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Petra Kaltenmorgen in Hannover

Das Sprengel Museum Hannover präsentiert seit dem Wochenende Fotografien von Petra Kaltenmorgen. Die Ausstellung bietet einen Einblick in ihr Werk der letzten zehn Jahre. Die Künstlerin verwendet vorwiegend die Großformatkamera und konzentriert sich auf wenige, häufig alltägliche Elemente, die sie zu einem Stillleben arrangiert. Nicht selten erinnern sie an Allegorien der Sinne und Vergänglichkeit, wie in „Marteria (11)“ von 2010. Die Ecke eines roten Polsters ragt ins Bild, darauf liegen vier beinahe luftleere bunte Luftballons sowie ein zerknülltes Stück Alufolie. „Meine fotografischen Arbeiten sind geprägt vom Umgang mit den Dingen und dem Suchen nach dem Raum, der sie umgibt“, so Petra Kaltenmorgen.

Für Kaltenmorgen sind die Art des Schauens, das Licht und die existenzielle Bedeutung von Materie in der Zeit von größerer Bedeutung als der abgebildete Gegenstand. Sie verarbeitet ihre Motive in Installationen, Videos, angebrannten Zeitungsausschnitten, Fotoserien und dreidimensionalen Objekten. In der Serie „Rückseiten“ von 2015 bestickt Kaltenmorgen vier schwarze Leinwände mit farbigen Wollfäden, die sich in Textur und Material unterscheiden. Die losen Fäden an der Rückseite fixiert sie mit Tesakrepp. Entscheidend für die Arbeit ist, dass die Künstlerin das Muster aus waagerecht gespannten Klebestreifen und den herabhängenden Fäden fotografiert. So wird die Rückseite zur Vorderseite. In der 2011 entstandenen Serie „Gifts and Gaps“ reduziert Kaltenmorgen den Inhalt auf verschiedene Blumen und Pflanzen, die von den Seiten in ein schwarzes Bild ragen, was an die ästhetisch reduzierte Zeichenhaftigkeit des Zens denken lässt. In manchen Fotos geben sich zwischen den satten Farben abgestorbene Pflanzen zu erkennen, die wieder an die Vergänglichkeit erinnern.

Die 1964 in Hirschfeld im Hunsrück geborene Petra Kaltenmorgen lebt seit Ende der 1980er Jahre in Hannover. Nach ihrer Ausbildung zur Glasmalerin studierte Kaltenmorgen von 1989 bis 1995 Freie Kunst an der Fachhochschule Hannover bei Heinrich Riebesehl, Rolf Bier und Ralph Kull. Anschließend war sie Meisterschülerin bei Riebesehl. Sie lehrte von 2001 bis 2002 künstlerische Fotografie an der Fachhochschule Hannover. 2003 war sie Gastdozentin am Victorian College of the Arts in Melbourne. Kaltenmorgen erhielt unter anderem 1996/97 den Kunstpreis „Künstlerische Fotografie“ des Landkreises Gifhorn sowie den Preis des Kunstvereins Hannover in den Jahren 1997 bis 1999.

Die Ausstellung „Petra Kaltenmorgen. Stand der Dinge“ läuft bis zum 16. Juli. Das Sprengel Museum Hannover hat dienstags von 10 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro, jeden Freitag ist er kostenlos.

Sprengel Museum Hannover
Kurt Schwitters Platz
D-30169 Hannover

Telefon: +49 (0)511 – 168 438 75
Telefax: +49 (0)511 – 168 450 93

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

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Veranstaltung vom:


01.04.2017, Petra Kaltenmorgen. Stand der Dinge

Bei:


Sprengel Museum Hannover

Künstler:

Petra Kaltenmorgen








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