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Kunstsammler Gérard Corboud gestorben

Gérard Corboud gestorben

Gérard J. Corboud ist tot. Der Ingenieur, Unternehmer und Kunstsammler starb am Sonntag im Alter von 91 Jahren in seiner Schweizer Heimat. Das teilte die Stadt Köln mit, der Corboud seine umfangreiche Sammlung impressionistischer Malerei geschenkt hat. Sein Name werde auf ewig mit dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und damit mit der Kölner Kunstlandschaft verbunden bleiben, würdigte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Verstorbenen. Marcus Dekiert, Direktor des Wallraf-Richartz-Museums, ergänzte: „Gérard J. Corboud war ein Sammler von Rang und ein großzügiger Mäzen. Er setzte sich stets leidenschaftlich für sein Museum ein, dem er sich ebenso eng verbunden fühlte wie der Kunst- und Kulturstadt Köln. Wir verdanken Gérard J. Corboud weit mehr als nur eine ausgezeichnete Sammlung und verlieren mit ihm einen engen Freund, Mitstreiter und Ratgeber.“

Gérard Corboud kam am 18. Mai 1925 in Fribourg zur Welt, war mit der gebürtigen Kölnerin Marisol Corboud verheiratet und lebte und arbeitete viele Jahre in der Domstadt am Rhein. Hier engagierte sich für die Belange des Wallraf-Richartz-Museums. Im März 2001 nahm die Stadt Köln seine hochkarätige Sammlung von über 170 Gemälden des Impressionismus und Neoimpressionismus als „Ewige Leihgabe“ zugunsten des Museums an, das seither den Zusatz „Fondation Corboud“ in seinem Namen führt. Mit Werken von Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet, Alfred Sisley, Claude-Emile Schuffenecker, Paul Cézanne, Paul Gauguin und Vincent van Gogh verfügt das Wallraf-Richartz-Museum nun über den größten Bestand impressionistischer und postimpressionistischer Kunst in Deutschland. Für sein Mäzenatentum ehrte ihn die Stadt Köln 2006 mit einer Eintragung in das Goldene Buch und 2012 mit der Jabach-Medaille. Wegen Verzögerungen bei der Erstellung der Museumserweiterung hatte Corboud aber auch schon häufiger gedroht, seine Sammlung aus Köln abzuziehen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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