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125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop

Paul Müller-Kaempff, Weiter Blick über das Dorf Ahrenshoop mit Ziegenhirten und Fischern, 1890

Das Kunstmuseum Ahrenshoop ehrt das 125. Jubiläum der Künstlerkolonie des Ostseebades mit der Schau „Licht, Luft, Freiheit“. Die Ausstellung präsentiert die Künstlerkolonie mit einigen der wichtigsten Vorläufer, Gäste und Hauptakteure. Den motivischen Schwerpunkt bilden Landschaften, die von Porträts und Interieurs begleitet werden. Der Malstil der etwa 90 Exponate ist zwischen der Schule von Barbizon und der Weimarer Malerschule zu verorten. Den Anstoß für die Entwicklung des Ostseebades Ahrenshoop zu einer Künstlerkolonie legte 1889 die Wanderung des Malers Paul Müller-Kaempff und seines Kollegen Oscar Frenzel. Diese publizierte Müller-Kaempff in den 1920er Jahren in seinen Memoiren und sah Ahrenshoop vom Hohen Ufer aus als Sehnsuchtsort in verklärtem Licht. Das Dorf zog ab 1892 viele Künstler an, darunter Anna Gerresheim, Friedrich Wachenhusen, Theobald Schorn und Franz Triebsch, die dort ihre Sommerhäuser errichteten.

Der Einfluss der französischen Freilichtmalerei und des späteren Impressionismus erreichte die deutschen Kunstakademien im späten 19. Jahrhundert. Martin Körtes nach 1897 gemalter „Blick in den Wintergarten des Ahrenshooper Hauses Dorfstraße 26“ besticht mit seinen lichtgetränkten Farben und bewegten Pinselstrichen. Das Spiel unterschiedlicher Lichtsituationen verleiht den Objekten ihre Materialität, so etwa das Leichte der Gardine mit helleren und dunkleren Weißtönen, die Differenzierung des leuchtenden Laubes in sanften Grün- und Gelbtönen zum indirekten Licht des Innenraumes mit Holzmöbeln und pastellblauer Wand. Die Frische des Werkes orientiert sich am Impressionismus mit den gut sichtbaren lockeren Pinselstrichen und der Konzentration auf die unterschiedlichen Lichteffekte. Körte lebte und arbeitete in Berlin als erfolgreicher Porträtmaler. In Ahrenshoop baute er für sich und seine Familie 1897 ein Sommerhaus. Ein Beispiel der Freilichtmalerei, die unter anderem die Schule von Barbizon bevorzugte, bietet etwa Paul Müller-Kaempffs gewittriger „Weiter Blick über das Dorf Ahrenshoop mit Ziegenhirten und Fischern“ von 1890.

Auch nach 1900 sollte die Künstlerkolonie ihre Anziehungskraft auf Maler behalten, wie es die Ausstellung „Klassische Moderne in Ahrenshoop“ illustriert. Ahrenshoop und Wustrow sollten gemeinsam mit den Nachbardörfern bei Künstlern als Motive für die neuen Kunstströmungen von Expressionismus, Bauhaus und Neuer Sachlichkeit dienen. So gesellte sich auch Alfred Partikel zu den Künstlern des Ostseebads. 1935 fing er den Blick aus seinem Atelierfenster ein. Vor gewittrig-grauem Himmel und Meer erhebt sich eine beinahe in dichten Farbflecken aufgelöste Landschaft mit Bäumen, Sträuchern und grünem Gras. Ordnung und Stabilität führen das vordere braune querrechteckige Gebäude und die viereckigen Flächen der anschließenden Dächer anderer Bauten ein. Eine Besonderheit ist die erstmals präsentierte Landschaft mit dem Garten seines Hauses am Schifferberg des Corinth-Schülers Rudolf Sieger. Weitere Kunstwerke stammen etwa von Dora Koch-Stetter, Gerhard Marcks oder Hans Emil Oberländer.

Die Ausstellung „Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“ läuft bis zum 8. Oktober, die Schau „Klassische Moderne in Ahrenshoop“ bis zum 9. Juli. Das Museum hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, ab April von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Ostermontag ist das Haus von 13 bis 18 Uhr zugänglich. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Begleitend zur Schau „Licht, Luft, Freiheit“ erscheint ein Katalog für 12 Euro.

Kunstmuseum Ahrenshoop
Weg zum Hohen Ufer 36
D-18347 Ostseebad Ahrenshoop

Telefon: +49 (0)38220 – 66 79 0
Telefax: +49 (0)38220 – 66 79 22

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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 Müller-Kaempff, Weiter Blick über das Dorf Ahrenshoop mit Ziegenhirten und Fischern, 1890
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