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Holmead in Wuppertal

Holmead, Drei Grazien, 1971

Die Von der Heydt-Kunsthalle in Wuppertal präsentiert seit dem Wochenende eine Ausstellung zu Clifford Holmead Phillips und hat dafür rund 100 Werke zusammengetragen. Mit der Retrospektive über den 1889 im US-Bundesstaat Pennsylvania geborenen Malers, der sich seit 1944 kurz nach seinem zweiten Vornamen Holmead nannte, möchte sie zur Wiederentdeckung dieses weitgehend unbekannten Künstlers beitragen. Die Auswahl der Exponate beginnt in seinem Frühwerk, in dem ihn noch die Idylle des weiten Landes faszinierte. Dann folgen die befremdlich realistischen Stadtansichten und die späten Charakterköpfe, die dem abstrakten Expressionismus nahe stehen. Nach einer Europareise im Jahr 1912 fasste Holmead den Entschluss, Maler zu werden. Immer wieder pendelte der junge Künstler zwischen seiner Heimat und Europa hin und her und nahm in seinem Werk Einflüsse der amerikanischer Tradition und der europäischen Moderne auf. 1956 ließ sich Holmead schließlich in Brüssel nieder, wo er im Jahr 1975 starb.

Zwischen den 1920er und den 1940er Jahren stand er vor dem internationalen Durchbruch. Amerikanische und europäische Museen sowie bedeutende Galerien präsentierten seine am expressiven Realismus orientierten Gemälde. Doch die Eröffnung seiner Ausstellung „The Human Drama“ 1940 in Oslo wurde durch den Einmarsch deutscher Truppen verhindert, Holmead kehrte nach Amerika zurück. Ungezähmt und mit grobem Pinselduktus brachte er seine Landschaften und Stadtansichten auf die Leinwand. Er selbst bezeichnete seinen Stil als „Crude Expressionism“: eigenwillig, ungehobelt, rau und voller Emotionen. Nach einem Schlaganfall fand Holmead ab 1966 neue schöpferische Kraft und entwickelte in seinem Spätwerk das „Shorthand Painting“. Seine mit wenigen Spachtelstrichen entworfenen Charakterköpfe wie das „Mädchen mit blondem Haar“ von 1970 oder „Die drei Grazien“ von 1971 wirken naiv, verblüffen aber in ihrer sarkastischen Anschaulichkeit. Im unerbittlichen Licht seiner Altersweisheit beobachtete Holmead die verräterische menschliche Mimik und malte Figuren einer grotesken menschlichen Komödie.

Die Ausstellung „Holmead“ ist bis zum 7. Mai zu sehen. Die Von der Heydt-Kunsthalle hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Der Katalog kostet 20 Euro.

Von der Heydt-Kunsthalle
Geschwister-Scholl-Platz 4-6
D-42275 Wuppertal

Telefon: +49 (0)202 – 56 36 571
Telefax: +49 (0)202 – 563 80 91

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


19.02.2017, Holmead

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Holmead, Drei Grazien, 1971
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Holmead, Rothaariger Gassenjunge, 1971
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Holmead, Landschaft in Norwegen, 1939
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Künstler:


Holmead








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