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Wirklich reif fürs Museum? Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe behauptet, das Computerspiel verdiene museale Weihen – doch statt eine kritische Auseinandersetzung zu wagen, mutiert das Haus selbst zur interaktiven Spielhölle

Daddeln als Kunstform



in der Ausstellung „Game Masters“

in der Ausstellung „Game Masters“

Schwarzer Teppichboden, spärliche Beleuchtung, fiepender Elektrosound. Wer die aktuelle Ausstellung „Game Masters“ im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe betritt, hat fast das Gefühl, in einer der vielen Spielhöllen gelandet zu sein, die es in der benachbarten Gegend rund um den Hauptbahnhof an jeder Straßenecke gibt. Das Museum am Steintorplatz widmet sich schon seit geraumer Zeit verstärkt den eher profanen Sphären des Alltagsdesigns. So ging es 2015 um Tattoos und Wegwerfmode. Im vergangenen Jahr stand, allerdings angeknüpft an Hokusai und die jahrhundertealte Kunst des japanischen Farbholzschnitts, das Thema Manga und japanische Popkultur auf dem Programm. Ebenso eine Ausstellung über Turnschuhe mit dem Titel „Sneaker“. Der Zuspruch, gerade auch beim jüngeren Publikum, war dem Haus damit gewiss.


In der Schau geht es jetzt um die technische und gestalterische Entwicklung der Video- und Computerspiele in den vergangenen 40 Jahren sowie um die „Game Masters“ selbst, die kreativen Köpfe im Hintergrund also. Eine kleine Schau in der Schau widmet sich zudem der von Senat und Wirtschaftsverbänden stark geförderten lokalen Szene der Stadt.Entwickelt wurde „Game Masters“ ursprünglich vom Australian Centre for the Moving Image in Melbourne. Für Hamburg adaptiert hat die Ausstellung Dennis Conrad. Am Museum für Kunst und Gewerbe habe man sich die Frage gestellt, was in der Gegenwart die relevanten Felder für angewandte Kunst, Medien und Design seien, so der Kurator. Aus dieser Überlegung heraus sei die Ausstellung entstanden.

Zu sehen sind rund 200 Objekte, darunter Grafiken, Entwurfsskizzen und Figurenmodelle. Hinzu kommen über 100 Unterhaltungsgeräte von den klassischen Spielautomaten der 1970er Jahre bis zu den neuesten Konsolen. Conrad betont, die Computerspielindustrie biete heute viel mehr als die zurecht verteufelten Ballerspiele. So gäbe es eine ganze Reihe von Spielen, in denen es darum gehe, anspruchsvolle Rätsel zu lösen, Schritt für Schritt einer komplexen Handlung zu folgen oder – internetbasiert – mit anderen Spielern gemeinsam ein Problem zu bewältigen.

Die Schau gliedert sich in drei Kapitel. Computerspielnostalgiker stoßen gleich im Auftaktraum mit der Kapitelüberschrift „Arcade Heroes“ auf „doppelwaschmaschinengroße Spielautomaten“, wie sie in den Spielhallen der 1970er Jahre, den sogenannten „Arcades“, erstmals auftauchten. Populäre Spieleklassiker wie „Pac-Man“ oder „Space Invaders“, meist entworfen von japanischen oder amerikanischen Designern, stehen für diese Zeit. Für viele Menschen stellte die Interaktion mit Spielautomaten den ersten Kontakt zu einem Computer überhaupt in ihrem Leben dar.

Im folgenden Kapitel „Game Changer“ werden 13 der prominentesten Videospiel-Designer der Welt und ihre ikonischen Figuren und Spieleoberflächen vorgestellt. In Videointerviews geben sie Einblicke in den kreativen Prozess der Spieleentwicklung. Das Schlusskapitel der Schau wendet sich dann ab vom digitalen Mainstream und den milliardenschweren Big Players der Spieleindustrie wie Nintendo. Im Kapitel „Indies“ werden junge, unabhängige Designer vorgestellt, die keinen Zugriff auf den personellen Großapparat eines multinationalen Spielekonzerns haben. Hier geht es um Computerspiele, die eigenwillig, komplex, humorvoll und subversiv sind.

In der Ausstellung werden die technischen und gestalterischen Aspekte und die wichtigsten Protagonisten einer Branche, die weltweit rund 100 Milliarden US-Dollar umsetzt, ausführlich vorgestellt. An Dutzenden von altertümlichen bis fabrikneuen Geräten können die Besucher unter fachkundiger Anleitung selbst spielen. Nicht behandelt allerdings werden die unschönen Aspekte des Themas wie Gewaltverherrlichung, der Rückzug in virtuelle Welten, das Ausleben von Allmachtsfantasien, Vereinzelung vor dem Computer, Abhängigkeit und Sucht. Killer- oder Ego-Shooter-Spiele, bei denen der Spieler die Welt durch den Lauf einer Waffe sieht, kommen in der Schau so gut wie nicht vor. Laut einer Umfrage von 2015 spielen allerdings 43 Prozent der Jugendlichen Killerspiele. Sogar 71 Prozent haben Freunde, die solche Spiele spielen. Gerade an dieser Stelle hätte man sich von der Schau einen etwas distanzierteren Blick und ein wenig mehr Aufklärung gewünscht.

Die Ausstellung „Game Masters“ ist bis zum 23. April zu sehen. Das Museum für Kunst und Gewerbe hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er frei.

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg



07.03.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


28.10.2016, Game Masters

Bei:


Museum für Kunst und Gewerbe

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in der Ausstellung „Game Masters“
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Alex Rigopulos und Eran Egozy, Dance Central, 2013
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in der Ausstellung „Game Masters“

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Alex Rigopulos und Eran Egozy, Dance Central, 2013

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