Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 28.10.2017 Auktion 47

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

Leda mit dem Schwan / Eduard Veith
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Zeitgenössische Reflexionen auf Franz Marc

Das Haus am Waldsee in Berlin widmet sich aktuell zeitgenössischen Künstlern, die auf der Suche nach dem verschollenen Gemälde „Der Turm der blauen Pferde“ von Franz Marc sind. Das Werk aus dem Jahr 1913 wird seit 1945 vermisst. Laut Kuratorin Katja Blomberg formulierte Marc mit seiner Arbeit die Vorahnung auf eine neue Zeit. Auf dieses Gemälde beziehen sich die jungen Kunstschaffenden und reflektieren seine Geschichte mit den Mitteln der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei, der Fotografie, Installation und Literatur aus heutiger Sicht. In der Schau sind unter anderem Martin Assig, Birgit Brenner, Johanna Diehl, Marcel van Eeden, Julia Franck, Arturo Herrera, Christian Jankowski, Rémy Markowitsch, Tobias Rehberger und Peter Rösel vertreten.

„Der Turm der blauen Pferde“ gilt als das zentrale Werk der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ und zudem als eines der Hauptwerke des deutschen Expressionismus. Die gestaffelten, blau durchleuchteten Pferdeleiber wurden zu einer Art Kultbild während der Weimarer Republik. Die aufgeschlossene bürgerliche Gesellschaft dieser Zeit schätzte die Qualität des Gemäldes, kannte aber auch das tragische Schicksal von Franz Marc, der 1916 bei Verdun gefallen war. Es befand sich seit 1919 im Besitz der Berliner Nationalgalerie und wurde bis 1936 im Kronprinzenpalais Unter den Linden ausgestellt. Offenbar überlebte das „entartete“ Kunstwerk den Zweiten Weltkrieg, denn angeblich wurde es in den Jahren 1945 sowie 1948/49 dreimal in Berlin gesehen. Eine der Überlieferungen besagt, dass „Der Turm der blauen Pferde“ in den ersten Nachkriegstagen nahe des Amtsbereichs von Hermann Göring am Leipziger Platz gesehen und vermutlich durch russische Offiziere in das heutige Haus am Waldsee in Sicherheit gebracht wurde. Sein Verbleib ist bislang unbekannt.

Die jungen Künstler beschäftigen sich nun mit der Frage, warum dieses Wiederauftauchen eines so bedeutenden Artefakts bis in die 1970er Jahre verschwiegen wurde. Im Mittelpunkt der Berliner Ausstellung steht vor allem der Verlust des Originals, die Gerüchte um sein Verschwinden und das Schweigen der Nachkriegszeit. So inszenierte Norbert Bisky „Den Turm der blauen Pferde“ 2017 neu. Sein Gemälde „Untitled“ stimmt weitgehend mit den Maßen, den Farben, dem Rahmen und der Rückseite von Marcs Arbeit überein. Doch direkt nach Fertigstellung beschädigte Bisky es, um sowohl auf den Soldatentod des Expressionisten als auch auf den Verlust des berühmten Gemäldes aufmerksam zu machen. Via Lewandowskys Arbeit „You, You, You, Unforgettable Blue“, ebenfalls aus dem Jahr 2017, ist ein ausgestopftes, mit Pfeilen gespicktes Pferd, das im Gegensatz zu Marcs geistig-überzeitlichen Prinzipien steht, die er in seiner Kunst suchte. Aus dem Gemälde wird so eine fast naturalistische Skulptur.

Die Schau „Vermisst – Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc“, die als Doppelausstellung mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München konzipiert ist, läuft bis zum 5. Juni. Das Haus am Waldsee hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Zur Ausstellung erscheint Mitte März ein Katalog in deutscher und englischer Sprache für 24,80 Euro.

Haus am Waldsee
Argentinische Allee 30
D-14163 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 801 89 35
Telefax: +49 (0)30 – 802 20 28

Quelle: Kunstmarkt.com/Anja Schmidbauer

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


03.03.2017, Vermisst - Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc

Bei:


Haus am Waldsee

Künstler:


Franz Marc








News vom 19.09.2017

Neue Sachlichkeit in der Schweiz

Neue Sachlichkeit in der Schweiz

Alles zum Kulturgutschutz

Alles zum Kulturgutschutz

Alexander Eiling neuer Sammlungsleiter am Städel

Alexander Eiling neuer Sammlungsleiter am Städel

News vom 18.09.2017

Multiples von Ulrich Rückriem für Bielefeld

Multiples von Ulrich Rückriem für Bielefeld

Sexauer Gallery mit Berliner Galerienpreis ausgezeichnet

Sexauer Gallery mit Berliner Galerienpreis ausgezeichnet

Retrospektive zu Harun Farocki in Berlin

Retrospektive zu Harun Farocki in Berlin

News vom 15.09.2017

Documenta: Adam Szymczyk geht in die Offensive

Schloss Hartenfels illustriert mit neuester Technik alte Räume

Schloss Hartenfels illustriert mit neuester Technik alte Räume

Monica Bonvicini in der Berlinischen Galerie

Monica Bonvicini in der Berlinischen Galerie

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Koller Auktionen AG - Geschenk-Kovsh von Zar Alexei I., Russland, 1667/68

Seltenes russisches Silber aus der Sammlung Franz Fransevitch von Uthemann
Koller Auktionen AG

Lempertz zeigt Grafiken von Georg Baselitz
Kunsthaus Lempertz

Galerie Flügel-Roncak - Alex Katz Spring Flowers

Alex Katz - Celebrating 90 Years - 6. Oktober 2017
Galerie Flügel-Roncak





Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce