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Adolf Erbslöh in Murnau

Adolf Erbslöh, Desenberg, 1917

Das Schlossmuseum Murnau erinnert in seiner neuen Schau an den 70. Todestag Adolf Erbslöh. Der 1881 in New York geborene Maler wuchs in Barmen auf, ist hauptsächlich als Nachfolger von Wassily Kandinsky bekannt und war ein Gründungsmitglied der „Neuen Künstlervereinigung München“ (N.K.V.M.). Erbslöh stammte aus einer wohlhabenden Familie und studierte Kunst zunächst drei Jahre lang an der Akademie in Karlsruhe, bevor er gemeinsam mit seinem Freund Oscar Wittenstein 1904 an die Akademie der Bildenden Künste nach München wechselte. Zu seinen Lehrern gehörte unter anderem Ludwig von Herterich. Die finanzielle Situation Erbslöhs erlaubte es ihm, nicht nur seinen vielfältigen Interessen nachzugehen, sondern auch seinen Freunden zu helfen. Hierbei unterstützte er insbesondere die russischen Künstler, die aufgrund der der Oktoberrevolution 1917 ihre Heimat verließen und durch die Machtergreifung Lenins ihr Vermögen verloren hatten.

1909 gründete Adolf Erbslöh gemeinsam mit Künstlern wie Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky die N.K.V.M. und suchte nach weiteren Mitgliedern. Erbslöh präsentierte bei der ersten Ausstellung der Vereinigung etwa seine „Märzsonne“ von 1909. Die verschneite Stadtvedute, die auch in Murnau zu sehen ist, charakterisieren pastellfarbene, lichte Pinselstriche sowie Primär- und Komplementärkontraste, etwa indem eine zitronengelbe Hauswand mit einer fliederfarbenen Fläche gepaart wird. Erbslöh selbst bezeichnete 1931 seinen Freund Jawlensky als sein „künstlerisches Gewissen“ und nannte Vincent van Gogh und Paul Cézanne als weitere Einflüsse. In seinen Landschaften entwickelte sich in den Folgejahren eine verstärkt rhythmische, kubistisch-abstrahierende Auflösung der Form. Der 1917 gemalte „Desenberg“ mag in der Pinselführung an Cézannes auflösende kurze Striche erinnern, jedoch gestaltet Erbslöh daraus weniger eine dreidimensionale Wirkung, sondern intensiviert das Flächige. Es ist die partielle Überschneidung der grünen und rötlichen Farbstreifen mit den als Punkte eingefügten Bäumen und Sträuchern, die eine Bildtiefe erahnen lassen. Der Berg selbst ist in ausdrucksstarken Gelb-, Rot- und Orangetönen vor einem überwiegend weiß-blauen Himmel gehalten.

Die geometrische Auflösung des Kubismus und eine eher expressionistische Farbigkeit werden im 1921 gemalten „Park“ deutlich. Die Leinwand definiert das Auf und Ab der Zick-Zack-Bewegung, die die Bäume, ihre schwarzen Schlagschatten und die Berge im Hintergrund durchzieht. Die beinahe kristalline Wirkung der Formen segmentieren hellere und dunklere petrolfarbene, grüne und rostrote Tonwerte. Unter den Exponaten sind auch selten gezeigte Arbeiten Erbslöhs aus Privatsammlungen, Werke seiner Weggefährten und Skulpturen seiner Tochter Ingeborg zu sehen.

Die Ausstellung „Adolf Erbslöh (1881-1947). Maler, Freund und Förderer“ läuft vom 30. März bis zum 2. Juli. Das Schlossmuseum Murnau hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Der Katalog zur Ausstellung kostet 24 Euro.

Schlossmuseum Murnau
Schlosshof 4-5
D-82418 Murnau am Staffelsee

Telefon: +49 (0)8841 – 476 207
Telefax: +49 (0)8841 – 476 277

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


30.03.2017, Adolf Erbslöh. Maler, Freund und Förderer

Bei:


Schlossmuseum Murnau

Variabilder:

Adolf Erbslöh, Desenberg, 1917
Adolf Erbslöh, Desenberg, 1917

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Adolf Erbslöh, Park (Die tanzende Bäume), 1921
Adolf Erbslöh, Park (Die tanzende Bäume), 1921

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Adolf Erbslöh in Calenberg, 1907
Adolf Erbslöh in Calenberg, 1907

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Adolf Erbslöh, Märzsonne, 1909

Künstler:

Adolf Erbslöh








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