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Hermann Stenner und Christian Landenberger in Albstadt

Hermann Stenner, Selbstporträt mit hohem Hut, 1910

Das Kunstmuseum der Stadt Albstadt gibt aktuell einen Einblick in das Œuvre des jung verstorbenen Künstlers Hermann Stenner. Seinen Arbeiten sind zudem die Gemälde Christian Landenbergers gegenübergestellt. Die etwa 75 Exponate des 1891 in Bielefeld geborenen Stenners zeigen insbesondere die thematische Nähe zu seinem Lehrer Landenberger. Letzterer ist mit 20 Werken vertreten. Die Objekte stammen sowohl aus privaten Sammlungen und Museen wie auch aus dem eigenen Besitz des Kunstmuseums Albstadt.

Hermann Stenner begann sein Kunststudium 1909 in München bei Heinrich Knirr, wechselte dann aber zu Christian Landenberger, der an der damaligen Königlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart lehrte. So zog Stenner 1910 in die schwäbische Stadt und belegte ab 1911 die Komponierklasse von Adolf Hölzel. Von seinen impressionistischen, durch Landenberger geprägten Anfängen zog es Stenner durch den Einfluss Hölzels ab 1912 immer stärker zum Expressionismus. Hierfür war auch die Freundschaft mit Wassily Kandinsky entscheidend. Stenners Portrait „Junge Frau in weißer Bluse“ von 1911 weist eine energische und breite Pinselführung auf, die mit lichtgetränkten Farben arbeitet. Nur im Hintergrund nutzt er feine und kurze Striche, so dass sich eine Art flimmernder Farbvorhang hinter der dunkelhaarigen Frau eröffnet. Ähnliches, wenn auch mit ruhigerem Kolorit, darf für das zeitgleiche Selbstportrait des Künstlers gelten. Hier formt er geradezu aus dem Material der Farbe das eigene Bildnis vor einem gelb-bräunlichen abstrakten Grund.

Der Landschaft, die sein Lehrer Christian Landenberger favorisierte, nahm sich auch Stenner an. Bleibt Landenberger im pastellfarbenen „Ammersee mit Segelboot“ von 1911 in einer zarten Farbigkeit, strahlt in Stenners „Bäumen mit zwei Figuren am See“ aus demselben Jahr die intensive Kraft reiner Farben heraus. Zudem vereinfacht er die äußere Form. Nur ein Jahr später schuf Stenner das farbige Blatt „Kinema“. Ausdrucksstarke scharfe und eckige Konturen, der Einsatz reiner Farben in Blau und Rot sowie der flächige Malstil verweisen auf den Expressionismus. Zwei riesenhafte abstrakte menschliche Gestalten schreiten nach links über einen See und Berge hinweg. Landschaft und Figuren überschneiden sich hierbei. Das dunkle Blatt „Erschießung der Ursulinerinnen“ von 1913/14 lässt die mittige Frau in Weiß vor dem schwarzen Habit ihrer Schwestern hervorleuchten. Das eingesprenkelte Rot verweist auf das blutige Ende durch den schussbereiten Bogenschützen. Weitere Themen bei Stenner sind Gewitter, Eisenbahnen sowie Theater und Kino. 1913 wurde der junge Maler zur Ersten deutschen Expressionisten-Ausstellung in Dresden eingeladen und arbeitete 1914 an der Kölner Werkbundausstellung mit. Am 7. August 1914 meldete sich Hermann Stenner als Kriegsfreiwilliger und fiel schon am 5. Dezember 1914 an polnischen Front bei Lowitz.

Die Ausstellung „Hermann Stenner (1891-1914) und sein Lehrer Christian Landenberger (1862-1927)“ läuft bis zum 18. Juni. Das Kunstmuseum der Stadt Albstadt hat dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Kunstmuseum der Stadt Albstadt
Kirchengraben 11
D-72458 Albstadt-Ebingen

Telefon: +49 (0)7431 – 160 14 91
Telefax: +49 (0)7431 – 160 14 97

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Hermann Stenner, Selbstporträt mit hohem Hut, 1910
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