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Design zwischen Mensch und Maschine

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein präsentiert aktuell die Schau „Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine“. Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem MAK in Wien sowie dem Design Museum Gent entstand, untersucht den Boom der Robotik anhand von mehr als 200 Exponaten. Sie stammen sowohl aus der Welt des Design wie auch der Kunst. Unter den Computerspielen, Medieninstallationen oder Robotern aus dem Wohnbereich befinden sich etwa Werke von Woody Allen, Hanna Barbera, Björk, Disney/Pixar Animation Studios, Gramazio & Kohler Research/ETH Zurich, Ted Hunt/Luke Sturgeon/Hiroki Yokoyama, Stanley Kubrick, Moth Collective, NASA, Christoph Niemann, Masamune Shirow, Ismael Soto und Jacques Tati. Die Schau illustriert einerseits, wie vielfältig die Robotik ist, andererseits stellt sie sich 14 ethischen, sozialen und politischen Fragen, darunter „Sind Roboter unsere Freunde oder unsere Feinde?“, „Glauben Sie an Tod und Wiedergeburt von Dingen?“ oder „Tritt der Roboter an die Spitze der Evolution?“.

Dem Besucher wird das Thema Roboter in vier Schritten nahe gebracht: Als Erstes geht es um die Euphorie für den künstlichen Menschen und den Einfluss der populären Kultur auf das Verständnis der Roboter. Man denke etwa an C3PO aus den Star Wars-Filmen von George Lucas oder die elektronische Musik der Gruppe Kraftwerk. Danach wird der Blick auf den Durchbruch der Robotik in der Industrie- und Arbeitswelt gelenkt. Die Debatte um die Maschine als Gefahr für den Verlust des Arbeitsplatzes wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Diesen Aspekt illustrieren sowohl Industrieroboter wie auch eine Installation der Gruppe RobotLab. Hier schafft ein Roboter ununterbrochen Manifeste und stellt die Frage nach der Grenze zwischen automatisierbarer Arbeit und menschlicher Kreativität.

Der dritte Komplex verdeutlicht, wie neue Technologien dem Menschen nahe kommen, etwa als Helfer im Alltag, Haushalt, der Pflege oder beim Cybersex. Anouk Wipprechts „Spider Dress 2.0“ von 2015 ist ein Couture-Kleid, das mit Intel Edison Mikrocontrollern in 3D gedruckt wurde und wie ein futuristisches Werk mit einem an eine Rüstung erinnerndem Oberteil samt langen Spinnenbeinen an den Schultern wirkt. Den Abschluss bildet die steigende Verschmelzung von Mensch und Robotik, etwa durch das Leben in einem „lernenden“ Gebäude oder das Einpflanzen intelligenter Sensoren in den menschlichen Leib.

Die Ausstellung „Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine“ läuft bis zum 14. Mai. Das Vitra Design Museum hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Museum beträgt 11 Euro, ermäßigt 9 Euro. Der begleitende Katalog zur Schau kostet 49,90 Euro.

Vitra Design Museum
Charles-Eames-Straße 1
D-79576 Weil am Rhein

Telefon: +49 (0)7621 – 702 32 00
Telefax: +49 (0)7621 – 702 35 90

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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