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Permoser für Braunschweig

Balthasar Permoser, Herbst und Winter, 1695

Nach über zweihundert Jahren sind zwei Elfenbeinskulpturen Balthasar Permosers wieder in Braunschweig zu sehen. Mit den Personifikationen von Herbst und Winter kann das Herzog Anton Ulrich-Museum den Jahreszeitenzyklus des Dresdner Bildhauers nun vervollständigen. Der Ankauf der beiden hochbarocken Figuren aus britischem Kunsthandel gelang dem Museum mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Fritz-Behrens-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstaatministerin Monika Grütters sowie der Rudolf-August Oetker-Stiftung.

Auftraggeber für die Figuren des Jahreszeitenzyklus war wohl Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, der mit seiner Kunstsammlung den Grundstock für das nach ihm benannte Museum legte. 1695 erwarb er die virtuos geschnitzten Allegorien wahrscheinlich über seinen Sohn bei dem renommierten Dresdner Hofbildhauer. Balthasar Permoser schuf den Reigen in Gestalt von vier antiken Gottheiten: Flora und Ceres symbolisieren Frühling und Sommer, Bacchus als Jüngling mit Trauben und Weinlaub, der sich auf einen Satyrknaben zu seinen Füßen stützt, und Vulkan als frierender Greis, der sich an einem lodernden Feuer wärmt, stehen für Herbst und Winter.

In den napoleonischen Kriegen musste der in der der Schlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 lebensgefährlich verwundete Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel ins dänische Exil fliehen. Nach dem Tod des Souveräns am 10. November 1806 verließ auch die herzogliche Familie hastig die Residenz. Besonders wertvolle und leicht transportierbare Objekte des „Kunst- und Naturalienkabinett“ nahmen sie mit, vermutlich um diese später verkaufen zu können, dabei auch den Herbst und Winter, aber nicht Flora und Ceres.

Über hundert Jahre verlor sich die Spur von Bacchus und Vulkan. 1931 tauchten die beiden Elfenbeinskulpturen dann in der Kunstsammlung von Harewood House im englischen Yorkshire auf. Übereinstimmende Maße, stilistische Details und die ähnlich angebrachten Signaturen am Sockel der Statuetten ließen keinen Zweifel, dass es sich um die beiden vermissten Braunschweiger Jahreszeiten handelte. 2015 gelangten sie aus der Sammlung von David Lascelles, 8. Earl of Harewood, in den britischen Kunsthandel. Im vergangenen Jahr untersagte die britische Regierung die Ausfuhr der beiden Statuen und wollte sie für 1,8 Millionen Pfund im Land behalten. Doch es fand sich kein Käufer. Nun sind die vier Elfenbeinarbeiten wieder in Braunschweig vereint.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Variabilder:

Balthasar Permoser, Herbst und Winter, 1695
Balthasar Permoser, Herbst und Winter, 1695

Künstler:

Balthasar Permoser








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