turk

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