Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 30.05.2018 111. Auktion: Druckgraphik des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Fritz Koenig gestorben

Maria und Fritz Koenig 1972 vor der „Große Kugelkaryatide“ in New York

Fritz Koenig ist tot. Der Bilderhauer und Grafiker starb gestern Abend in seinem Landsitz Ganslberg in Altdorf bei Landshut. Er wurde 92 Jahre alt. Zur Welt kam Koenig am 20. Juni 1924 in Würzburg. Schon 1930 zog seine Familie nach Landshut. Nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft studierte er von 1946 bis 1952 an der Kunstakademie München Bildhauerei bei Anton Hiller. 1957 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom und erhielt den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen. Schon ein Jahr später nahm Koenig das erste Mal an der Biennale in Venedig teil. Seit 1961 lebte er auf seinem Anwesen in Ganslberg, wo er neben dem Wohnhaus sein Atelier und ein Gestüt mit Vollblutarabern unterhielt. Hier schuf er fast alle großen Werke, etwa seine „Kugelkaryatide N.Y.“, die 1972 zu Füßen des World Trade Centers in New York aufgestellt wurde. Den 11. September 2001 hat sie beschädigt überstanden und ist mit dem Symbolgehalt des Überlebens und der Hoffnung geborgen worden. Ihren endgültigen Standort hat die Kugelkaryatide als Mahnmal 130 Meter von der alten Stelle entfernt im Battery Park gefunden.

Fritz Koenig arbeitete bevorzugt in Bronze, aber auch Skulpturen aus Stein, Gold oder Silber finden sich in seinem Schaffen. Auch wenn seine Plastiken oft abstrakt und wie die „Kleine Säulenkaryatide“ von 1968 oder die „Kugelkopfsäule“ von 1971 aus geometrischen Grundformen komponiert sind, finden sich doch auch immer wieder Bezüge zum Menschen und zu den von ihm geliebten Pferden in seinem Werk. Seine Auseinandersetzung mit der kreatürlichen Existenz zwischen Geburt und Tod, zwischen Organischem und Geometrischem, zwischen Figuration und Abstraktion führte zu zahlreichen Auftragsarbeiten, etwa für die Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Plötzensee, den Würzburger Dom, die Versöhnungskirche auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau, das Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland in Mauthausen oder das Denkmal für die Opfer des Olympiaattentats von 1972.

Die Jahre um 1960 waren für Fritz Koenig die Zeit seiner internationalen Anerkennung. Seine erste Einzelausstellung hatte er 1959 in der Galerie Günther Franke in München. Im selben Jahr lud ihn Arnold Bode zur Documenta II nach Kassel ein. Die erste Ausstellung seiner Arbeiten in den USA fand 1961 in der Galerie von George Staempfli in New York statt. Er ebnete dem Bildhauer dadurch den Weg in renommierte amerikanische Museen wie dem MoMA. 1964 nahm Koenig dann ein zweites Mal an der Documenta und der Biennale in Venedig teil und wurde als Professor an die Technische Hochschule in München berufen. Unter seiner Leitung befasste sich der Lehrstuhl für Plastisches Gestalten bis zur seiner Emeritierung 1992 sowohl mit funktionsgebundenen wie mit freien bildnerischen Themen. 1993 vermachte er sein Vermögen und das seiner 2010 verstorbenen Frau Maria in der Form einer Stiftung der Stadt Landshut, die 1998 das Skulpturenmuseum im „Hofberg“ eröffnete. Hier ist seither das Werk Fritz Koenigs zu sehen. Es umfasst sein plastisches und grafisches Schaffen, eine bedeutende Kollektion afrikanischer Kunst und weitere kunsthistorische und volkskundliche Sammlungskomplexe.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Variabilder:

Maria und Fritz Koenig 1972 vor der „Große Kugelkaryatide“ in New York
Maria und Fritz Koenig 1972 vor der „Große Kugelkaryatide“ in New York

Künstler:

Fritz Koenig








News vom 23.05.2018

Raphaela Vogel in der Kunsthalle Basel

Raphaela Vogel in der Kunsthalle Basel

Kunstpreis Ruth Baumgarte an Mona Hatoum

Kunstpreis Ruth Baumgarte an Mona Hatoum

Schafhausen verlässt die Kunsthalle Wien aus politischen Gründen

Schafhausen verlässt die Kunsthalle Wien aus politischen Gründen

News vom 22.05.2018

Meese, Richter und Tal R in Stade

Meese, Richter und Tal R in Stade

Robert Indiana verstorben

Robert Indiana verstorben

Jutta Koether im Museum Brandhorst

Jutta Koether im Museum Brandhorst

News vom 18.05.2018

Deutsche Börse Photography Prize für Luke Willis Thompson

Deutsche Börse Photography Prize für Luke Willis Thompson

Roman Ondák in Regensburg

Roman Ondák in Regensburg

Galerist Georg Kargl verstorben

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Van Ham Kunstauktionen - Philipp Küsel, Elfenbeinhumpen mit Puttenreigen „Die fünf Sinne“, Augsburg 1689/92

Hoch die Humpen
Van Ham Kunstauktionen

Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin - Ticha, Hans - Gelbes Kopftuch

Frühjahrsversteigerung von bildender Kunst im Juni 2018.
Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin

Van Ham Kunstauktionen - Saphir-Diamant-Ring, England, um 1900

Diamantenrausch
Van Ham Kunstauktionen

Van Ham Kunstauktionen - Max Liebermann, Gartenlokal, 1920/22

Zwei auf einen Streich - Van Ham initiiert Restitutionen aus der Sammlung Waffenschmidt
Van Ham Kunstauktionen

Kunsthaus Lempertz - Meister des Tobias (Maestro die Tobia), Madonna mit Kind und Heiligen und Kreuzigung, 14. Jahrhunderts

Beflügelte Kunst – Nachlass Kardinal Meisner
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce