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Viel mehr als nur Landschaften, Blumen und Knochen: Das Bank Austria Kunstforum in Wien zeigt mit der bisher größten Georgia O’Keeffe-Ausstellung auf dem europäischen Kontinent eine Schau voller neuer Erkenntnisse zu Amerikas beliebtester Malerin

Dialog der Künste



Georgia O’Keeffe, Jimson Weed (White Flower No. 1), 1932

Georgia O’Keeffe, Jimson Weed (White Flower No. 1), 1932

Erstmals ausgestellt wurde ihr Schaffen vor genau hundert Jahren von dem amerikanischen Fotografen und Galeristen Alfred Stieglitz. Im Jahr 1916 zeigte er in seiner Galerie 291 in New York frühe Kohlezeichnungen der damals 29jährigen Georgia O’Keeffe. Die beiden wurden ein Paar, heirateten 1924 und befruchteten sich gegenseitig in ihrem jeweiligen Werk. Der 23 Jahre ältere Fotograf Stieglitz machte Aufnahmen von der sexuell emanzipierten, androgynen jungen Malerin. Georgia O’Keeffe wiederum trat in ihren frühen Stadtgemälden von New York, aber auch in abstrakten Aquarellen in einen produktiven Dialog mit anderen Fotografen um Stieglitz wie Paul Strand oder Edward Weston.


Im Kunstforum der Bank Austria in Wien ist aktuell die bisher größte Retrospektive von Georgia O’Keeffe außerhalb der USA zu sehen. Zuvor war sie in abgewandelter Form in der Tate Modern in London zu Gast. Die Ausstellung umfasst 85 Werke der Malerin aus sieben Jahrzehnten sowie 60 damit korrespondierende Werke von Fotografen. Die Schau orientiert sich an den Orten, an denen sich Georgia O’Keeffe vorwiegend aufgehalten hat: New York in den frühen Jahren, Lake George in Upstate New York, wo die Familie ihrer Mannes Alfred Stieglitz einen Landsitz besaß, vor allem aber die Wüste New Mexicos, wohin sich die Malerin in ihren letzten Lebensjahrzehnten zurückzog. Hier entstanden beeindruckende Landschaftsgemälde, die das phänomenale Licht der Wüste und die physische Präsenz der Berge einfingen, aber auch die ausgeblichenen Knochen der aufgrund der Dürre verendeten Tiere vor flimmernden Wüstenfelsen ins Bild rückten.

Berühmt geworden ist Georgia O’Keeffe vor allem mit ihren großformatigen Blumen- und Blütenstillleben. Gerade vor dem Hintergrund des in den USA stark rezipierten Werkes von Sigmund Freud, sind diese Bilder häufig erotisch ausgedeutet worden. Dieser verkürzten Lesart will die Ausstellung jedoch entgegenwirken. Georgia O’Keeffe selbst sagte dazu: „Wenn die Leute erotische Symbole in meine Bilder hineinlesen, dann sprechen sie eigentlich von ihren eigenen Angelegenheiten.“ Die Kuratorin der Wiener Schau, Heike Eipeldauer, stellt fest: „Georgia O’Keeffe war sicher zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Sie sieht das Werk der Malerin als genuin amerikanische Kunst an, in Abgrenzung zur europäischen Tradition. Vielmehr, so die Expertin, kann Georgia O’Keeffe als Vorreiterin der Pop Art angesehen werden. In abstrakten Werken wie etwa „Black Door with Red“ von 1954 lassen sich aber auch Verbindungen zu Barnett Newman und Mark Rothko erkennen. Und auch die Malerin Agnes Martin sah in der stets in Männerkleidung und mit strenger Hochsteckfrisur auftretenden O’Keeffe eine Seelenverwandte.

In O’Keeffes Werk fanden viele Entwicklungen parallel statt. Es gibt jedoch keinen linearen Fortschritt, was Kritiker wie den einflussreichen Clement Greenberg immer wieder irritierte. Dennoch steht sie wie keine andere Malerin vor ihr für eine amerikanische Ikonografie, die sich von europäischen Vorbildern weitgehend emanzipiert hat. „Sie malte geologische Formationen, die die Abstraktion schon in ihrem Motiv inhärent haben“, so Heike Eipeldauer. Die amerikanische Moderne ist in der Landschaft verortet. Daher ist eine besondere Stärke der Schau die Betonung ihres Spätwerks mit grandiosen Landschaftsdarstellungen, gespickt mit kulturellen Zeichen wie Kreuzen und Bergen, die von der indigenen Bevölkerung als heilig verehrt werden.

Nach dem Tod von Alfred Stieglitz im Jahr 1946 zog sich Georgia O’Keeffe ganz nach New Mexico zurück. Sie bewohnte ein modernistisch eingerichtetes Haus in der Wüste, wo sie beim Blick aus den Panoramafenstern die authentische amerikanische Landschaft des Südwestens aus erster Hand erleben konnte. Die unendliche Weite der Landschaft prägte ihr Werk. Doch auch Eindrücke von ihren zahlreichen Reisen auf alle Kontinente flossen in ihre Malerei mit ein. Ein besonderes Highlight der Wiener Ausstellung stellt zudem das aktuell teuerste Bild einer weiblichen Malerin dar: Das Blumenstillleben „Stechapfel/Weiße Blüte Nr. 1“ aus dem Jahr 1932 wechselte 2014 bei Sotheby’s in New York für stolze 44,4 Millionen Dollar den Besitzer.

Die Ausstellung „Georgia O’Keeffe“ ist noch bis zum 26. März zu sehen. Das Kunstforum der Bank Austria Wien hat täglich von 10 Uhr bis 19 Uhr und freitags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 11 Euro, für Senioren 8,50 Euro und für 17- bis 27jährige 6 Euro. Der Katalog aus dem Prestel Verlag kostet 32 Euro.

Kontakt:

Bank Austria Kunstforum

Freyung 8

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 557 33 26

Telefax:+43 (01) 557 33 27

E-Mail: office@kunstforumwien.at



21.02.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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07.12.2016, Georgia O’Keeffe

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Bank Austria Kunstforum

Bericht:


Ideenreich bis ins hohe Alter

Bericht:


Auf Traumpfaden in New Mexico

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Georgia O’Keeffe, Jimson Weed (White Flower No. 1), 1932
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Georgia O’Keeffe, From the Faraway, Nearby, 1937
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Georgia O’Keeffe, Black Mesa Landscape, New Mexico (Out
 Back of Marie’s II), 1930
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Georgia O’Keeffe, Music – Pink and Blue No. I., 1918
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Georgia O’Keeffe, New York. Night, 1928/29
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Georgia O’Keeffe, From the Faraway, Nearby, 1937

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Georgia O’Keeffe, Black Mesa Landscape, New Mexico (Out Back of Marie’s II), 1930

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Georgia O’Keeffe, Music – Pink and Blue No. I., 1918

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Georgia O’Keeffe, New York. Night, 1928/29

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Georgia O’Keeffe, Oriental Poppies, 1927

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Myron Wood, Portrait of Georgia O’Keeffe with sculpture and painting, 1980

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Alfred Stieglitz, Georgia O’Keeffe, 1931

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Alfred Stieglitz, Georgia O’Keeffe, 1918

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Georgia O’Keeffe, My Last Door, 1952/54

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Georgia O’Keeffe, Black door with Red, 1954

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Georgia O’Keeffe, Black Cross with Stars and Blue, 1929

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Alfred Stieglitz, Georgia O’Keeffe, 1918

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